Lager- & Kommissioniertechnik

Mehr als grüner Lack

In dem neuen Ersatzteil-Dekonsolidierungs- und -Vertei­ler­zentrum hat John Deere auf grüne Verladetechnik gesetzt. Dabei wird deutlich: Der Schutz natürlicher Ressourcen und die Steigerung logistischer Effizienz können durchaus symbiotisch wirken.

Am Standort Bruchsal hat John Deere sein Europäisches Ersatzteilzentrum (E-PDC) um einen etwa 16.000 m² großen Neubau erweitert. Diese logistische Drehscheibe stellt sicher, dass Landmaschinen selbst in entfernten Winkeln Europas nach einem Defekt möglichst schnell wieder in Betrieb gehen können – gerade zur Erntezeit ein entscheidender Punkt zur Absicherung landwirtschaftlicher Erträge. Um diesen Service so ökologisch wie möglich zu gestalten, ist die neue, rund 23  Mio. Euro teure Logistikeinrichtung mehr als ein Umschlagplatz.

Lager- & Kommissioniertechnik: Mehr als grüner Lack

Die Bezeichnung „Ersatzteil-Dekonsolidierungs- und -Vertei­ler­zentrum“ (DECON) weist schon auf die eigentlichen Funktionen hin: Zum einen sorgt das DECON dafür, dass eingehende Teilelieferungen aus John-Deere-Fabriken und Ersatzteillägern schon bei ihrem Eintreffen verschiedenen, bereits vorliegenden Aufträgen zugeordnet werden können, statt – wie bisher – erst einmal komplett eingelagert zu werden. Das „verschlankt“ die Intralogistik erheblich.

Zum anderen werden Teile von externen Lieferanten direkt in das Dekonsolidierungs- und Verteiler­zentrum geschickt, dort umgepackt und vorliegenden Aufträgen zugeordnet, anstatt wie bisher den Umweg über die jeweils für das Produkt zuständige Fabrik zu nehmen. So werden Transportwege minimiert. Dass eine solch ökologisch ausgerichtete Logistik auch ökonomische „Erträge“ einbringt, liegt auf der Hand.

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Für das Zusammenwirken von Ökologie und Ökonomie sorgt im Hallenneubau auch moderne Verladetechnik von Novoferm. Als einer der in Europa führenden Hersteller von Überladebrücken, Toren, Antrieben und Steuerungen hat Novoferm sehr früh auf dem Gebiet der Energieeinsparung und -effizienz für Logistikgebäude „grüne“ Lösungen entwickelt. Neben dem Einsatz umweltneutraler Materialien gemäß der RoHS-Richtlinie sowie dem Einsatz von Bio-Öl in der Hydraulik der Überladebrücken tragen zahlreiche intelligente Konzepte zu einer vorbildlichen Energiebilanz und spürbaren Entlastung bei den Betriebskosten bei.

Vereinfacht ausgedrückt fußt das Novoferm-Konzept „Green Solution“ auf Begrenzung von Wärmeverlusten aus der Gebäudehülle und Reduzierung des Bedarfs elektrischer Energie. Und so sieht die Umsetzung im neuen DECON-Center im Einzelnen aus:

Überladebrücken ohne Kältebrücken: 22 stark gedämmte Sektionaltore der Baureihe „Thermo 45“ verhindern den Wärmeverlust der zum Ent- und Beladen in der Gebäudehülle eingebauten Durchlässe. Die Torblätter sind aus robusten Stahllamellen gefertigt, die einen 45 mm starken PUR-Hartschaumkern umschließen. Der U-Wert liegt bei 0,51 W/m²K. Im Verladebereich wird die hohe isolierende Qualität der Sektionaltore zusätzlich genutzt, um die Überladebrücken thermisch abzuschotten. Die Tore laufen hier bis auf den Boden der Zufahrt und verhindern so typische Kältebrücken.

Andocken ohne Zugluft: Zur Energieeffizienz tragen ebenfalls die Torabdichtungen „NovoSeal S260“ bei. Federelastische, gewebeverstärkte Planen aus 3 mm starkem PVC schmiegen sich eng an die angedockten Lkw-Aufbauten. Das Hubdach passt sich dabei automatisch unterschiedlichen Fahrzeughöhen an. Schutz gegen Zugluft bieten auch die Überladebrücken „NovoDock L500i“: Zwillingsabdichtungen verschließen Spalten in nahezu jeder Stellung der Brücke. Im Anlieferungsbereich ohne Rampen vermeiden bauseitig installierte Luftschleieranlagen an der Innenseite der Torblätter das Eindringen von Außenluft. Dazu hat Novoferm den Fahrweg der Sektionaltore individuell angepasst.

Ständig betriebsbereit ohne hohen Stand-by-Strom: „i-Vision-TAD“, die Steuerungseinheit von Novoferm für Tore und Überladebrücken, senkt den Stromverbrauch um bis zu 70 Prozent. Erreicht wird dieser Effekt durch die drastische Reduzierung der Stromaufnahme im Stand-by-Betrieb. Eine Elektronik schaltet das Netzteil der Steuerung bei Nutzungsunterbrechung komplett ab und bei Befehlseingabe in Sekundenbruchteilen wieder zu. Der Stromverbrauch in den Betriebspausen beträgt damit nur 0,5 W/h. In der Addition von 14 Verladesystemen im 24/365-Einsatz ein beträchtlicher Beitrag zur Schonung von Geldmitteln und Umweltressourcen.

Stichwort CO2 in der Logistik

Allein durch die Logistik werden heute weltweit mehr als 14 % der CO2-Emissionen verursacht, so die Aussage des Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML. Hinter diesem Wert stehen nicht nur Umweltbelastungen mit kurz- bis mittelfristigen Auswirkungen, sondern auch ganz direkt spürbare Energiekosten. In drei Bereichen sehen die Forscher des IML schlummerndes ökologisches wie ökonomisches Potenzial: Logistikimmobilie, Intralogistik und Transport. Das Beispiel der umfassenden Verladetechnik „Green Solution“ von Novoferm zeigt auf, dass dieses Potenzial durchaus veritabel und rentabel zu erschließen ist.

John Deere Vertrieb, Zweigniederlassung der Deere & Company, D-76646 Bruchsal, E-Mail: [email protected], www.deere.de

Lager- & Kommissioniertechnik: Mehr als grüner Lack

Novoferm GmbH, D-46419 Isselburg, E-Mail: [email protected], www.novoferm.de

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