Lager- & Kommissioniertechnik

Une Solution en Français

Jus de Fruits d´Alsace hat ein neues Hochregallager erhalten. Doch bevor dieses in Betrieb gehen durfte, musste eine Einsturzstudie die Sicherheit des Silos gewährleisten – eine französische Besonderheit. Die voestalpine Krems Finaltechnik GmbH baut mit dem dritten Projekt bei LSDH in der Getränkeindustrie ihre Präsenz auf dem französischen Markt weiter aus. Der Start des neuen Lagers bei Jus de Fruits d‘Alsace (JFA) erfolgte Anfang des Jahres. In den letzten beiden Jahren hat der französische Safthersteller 15 Mio. Euro in seine Logistik investiert, um diese den gestiegenen Anforderungen anpassen und effizienter gestalten zu können. Bisher wurden die Produkte an drei verschiedenen Standorten in manuellen Blocklagern deponiert. Ein Ziel der Restrukturierung war daher die Zentralisierung des Warehousing einhergehend mit einer Kapazitätserweiterung und Erhöhung der Flexibilität durch Automatisierung. Um dies zu realisieren errichtete das Unternehmen an seinem Standort Sarre-Union auf einer Fläche von 5.000 m² ein neues 35 m hohes Gebäude mit automatischem Silolager. Dieses bietet eine Kapazität für 35.136 Europaletten (1.300 x  900 mm, inkl. Überstände).

Die voestalpine Krems Finaltechnik GmbH, auf Hochregallager spezialisiertes Tochterunternehmen des österreichischen Stahlkonzerns voestalpine AG, hat bereits 2008 ein Projekt bei LSDH zusammen mit viastore realisiert. Auf Wunsch der Gruppe sollte nun 2011 in Sarre-Union ein baugleiches Lager errichtet werden. Mit der Bauplanung hierfür wurde das französische Unternehmen O.T.E. Angimerie beauftragt. Die Verantwortung der Projektierung und Realisierung für den Logistikteil wurde dem deutschen Konzern Krones AG übergeben.

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Hochregallager
Jus de Fruits d´Alsace hat ein neues Hochregallager erhalten. Doch bevor dieses in Betrieb gehen durfte, musste eine Einsturzstudie die Sicherheit des Silos gewährleisten – eine französische Besonderheit.

Die Krones AG mit Hauptsitz in Neutraubling beschäftigt weltweit rund 12.000 Mitarbeiter und generierte 2012 einen Jahresumsatz von 2,664 Mrd. Euro. Das Unternehmen versteht sich als „Rund-um-Partner“ für seine Kunden, die schwerpunktmäßig aus der Getränkebranche – aber auch aus der Nahrungs- und Genussmittelindustrie sowie der chemischen, pharmazeutischen und kosmetischen Industrie stammen. Krones definiert sich als Systemanbieter. Zu diesem ganzheitlichen Konzept gehören daher nicht nur die Planung, Entwicklung und Fertigung von Maschinen und kompletten Anlagen für die Bereiche Prozess-, Abfüll- und Verpackungstechnik. Das Produktportfolio wird desweiteren ergänzt durch Intralogistik, Informationstechnologie und Fabrikplanung sowie eine Ventilproduktion. Die eigenen positiven Projekterfahrungen innerhalb der Intralogistik mit voestalpine Krems Finaltechnik bekräftigten den Wusch des Fruchtsaftherstellers für die Vergabe des Stahlbaus an den Kremser Hochregallagerspezialisten.

Neues Silolager Das neue Silolager mit den Maßen 84 m Länge, 61 m Breite und 37,5 m Höhe dient zur Lagerung der Fertigprodukte bei Raumtemperatur. Unterteilt in acht Gassen und dreifachtief stehen auf 15 Ebenen 35.136 Palettenplätze mit einer Belastung von 800 bis 1.100 kg pro Palette der Lagerung von Fruchtsaft in Tetrapak und kleinen Glasflaschen zur Verfügung. Das neue Lagerlogistikkonzept soll vor allem die kurzfristige Verfügbarkeit der rund 500 Produktzusammenstellungen ermöglichen: Für eine Leistung von 210 Paletten- Einlagerungen und 280 Paletten-Auslagerungen pro Stunde „rund um die Uhr“ im 3-Schichtbetrieb ist eine Verfügbarkeit von 98,8 % gegeben.

