Antriebstechnik in der Intralogistik

Alexandra Hose,

Neuer Axial-Flux-Motor für Fördersysteme

Avancon hat einen neuen Axial-Flux-Motor für seine Fördertechnik entwickelt. Der besonders flache Antrieb soll die Energieeffizienz erhöhen, die Wärmeableitung verbessern und sich nahtlos in die geschlossenen Fördererprofile integrieren.

© Avancon SA

Der Schweizer Intralogistikspezialist Avancon hat einen neuen Axial-Flux-Motor für seine ZPC- und OTU-Fördersysteme vorgestellt. Die nur 20 Millimeter flachen Motoren werden im eigenen Werk gefertigt und sind vollständig in den geschlossenen Aluminiumrahmen der Förderer integriert. Dadurch bleiben sie von außen unsichtbar und sorgen für ein schlankes Anlagen-Design.

Die Wärme wird über den stranggepressten Aluminiumrahmen nach außen abgeführt. Im Normalbetrieb liegt die Motortemperatur bei etwa 40 °C. Ein automatischer Thermoschalter unterbricht die Stromversorgung, sobald die Temperatur 60 °C überschreitet. Mögliche Ursachen sind verschlissene Motorkomponenten, Lagerprobleme, Defekte an Zahnriemen oder Förderband sowie Blockaden durch Transportgüter. In solchen Fällen fordert die Software eine Überprüfung durch einen Servicetechniker an.

© Avancon SA

Der bürstenlose Gleichstrom-Flachgetriebemotor arbeitet mit 48 Volt und 40 Watt. Getriebe, Gehäuse und Zahnräder bestehen aus verstärkten, hitzebeständigen Polymerwerkstoffen. Das 15 Millimeter hohe Getriebe überträgt die Motordrehzahl über ein Planetengetriebe mit einer Untersetzung von 1:37 auf das Antriebssystem der jeweiligen Förderzone.

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Laut Avancon ist der neue „Axial Flux“-Motor effizienter als herkömmliche Antriebe. Er arbeite kühler, passe in geschlossene Profile und ermögliche eine einfache Kraftübertragung auf die einzelnen Förderzonen.

Die Motorsteuerung erfolgt über eine separate elektronische Einheit, die über acht Kabel mit dem Antrieb verbunden ist und über den ASi-Bus mit dem Gesamtsystem kommuniziert. Die Anbindung an übergeordnete Bus- und IT-Infrastrukturen erfolgt über ein Gateway, alternativ sind Anpassungen an andere Bussysteme möglich.

Für die Omnidirectional Transfer Units kommen zwei Axial-Flux-Motoren zum Einsatz: einer für den Radantrieb und einer für den Richtungswechsel. Nach Unternehmensangaben können zwei BLDC-Axial-Flux-Motoren bis zu zehn OTU-Module antreiben. Die OTUs lassen sich flexibel als Weichen, Kurven, Übergaben, Kreuzungen oder Sortierer einsetzen und basieren stets auf derselben Konstruktionsplattform.

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