Logistik-Dienstleister

Mehr Wert schaffen

Immer häufiger erwarten die Kunden von ihren Logistik-Dienstleistern Services, die über Transport, Umschlag und Lagerhaltung hinausgehen. In seinem modernen Shared Logistics Center in Hildesheim übernimmt DB Schenker Montagearbeiten für einen Automobilzulieferer und Schlossertätigkeiten für einen Tresorhersteller.

Diese Beispiele zeigen auf, welchen Beitrag zur Wertschöpfung diese Value-Added-Services leisten.

Shared Logistics Center in Hildesheim - Foto: Schenker Deutschland AG
Foto: Schenker Deutschland AG

Die Kooperation mit Logistikexperten eröffnet nicht selten die Chance, scheinbar unlösbare „Probleme“ innerhalb der Supply Chain noch einmal neu zu überdenken und gemeinsam kreative Lösungen zu erarbeiten. Nur wenn Kontraktlogistik individuell auf den Kunden abgestimmt ist, kann sie einer Inhouse-Lösung langfristig überlegen sein und stellt für den Kunden ökonomisch sowie qualitativ eine interessante Option dar.

IT als Schlüssel der kooperativen Logistik

Sowohl für die logistischen Zusatzleistungen – beispielsweise Verpackung, Co-Packing, Etikettierung oder Zollabwicklung – als auch für nicht-logistische Zusatzleistungen (zum Beispiel Montagearbeiten) müssen die ausgelagerten Dienstleistungen perfekt in die IT-Systeme des Kunden eingebunden werden. So lässt sich der erforderliche Integrationsgrad verwirklichen, um alle mit der Supply Chain zusammen hängenden Informationsflüsse effizient und transparent für beide Seiten zu managen.

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Endmontage von Fahrzeugantennen

DB Schenker Logistics übernimmt für den Automobilzulieferer Laird Technologies die Endmontage von so genannten Haifisch-Antennen und beliefert direkt das Werk eines Automobilherstellers im europäischen Ausland. Die Elektronik wird in fünf Varianten in Fernost gefertigt und kostengünstig per Seefracht transportiert. Die Gehäuse in 17 unterschiedlichen Farben werden hingegen in Fulda produziert. Eine Endmontage in Fernost wäre wegen der Transportkosten und langen Vorlaufzeiten unwirtschaftlich. DB Schenker baute im Shared Logistics Center in Hildesheim eine Werkstatt zur Endmontage der Fahrzeugantennen auf. Die Montagelinie verfügt über einen vor elektrostatischer Entladung geschützten Bereich, so dass die empfindliche Elektronik nicht geschädigt wird. Das Personal, das die Antennen auf Abruf zusammensetzt, wurde speziell geschult. DB Schenker Logistics kümmert sich um die komplette Supply Chain dieser Baugruppe, wozu auch die Steuerung der Bedarfsplanung von Teilekomponenten zählt. Laird kann durch dieses Modell nun äußerst flexibel auf Abrufschwankungen oder auch Bestelländerungen reagieren.

Hierzu werden in der Regel kundenspezifische Schnittstellen vom Lagerverwaltungssystem zum Enterprise Ressource Planning des Kunden geschaffen. Der Kunde hat durch die Bereitstellung von wichtigen intralogistischen Key-Performance-Indikatoren (KPI) jederzeit Kontrolle über die ausgelagerten Dienstleistungen. Mögliche Kennzahlen sind beispielsweise die Anzahl im Warenein- und -ausgang abgefertigter Paletten, die Anzahl an Kommissionieraufträgen, Schadensquoten, Tagesproduktivität sowie die Auslastung der Mitarbeiter.

Vorzeige-Standort in Hildesheim

Dies ist essenziell, denn Kontraktlogistik fordert ein großes Vertrauen in den Partner. Zumal dann, wenn ihm zum Beispiel auch die selbstständige Steuerung der Bedarfsplanung von Teilekomponenten übertragen wird, was in der Kontraktlogistik für Automobilzulieferer gang und gäbe ist.