Französische Besonderheit In Frankreich ist es den Versicherern von Lagergebäuden laut Gesetz vorgeschrieben eine so genannte Einsturzstudie durchführen lassen zu müssen, welche z. B. für den Fall eines Brandes sicherstellt, dass der Einsturz des Lagerregals – im Sinne einer Schadensbegrenzung des Gebäudes und seiner äußeren Umgebung – nach innen und nicht nach außen erfolgt. Diese wurde durch das Unternehmen Efectis durchgeführt und war zusätzlich von Bedeutung, da die Fassade direkt am Stahlbau angebracht wurde. Von voestalpine Krems Finaltechnik waren daher besondere Anforderungen an die Statik des Regals gestellt.

Die maßgeblichen Kriterien von Krones bei der Vergabe des Stahlbaus an voestalpine Krems Finaltechnik wie Kompetenz und Zuverlässigkeit bezüglich Produkt und Dienstleistung sind auch in diesem Projekt wieder zum Tragen gekommen. Wie Krones Projektleiter Wolfgang Puhani hervorhob, ist nicht nur auf die Stahlkonstruktion von voestalpine „ein Leben lang“ Verlass, sondern auch deren Montage insofern beeindruckend, als dass das Zeitmanagement extrem gut abläuft: Die 16 anvisierten Wochen für den Aufbau des Stahlregals wurden unter der vaKFProjektleitung von Rudolf Zettl sogar noch unterboten. „Für uns muss ein Partner in einem solchen Projekt auch Flexibilität besitzen, denn es gilt viele Beteiligte zu koordinieren. Daher war es gut, dass auch nachträgliche Modifikationen für voestalpine Krems Finaltechnik kein Problem darstellten“, so Puhani. Parallel zu diesem Projekt wurde mit beiden Unternehmen für die Gruppe LSDH bei der Laiterie de Varennes ein weiteres Lager – spiegelbildlich, nur eine Gasse weniger – errichtet.

Über Jus de Fruits d´Alsace

Die Gruppe Laiterie de Saint-Denis-de-l’Hôtel (LSDH) ist in Frankreich mit der Verarbeitung, Abfüllung und Verpackung von flüssigen Lebensmittelprodukten nicht nur einer der letzten unabhängigen Produzenten von Trinkmilch, sondern auch national bedeutender Abfüller und Verpacker von Fruchtsäften. Für dieses Geschäftsfeld gibt es die Partnerschaft mit Jus de Fruits d‘Alsace (JFA). Das Unternehmen produziert im Elsass zwischen Strasbourg und Metz am Standort Sarre-Union Frucht- und Gemüsesäfte, Nektare und Getränke aus Früchten, welche abgefüllt in Glasflaschen und Kartons der Industrie, dem Einzelhandel und Grossisten angeboten werden. Zu den Kunden zählen Eckes Granini FRANCE und Pepsico FRANCE, sowie Supermarktketten wie Carrefour, Casino, Intermarché oder Metro. Gegründet 2008, gehen jedoch die Geschäftsaktivitäten, auf die das junge Unternehmen aufbauen konnte, bereits in die 1950er Jahre zurück, wo damals an diesem Standort mit der Produktion von Apfelsaft begonnen wurde. Heute beschäftigt JFA 233 Mitarbeiter und generiert einen Umsatz von 164 Mio. Euro. Dies inkludiert eine Jahresleistung von 244 Mio. produzierten Litern und 300 Mio. verkauften Packungen.

Kontakt: Jus de Fruits d´Alsace F-67260 Sarre-Union E-Mail: [email protected] www.jusdefruitsalsace.fr

voestalpine Krems Finaltechnik GmbH A-3500 Krems E-Mail: [email protected] www.voestalpine.com/finaltechnik

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