Editorial materialfluss 05/2019
Von Machern und Helden
Mal ganz ehrlich: Sind Sie ein Held und stets für außeralltäglich-besondere Leistungen zu haben? Ein Held mit allem drum und dran? Mutig, idealistisch, tugendsam? Spätestens mit letzterem hätte ich so meine Probleme. Logistikheld. Fürwahr ein seltsamer Ausdruck, zu lesen auf der Flagge der unlängst gestarteten, gleichnamigen Imagekampagne. Sie soll auf die Rolle der Logistik in unserem täglichen Leben hinweisen, Stichwort „heute bestellen, morgen jubeln“, arme Lastwagenfahrer und so.
Denn die Konsumwünsche der deutschen Bevölkerung muss ja jemand umsetzen und transportieren. Soweit bin ich natürlich im Einklang mit der Kampagne. Mir persönlich trägt der Ausdruck „Held“ dennoch zuviel Pathos in sich. Kommen wir zu den Machern der Kampagne, den „Wirtschaftsmachern“. So bezeichnet sich die initiierende Gruppe von Logistikern. Sie zielt ebenfalls darauf ab, dass die Logistik Wirtschaft erst ermöglicht (oder waren das nicht Angebot und Nachfrage? Egal ...). Das ist richtig(er): Die Logistik macht, und das täglich, zuverlässig und nicht nur, wenn es eine schöne Jungfrau zu freien oder einen bösen Drachen zu besiegen gilt.
Stichwort Heldensagen. Ich freue mich heute mitteilen zu können, dass WEKA BUSINESS MEDIEN mit den Logistik-Fachmedien materialfluss und LT-manager seit kurzem als „Mitmacher“ die Wirtschaftsmacher nun offiziell unterstützt. Am tugendhaften Heldentum arbeite ich seitdem noch eifriger, versprochen!
Machen statt reden war auch das Motto der IFOY Awards: Die Gala, diesmal Ende April in Wien als Bei-Veranstaltung des sogenannten Hermes Verkehrslogistikpreises ausgetragen, sah sechs ebenso erfolgreiche wie innovative Unternehmen. Deren Geschäftsführer und Verantwortliche schauten am nächsten Morgen trotz ausgiebiger After-Show-Feier sehr heldenhaft beim traditionellen materialfluss ROUND TABLE vorbei – das Gespräch gibt‘s exklusiv, hier im Fachmedium der Intralogistik ab Seite 26.
Herzliche Grüße!
Martin Schrüfer
Leitender Chefredakteur










