Kolumne: Intra Logistik

Intra Logistik,

Hi Digi-Doro,

sehr geehrte Staatsministerin für Digitalisierung Dorothee Bär: Denker (m/w/d) wie Dich braucht unser Land! Du stehst für die Verlässlichkeit der Unveränderung, Du rüttelst an nichts, was seit 1810 Bestand hat.

© WBM

Du bewahrst die Rohrpost, ein Intralogistik-Produkt der ersten Stunde, im Kanzleramt vor dem Aussterben. Dein Argument ist stichhaltig für eine Digitalministerin: Den Transport von Dokumenten müsste man ja sonst durch Boten erledigen. Nicht dass da noch einer den Scanner und die Möglichkeit, elektronisch zu versenden, erfindet! Oder was spendiert ihr im Kanzleramt sonst so? Mikrofilme, Schreibmaschinen-Bänder und Tipp-Ex? Als Ex-Koordinatorin für Güterverkehr und Logistik hast Du ja eine große Vergangenheit in unserer Branche, für die Du als Vollblut-Politikwissenschaftlerin und Partei-Karrieristin wie geschaffen warst, denn Dein Cousin oder ein anderer Verwandter zweiten Grades, hast Du mal bei einer Veranstaltung allen Ernstes in ein Mikrofon geplappert, sei Lkw-Fahrer.

Da stellt sich mir jetzt die bange Frage, was dich zur Staatsministerin für Digitalisierung qualifiziert. Dass Du Dein Smartphone immer griffbereit hast und dich auf Insta rumtreibst, wie du mal dem PR-Report anvertraut hast? Hm. Das unterscheidet Dich nicht von einem 14-jährigen Voice-Kids-Junkie (m/w/d). Deine Ausbildung ist es auch nicht. Dein Beruf vor der Politik ebenfalls nicht, denn da hattest du keinen. Vielleicht ist es ­Deine Tätigkeit als Beirat der Rhön-Klinikum AG oder als Verwaltungsbeirat des FC Bayern München? Immerhin leitest du zusammen mit dem Höhle-des-Löwen-Juror Frank Thelen das „Innovation Council“ der Bundesregierung, das seit dem Frühjahr 2018 zwei Mal jährlich zusammentritt. Da stellt sich mir gleich die nächste Frage. Was machst Du sonst so? Gut, Du trittst noch in pinkfarbenen PVC-Klamotten neben Andi B. Scheuer bei der Verleihung des Computerspielpreises vor die Kameras und schwenkst Deine Laserkanone so wie ein übermüdeter BAG-Beamter seine Kelle, wenn er am 23. Dezember den 86. Lastwagen mit abgefahrenen Sommerreifen rauswinkt.

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Liebe Daniela Katzenberger der deutschen Politik, mach doch mal was mit Digitalisierung. Kümmere Dich zum Einstieg darum, dass man auf der A7 zwischen Kassel und Hannover – und in all den anderen tausenden Funklöchern in Deutschland – unterbrechungsfrei mobil telefonieren kann. Sorge dafür, dass wir hier flächendeckend Hochgeschwindigkeits-Internet bekommen – mobil und stationär, damit wir infrastrukturell zumindest mit den Molukken gleichziehen. Wenn Du das geschafft hast, verrate Dir auch, was 5G ist – und wie Du die Molukken findest.

Verspricht Dir Deine

Intra

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