Förder- & Hebetechnik
Unterdruck lässt Platten schweben
Ohne Hilfsmittel ist das Handling schwerer Holzplatten mühevoll und erfordert mindestens zwei Mitarbeiter. Abhilfe schafft hier ein Vakuum-Hebegerät, mit dem nur eine Person das effizient, sicher und schonend erledigen kann, wie das Beispiel der Schreinerei Schaber zeigt.
Nicht nur große holzverarbeitende Handwerksbetriebe achten auf möglichst rationelle Abläufe. Gerade auch Kleinbetriebe wie Schreinereien sind einem starken Wettbewerb ausgesetzt und müssen deshalb buchstäblich alle Rationalisierungs-Register ziehen, um auf Dauer konkurrenzfähig zu bleiben. Nicht zuletzt aus diesem Grund hat sich die traditionsreiche Schreinerei Schaber in Freudenstadt, die in dritter Generation auf eine über 75-jährige Geschichte zurückblicken kann, zum Bau einer neuen Produktionshalle entschlossen. Parallel dazu hat Inhaber Claudius Schaber in neue Maschinen investiert. Eine moderne vertikale Plattensäge soll zum Beispiel bei der Konfektionierung der Rohplatten die tägliche Arbeit erleichtern. Dabei hatte Claudius Schaber auch einen möglichst optimalen Materialfluss im Sinn. Deshalb wurde bei der Einrichtungsplanung für die neue Produktionshalle in direkter Nähe der Plattensäge ein platzsparendes Stehlager vorgesehen. Um Schabers Vorstellung eines effizienten Produktionsablaufs gerecht zu werden, fehlte noch ein geeignetes Hilfsmittel für die Handhabung der bis zu 5 100 mm langen und 2 100 mm breiten sowie bis zu 180 kg schweren Platten.
Ohne technische Hilfsmittel ist das Handling großformatiger Holzplatten sehr mühevoll und erfordert mindestens zwei Mitarbeiter. Auf der Suche nach einer geeigneten Materialflusslösung kam man mit dem ganz in der Nähe beheimateten Vakuumtechnik-Spezialisten J. Schmalz GmbH in Kontakt. Die Systemberater von Schmalz analysierten die Gegebenheiten vor Ort und schlugen dann die Installation eines Handhabungssystems vor, bestehend aus einem Vakuum-Hebegerät und einer Kleinkrananlage. Das Hebegerät der Baureihe VacuMaster HHVM ist dank Schwenkvorrichtung mit mechanischer Rastung und äußerst flacher Bauweise ideal für die Entnahme von Platten bis 200 kg aus stehenden Lagern geeignet.
Dazu „taucht“ der Werker das Gerät einfach zwischen den mit geringem Abstand stehend gelagerten Platten oder Reststücken ein, aktiviert das Vakuum und fährt mit dem angesaugten Werkstück aus dem Lager heraus. Anschließend können die Platten stehend zur Plattensäge transportiert und die Zuschneidarbeiten vorgenommen werden. Nach dem Sägevorgang hat der Bediener die Möglichkeit, entweder die Restplatte stehend zurück in das Lager zu befördern, oder die Zuschnitte nach der Entnahme um 90° in die Horizontale zu schwenken und für die weitere Bearbeitung bzw. den Weitertransport auf einem Tisch oder auf einem Wagen abzulegen. Gesteuert wird das Hebegerät über einen ergonomisch geformten Bügel, wobei sämtliche Bedienelemente für Vakuum, Schwenkvorrichtung und Kettenzug griffgünstig zur Hand liegen. Für eine ausreichende Saugleistung sorgt das System mit zwei druckluftbetriebenen Vakuum-Erzeugern und vier großflächigen Saugplatten.
Sicherheit und Funktionalität
Durch das Zwei-Kreis-Vakuumsystem können Platten auch bei Teilbelegung zuverlässig gehandhabt werden. Zusätzlich sind die Saugplatten stufenlos an einer Traverse verschiebbar, wodurch das Hebegerät auch auf kleinere Plattenzuschnitte angepasst werden kann. Für den sicheren Betrieb sorgen ein Vakuum-Speicher und eine akustische Warneinrichtung, die den Anwender rechtzeitig über einen Abfall des Systemvakuums informiert.
Nach drei Jahren Betriebsdauer hat sich die Anschaffung des Vakuum-Hebegeräts VacuMaster HHVM für Schaber längst bewährt und bezahlt gemacht. Das Plattenhandling geht heute viel einfacher, schneller, sicherer und schonender für Personal und Material vonstatten. Nach kurzer Eingewöhnung waren die Mitarbeiter in der Lage, die Beschickung der Plattensäge allein bzw. mit reduziertem Personal- und Zeitaufwand vorzunehmen. Dass sie dadurch nicht nur rationeller arbeiten, sondern auch körperlich entlastet werden, motiviert die Mitarbeiter zusätzlich. Die Praxis bestätigt somit, was Claudius Schaber schon von Anfang an wusste: Mit der effizienten Be- und Entladung steht und fällt der Produktivitätszugewinn durch die modernen Plattensäge.
Über Schaber

Die Schreinerei Schaber in Freudenstadt ist ein Handwerks- und Familienbetrieb, der im Jahr 1929 von Friedrich Schaber gegründet wurde. Im Jahr 1995 hat Sohn Claudius mit seiner Frau Anke den väterlichen Betrieb übernommen und modernisiert. Heute ist die Schreinerei Schaber ein moderner Handwerks- und Servicebetrieb für individuelle, kluge Kundenlösungen: kreativ, persönlich und termingetreu sind Attribute, die sich das Unternehmen auf die Fahnen geschrieben hat.
Schreinerei Schaber, E-Mail: [email protected], www.schreiner-schaber.net
J. Schmalz GmbH, E-Mail: [email protected], www.schmalz.com









