Die Kolumne von Intra Logistik

Auf der Transport will ich was anfassen. Punkt.

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Als ich neulich von Münchens größtem Biergarten, der Transport Logistic, zu­­rückkam, hab ich mich schon gefragt, was das jetzt war. In der Erinnerung festgehakt haben sich bei mir a fesche Musik, Weißwürscht und ein frisch gezapftes Helles. Kundenbindung nennen das die Aussteller.

Sagt mal, für was haltet ihr uns Besucher? Für bierselige Spesenritter, die auf Firmenkosten einen Ausflug machen und sich vom ­Lieferanten durchfüttern lassen? Stimmt. Nicht. Mehr. Heute hat jeder so viel aufm Tisch, dass er sich die Zeit aus den Rippen schneiden muss. Auch für einen Messebesuch.

Liebe Aussteller: Was erwartet der Besucher dorten? Neuheiten. Infos auf den Punkt. Ideen. Ein paar Hände schütteln und ein paar philo-sophische Gedanken austauschen wie: „Und? Alles gut?“ – „Alles gut.“ – „Eben erst angekommen?“ – „Nein, schon in der Früh angreist.“ – „Und wie lang noch da?“ – „Bis spät“ – „Ah, dann schauen’s vielleicht dann nochmals vorbei, da hamma a Standparty“ – „Nein, das wird sich net ausgehn, muss wieder los“ – „Schade, dann bis später vielleicht!“ Und so einem hab ich Depp unterm Jahr einen 40-Tonner abgekauft.

Was erwarte ich noch? Was zum Anfassen! Net des Bierglas und net die Leberkassemmel. Produkte. Einen Auflieger. Einen Actros. Was gscheits, net diese 3D-Dinger und virtuelle Sachen. Auf ner Messe will ich Produkte sehen und mit Leut reden, die mich weiterbringen. Ich will schlauer heimfahren, als ich hingfahren bin. Net gemeinsam ins Internet schauen und mir eine Ein­ladung zur Blasmusik anstammeln lassen.

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„Farbe macht aus Intralogistic keine Intralogistik.“

Und liebe Messe-Macher: Seids und bleibts a Transportmesse. Das könnt Ihr, das nimmt man Euch ab. Lasst die Finger von der „Intralogistic“. Das können die in Stuttgart und Hannover besser. Oder meint ihr, das macht euch glaubwürdig, wenn ihr im Katalog ein paar Stände grün färbt und das „Intralogistic“ nennt? Und ein Leonhard Weiss bleibt ein Bauunternehmen, auch wenn ihr in als „Intralogisticer“ anpinselt. Nur als Beispiel.

Exklusiv in Materialfluss: Intra Logistik schreibt, was sie denkt. Sagen Sie Intra, was Sie denken: intra.logistik@materialfluss.de

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