Preisverleihung

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IFOY Award 2026: Die Gewinner stehen fest

In Stuttgart wurden vor rund 150 geladenen Gästen aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Medien die Gewinner des IFOY Award 2026 aus fünf Nationen geehrt. Ein Punktegleichstand beim Juryvoting in der Kategorie Warehouse Robot Systems sorgte für eine Premiere in der 14‑jährigen Geschichte des Wettbewerbs.

© IFOY Award / Karl-Josef Hildenbrand

In dieser Kategorie teilen sich Libiao Robotics und Nomagic den Sieg. Weitere Awards gehen an Idealworks, Jungheinrich, The Mobile Robot Company und Wiltsche Fördersysteme. Als IFOY Start-up of the Year 2026 wurde Pyck ausgezeichnet. Gastgeber der Preisverleihung war der IFOY Eventpartner AEB.

Von insgesamt 49 eingereichten Produkten und Lösungen schafften es 17 ins Finale. Diese Finalisten stellten sich im April beim Test Camp Intralogistics dem mehrstufigen IFOY-Audit.

Künstliche Intelligenz prägt den Wettbewerb

„KI ist das Megathema unserer Zeit und es war das beherrschende Thema dieses IFOY Award Durchgangs. Im Audit haben die Finalisten eindrucksvoll gezeigt, was in der Praxis durch den Einsatz von KI möglich ist. Die Entscheidung war ein Krimi mit vielen Überraschungen in einem außergewöhnlich starken Teilnehmerfeld“, sagte Anita Würmser, Geschäftsführende Vorsitzende der IFOY-Jury, in Stuttgart.

Integrated Customer Solutions: Jungheinrich liegt vorn

In der IFOY-Kategorie Integrated Customer Solutions machte Jungheinrich das Rennen. Die Jury zeigte sich von der KI-gestützten Warehouse-Management-Lösung für das neue zentrale Ersatzteillager von Liebherr in Ehingen überzeugt. Das System steuert sämtliche Lager- und Versandprozesse auf einer zentralen Plattform – vom Paletten-Hochregallager mit 18.000 Stellplätzen über das Kleinteile Shuttle-Lager mit 40.000 Behälterstellplätzen bis hin zu neun manuellen Lagerbereichen.

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Warehouse Robot Systems: Punktegleichstand zwischen Libiao Robotics und Nomagic

Denkbar knapp war es bei den Finalisten in der Kategorie Warehouse Robot Systems. Aufgrund eines Patts beim Juryvoting gab es erstmals in der Geschichte des IFOY Award zwei Sieger in einer Kategorie: Libiao Robotics aus China und Nomagic aus Polen.

Libiao Robotics überzeugte die Jury mit AirRob PRO, einer Automatisierungslösung, die Robotik, Fördertechnik und Lagerung in einer einzigen, einfach integrierbaren Lösung vereint.

Nomagic punktete mit dem Shoebox Picker, einer Robotiklösung für die automatisierte Handhabung von Schuhkartons im E-Commerce.

Intralogistics Software: Idealworks gewinnt

Idealworks überzeugte die Jury in der Kategorie Intralogistics Software mit dem Idealworks Orchestration System (OS), einer cloudbasierten Plattform zur zentralen Steuerung und Vernetzung unterschiedlichster Fahrzeuge, Systeme und Geräte in der Intralogistik.

Industrial Truck of the Year: The Mobile Robot Company macht das Rennen

Den Titel Industrial Truck of the Year sicherte sich The Mobile Robot Company aus Dänemark für den J1600 self-driving pallet jack. Der Palettenhubwagen mit 1,6 Tonnen Tragfähigkeit kann sowohl wie ein herkömmlicher Elektro-Hubwagen genutzt als auch mithilfe von 3D-LiDAR-Technologie autonom durch Lager- und Produktionsumgebungen navigiert werden.

Special of the Year: Wiltsche Fördersysteme mit Destuff-it

In der Kategorie Special of the Year setzte sich Wiltsche Fördersysteme nach einem engen Rennen mit dem mobilen Container-Entladesystem Destuff-it aus Kanada durch.

Die batteriebetriebene Anlage unterstützt Mitarbeitende beim Be- und Entladen von Paketen bis zu 74 Kilogramm. Ein höhenverstellbares Förderband bringt die Anlage direkt an die Ladung heran, sodass schwere Hebe-, Dreh- und Streckbewegungen weitgehend entfallen.

Start-up of the Year: Pyck

Vier junge Unternehmen kämpften beim IFOY Spin-off Award Start-up of the Year um den Sieg. Durchsetzen konnte sich Pyck aus Deutschland mit seinem Open-Source-Toolkit for Warehousing Software.

Das Start-up hat ein modulares System entwickelt, das mithilfe von KI-Lagerprozesse abbildet und daraus automatisch die passende Software erzeugt. Im Unterschied zu klassischen Warehouse-Management-Systemen legt Pyck keine festen Abläufe fest. Stattdessen können Logistikexperten Prozesse, Datenstrukturen und Benutzeroberflächen flexibel selbst definieren und erweitern.

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