Behälter- & Palettenpooling

Flexibles Pooling zu fairen Konditionen

Palettenpooling-Dienstleister PAKi und Logistik-Dienstleister Dachser haben sich in einer gemeinsamen Stellungnahme Gedanken zur über die im Markt diskutierte Praxis zum Tausch im offenen Pool gemacht. Materialfluss dokumentiert die Expertenmeinungen.

PAKis Firmensitz in Ennepetal
PAKis Firmensitz in Ennepetal. Foto: Ortrud Stegner

Den Anfang macht Christian Kühnhold, CEO von von Pooling Partners und verantwortlich für PAKi Services: „Als langjähriger Dienstleister in diesem Segment kennen wir die handelsüblichen Gebräuche sehr gut. Unsere Kunden nutzen unsere Dienstleistungen, um das Pooling tauschfähiger Ladungsträger zu vereinfachen.

Dabei geht es uns darum, die Flexibilität des Tauschpools der Europalette optimal zu nutzen und die Effizienz dieses Systems zu steigern. Wir organisieren europaweit die Bedarfe der Nutzer in der Supply Chain so, dass Kosten für Leertransporte entfallen und alle Qualitätsanforderungen gedeckt werden. Wenn jeder in der Supply Chain Beteiligte verantwortungsvoll mit dem System umgeht, können Prozesse optimiert und Kosten gespart werden.

Christian Kühnhold
„Der offene Pool ist per Definition der einzige universell einsetzbare.“ Christian Kühnhold, CEO PAKi Logistics - Foto: PAKi Logistics

Dabei ist ein zentrales Thema das praktizierte Sortieren von Qualitäten in Distributionszentren und die damit verbundene Abwicklung mit dem Palettenschein von dem durch Handelshäuser eingesetzte Dienstleister. Ist der eingesetzte Palettenschein nicht an Dritte übertragbar, wird an dieser Stelle die Flexibilität des offenen Pools eingeschränkt. Der Inhaber des Scheins ist gezwungen, die Abwicklung des Ausstellers zu verfolgen, beziehungsweise zu beanspruchen. In Zusammenarbeit mit der GS1 sowie Vertretern aus Industrie, Handel und Logistikunternehmern wird die Handelbarkeit des Palettenscheins vorangetrieben. Unser Ziel ist es, dass dieses seit Jahren eingesetzte und bewährte Dokument übertragbar bleibt, um allen Beteiligten die Möglichkeit zu überlassen, die für ihn günstigste Verwendung zu nutzen.

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Auch beim Sortieren von Qualitäten setzen wir auf Effizienz. Da gilt es große Mengen mit geringem Prüfaufwand zu separieren. Alles andere verursacht Kosten zu Lasten anderer Teilnehmer in der Supply Chain. Wir distanzieren uns vom Wettbewerb ausgeübten Geschäftspraktiken im offenen Pool, die Prozesse unnötige mit Mehrkosten belasten. Unser Angebot ist genau auf die Anforderungen unserer Kunden angepasst.

Seit mehreren Jahren setzten wir ein Qualitätssystem ein, an welchem sich unsere Kunden orientieren können. Die richtige Qualität zum richtigen Preis ist bei uns Bestandteil unseres Angebotes und der Vorteil des offenen Pools. Unser Veredelungstausch ermöglicht durch Anlieferung der höheren Qualität und Rückgabe anderer gebrauchsfähiger Qualitäten ein Ausgleich der Bestände ohne stetiges Anwachsen durch externe Zukäufe.

Unpaarige Warenströme verursachen teure Leergutüberhänge

Jens Müller
„Die Netzwerke von Dachser und PAKi können sich ergänzen und eine profitable und nachhaltige europäische Zusammenarbeit entwickeln.“ Jens Müller, Head of Network Management Organization bei Dachser - Foto: Dachser

Von diesem Angebot machen neben der Industrie und dem Handel viele Logistik- und Transportunternehmen Gebrauch. Besonders nachhaltig und kosteneffizient wird die Abwicklung über lange Distanzen, sowohl national als auch über europäische Länder hinweg. Unsere europäische Ausrichtung ermöglicht vielen unserer Kunden eine Optimierung ihres internationalen Paletten-Managements. Unpaarige Warenströme verursachen Leergutüberhänge, die durch Rücknahme in ganz Europa ausgeglichen werden. Dafür werden andere Standorte sofort mit der richtigen Qualität versorgt. Das bieten wir nicht nur für die Europalette an, sondern auch für andere tauschfähige Ladungsträger, wie die Euro Gitterbox oder Düsseldorfer Palette an. Das Logistikunternehmen Dachser zum Beispiel nutzt unsere Dienstleistung insbesondere für Warenströme nach Frankreich, aber auch nach Polen und anderen europäischen Ländern.

Die Vorteile der tauschfähigen Europalette liegen auf der Hand. Je nach Bedarf und Anforderung entscheidet jeder Nutzer flexibel, welche Lösung am günstigsten ist. Ob in Eigenregie oder mit einem Dienstleister. Der offene Europaletten-Pool ist der einzige mit ca. 500 Millionen Europaletten im Umlauf, ca. 450 zertifizierten Produktionsbetrieben und ca. 1.000 Reparaturbetrieben und damit der größte in Europa. Die Anzahl der Nutzer vermögen wir nicht zu beziffern. Aber systembedingt wagen wir die Aussage: „Unzählbar hoch“.  Der offene Pool ist per Definition der einzige universell einsetzbare.“

intra_logistic_kastenbild

Intra meint: Männer...

Oder anders gesagt: Man, man, man ... Ich will hier ja nicht schon wieder einen auf Mädchen machen und auf weibliche Intuition und unsere diplomatischen Kräfte verweisen. Aber dass der aktuell schwelende Palettentausch-Streit (um den sich der Artikel auf dieser Seite nicht dreht, der aber ebenso Gesprächsthema in der Branche ist) überflüssig ist und dem Markt insgesamt mehr schadet, als nützt, ist auch klar. Es bedarf eines runden Tischs, der erst nach einer Lösung wieder verlassen werden darf. Sand in ein gut laufendes Getriebe zu werfen, ist kindisch. Was sag ich denn, männlich!

„PAKi löst für uns projektbezogen den Qualitätsunterschied“

Jens Müller, Head of Network Management Organization, European Network Management & Logistics Systems bei Dachser, sieht die Sachlage so: „Bei Dachser benötigen wir in der Verladung für unsere Kunden in vielen Fällen höhere Qualitäten. Es sind neuwertige (analog GS1 Klasse A), maschinentaugliche (analog GS1 Klasse B) und vereinzelt neue Europaletten, die von PAKi bedarfsgerecht angeliefert werden. Die Rückgabe der Paletten erfolgt an den Lieferpunkten der Dachser Kunden oder bei Dachser Niederlassungen mit Leergutüberhängen, die über ganz Europa verteilt sind, in der Regel in gemischter, gebrauchsfähiger Qualität. Meist können wir nur eine begrenzte Anzahl dieser Paletten an dem jeweiligen Ort verwenden und geben PAKi die Überhänge dann einfach zurück. So löst PAKi für uns projektbezogen den Qualitätsunterschied zwischen Anlieferung und Abholung. Gleichzeitig vermeiden wir so die Rückführung leerer Paletten über teils europaweite Distanzen. Gerade hier können sich die Netzwerke von Dachser und PAKi ergänzen und eine profitable und nachhaltige europäische Zusammenarbeit entwickeln.“

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