Paletten

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PPWR-konforme Paletten für die Chemielogistik

Chemiepaletten sind seit 1991 der Palettenstandard in der Chemielogistik. Die European Pallet Association e.V. (EPAL) hat mit großen Chemieunternehmen die technischen Spezifikationen aktualisiert. Dies soll den problemlosen Einsatz von EPAL-CP-Paletten in automatisierten Logistikprozessen gewährleisten.

Chemiepaletten müssen, ganz besonders für den Einsatz in automatisierten Verwendungen, bestimmte Qualitätsmerkmale erfüllen. © Epal

Durch die Integration der Chemiepaletten (CP-Paletten) in den EPAL-Palettenpool profitiert die Chemieindustrie von der unabhängigen Qualitätssicherung der EPAL. Zugleich erfüllen die Chemie- unternehmen mit dem Einsatz von EPAL-CP-Paletten die Anforderungen der EU-Verpackungsverordnung Packaging and Packaging Waste Regulation (PPWR) an die Wiederverwendbarkeit von Transportverpackungen.

Neun Typen als Industriestandard

Chemie-Paletten (CP-Paletten) sind zu Beginn der 1990er Jahre von der Chemieindustrie in Zusammenarbeit mit den Herstellern von Holzpaletten entwickelt worden, darunter auch viele Hersteller von EPAL-Paletten. Aufgrund der besonderen Abmessungen von Behältern für Chemieprodukte, wie zum Beispiel Fässer, Sackwaren, Big Bags oder Oktabins, sind für den Transport und die Lagerung von Chemieprodukten spezielle Palettenformate erforderlich. Seit 1991 werden daher in der Chemielogistik neun Typen von CP-Paletten verwendet (CP1–CP9) und haben sich zum Industriestandard entwickelt.

Einheitliche Qualität essenziell

Seit einigen Jahren sind jedoch Probleme beim Einsatz von CP-Paletten aufgetreten. Die fehlende Qualitätssicherung von CP-Paletten hat dazu geführt, dass diese in der Praxis häufig nicht mehr eine einheitliche und genormte Qualität aufgewiesen haben. EPAL reagierte im Jahr 2018 hierauf und führte die EPAL-CP-Paletten ein, die in den vergangenen Jahren kontinuierlich Marktanteile gewonnen haben, insbesondere in internationalen Lieferketten. Mehrere große Chemieunternehmen haben im Jahr 2025 angekündigt, ab 2026 ausschließlich EPAL-CP-Paletten zu kaufen und einzusetzen. Gleichzeitig haben die Chemieunternehmen mit EPAL eine Zusammenarbeit zur Weiterentwicklung der technischen Spezifikationen von CP-Paletten begonnen. Für die Entscheidung großer Chemieunternehmen zur Verwendung von EPAL-CP-Paletten gibt es mehrere Gründe: Die Qualitätssicherung der EPAL gewährleistet die hohe Qualität von EPAL-CP-Paletten. Das ist beim Transport von Chemieprodukten und Gefahrgütern besonders wichtig. Mit der zunehmenden Automatisierung von Logistikprozessen sind auch einheitliche und zuverlässige Abmessungen der CP-Paletten wichtig. Bereits wenige Millimeter Abweichung bei den Paletten-Abmessungen können dazu führen, dass Störungen bei der automatisierten Beförderung oder Einlagerung von beladenen CP-Paletten auftreten. Die Normierung und die Qualitätssicherung der EPAL sind daher von besonderer Bedeutung für die fortschreitende Automatisierung der Chemielogistik.

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PPWR: ab 2030 mindestens 40 Prozent wiederverwendbar

Ebenso bedeutsam sind regulatorische Anforderungen: Am 11. Februar 2025 trat die EU-Verpackungsverordnung PPWR in Kraft. Darin ist unter anderem geregelt, dass ab 2030 mindestens 40 Prozent der Transportverpackungen wiederverwendbar sein müssen. Für Transporte zwischen Betrieben desselben Unternehmens und für Transporte in einem EU-Mitgliedsstaat gilt sogar ein 100-Prozent-Wiederverwendungsziel. Dies betrifft auch CP-Paletten. Als wiederverwendbar gelten Paletten und andere Verpackungen allerdings nur dann, wenn sie Teil eines Wiederverwendungssystems sind, das den Anforderungen der PPWR entspricht. Der EPAL-Palettenpool ist ein solches Wiederverwendungssystem; mit dem Einsatz von CP-Paletten gewährleisten die Chemieunternehmen daher die PPWR-Konformität ihrer Palettenlogistik.

Der Einsatz von qualitätsgesicherten EPAL-CP-Paletten optimiert auch die Dauer der Wiederverwendung von Paletten. Sie können über mehrere Jahre hinweg eingesetzt und wiederverwendet werden, das reduziert Kosten und fördert die Nachhaltigkeit der Chemielogistik. Die Teilnahme an der Kreislaufwirtschaft des EPAL-Palettenpools ist daher mitunter auch ein wichtiger Aspekt in der Nachhaltigkeitsberichterstattung der Chemieunternehmen.

Digitalisierung für mehr Transparenz

Der nächste Entwicklungsschritt wird die Digitalisierung der EPAL-CP-Paletten sein. Die Kennzeichnung von EPAL-CP-Paletten mit QR-Codes ist bereits vorbereitet und erlaubt die einfache Rückverfolgung von Warentransporten, was in der Chemieindustrie besonders wichtig ist. Auch der Einsatz von aktiven Trackern bei EPAL-CP-Paletten ist Gegenstand der Fortentwicklung von EPAL-CP-Paletten im EPAL Innovation Lab.

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