DB Schenker Logistics sieht in Value Added-Services ein großes Potenzial und baut daher systematisch seine Kompetenzen und Kapazitäten in diesem Bereich weiter aus. Ein Vorzeige-Standort für moderne Kontraktlogistik ist das Shared Logistics Center in Hildesheim. Hier werden unterschiedliche Kunden aus den Branchen Electronics und Industrial betreut.

Logistik plus komplexe Schlosserarbeiten

Foto: Schenker Deutschland AG / Werner Kaiser
Für den Automobilzulieferer Laird setzt DB Schenker in Hildesheim Fahrzeugantennen zusammen. - Foto: Schenker Deutschland AG / Werner Kaiser

Ein Beispiel für eine integrierte Kontraktlogistik-Lösung am Standort Hildesheim ist Gunnebo, ein schwedischer Hersteller von Sicherheitstechnik und Tresoren, der die komplette Tresor-Lagerhaltung für Europa an DB Schenker Logistics übertragen hat. Möglich wurde dies erst dadurch, dass DB Schenker Logistics für Gunnebo zusätzlich komplexe Schlosser-Dienstleistungen am Lagerstandort übernimmt.

Die Ausstattung der Tresore können Kunden über die Website von Gunnebo individuell konfigurieren. Dass der fertige Tresor mit den gewünschten Merkmalen möglichst schnell ausgeliefert werden kann, dafür sorgen erfahrene und speziell geschulte Schlosser von DB Schenker. Sie kümmern sich nicht nur um den Austausch oder den Einbau zusätzlicher Schlösser und legen Regalböden ein, sie fertigen auch Zusatzschlüssel und bohren Löcher für die Verankerung des Tresors, der vielleicht einmal als Hotelsafe in einem Schrank montiert wird. Sogar das Umlackieren übernimmt DB Schenker für seinen Kunden durch die enge Kooperation mit einer Lackiererei am Ort. Aber auch das Aufkleben von Stickern oder Plaketten gehört zum Aufgabenspektrum. Neben diesen nicht-logistischen Handwerksleistungen wickelt DB Schenker auch klassische logistische Value Added-Services für Gunnebo ab, wie die Verpackung für den Export.

Mit DB Schenker kann Gunnebo Wertschöpfungsschritte an den Logistikdienstleister auslagern, die das Produkt erst nach erfolgter Kundenorder individualisieren. Dies ist ein Erfolgsmodell, um viele Wertschöpfungsketten mit ausgeprägtem Individualisierungsgrad effizienter und wirtschaftlicher zu gestalten. Seine Lagerhaltungskosten konnte Gunnebo durch die Auslagerung seiner Logistik stark reduzieren. Heute nutzt Gunnebo rund 7.000 Quadratmeter Lagerfläche. Hier stehen auf speziellen Schwerlastpaletten die Tresore und Schränke, die zwischen 200 und 300 Kilogramm wiegen, in Einzelfällen sogar eine Tonne.

Wettbewerbsfähigkeit des Kunden steigern

„Unsere Stärke ist, dass wir uns mit den Produktionsprozessen und den komplexen internationalen Supply-Netzwerken unserer Kunden im Detail vertraut machen“, sagt Jens Hauk, Leiter Vertrieb der Geschäftsstelle Hannover der Schenker Deutschland AG. „Nur was man wirklich kennt, kann man besser machen. Die Herausforderung ist dabei die enge Verzahnung von Logistik, Produktion und IT und die daraus resultierende Komplexität. Hier ist Know-how in ganz unterschiedlichen Disziplinen gefragt: Technik, Controlling, IT, Qualitätssicherung, und nicht zuletzt juristische Aspekte, zum Beispiel bei der Lagerung und dem Versand von Gefahrgütern wie Akkus. Wir haben für all dies Experten im eigenen Haus. Damit sind wir in der Lage, ganzheitliche Lösungen zu gestalten, die die Wettbewerbsfähigkeit unserer Kunden nachhaltig steigern.“

Felix Berthold

Kontakt:

Schenker Deutschland AG D-65451 Kelsterbach Tel.: 0 61 07 / 74-00 E-Mail:

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