Brandschutz

Kosteneffizienz bei Feuerschutzabschlüssen

Die baurechtlichen Anforderungen an die Steuerungstechnik für Feuerschutzabschlüsse von bahngebundenen Förderanlagen, auch bekannt als Förderanlagenabschlüsse (FAA), sind in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen. Dennoch bieten die gesetzlich vorgeschriebenen Weiterentwicklungen Potential zur Kosteneinsparung.

Aufbau: Brandschutz-System für Förderanlagen von Atago. © Atago

Mit der Veröffentlichung der Musterverwaltungsvorschrift wurden 2017 technische Baubestimmungen durch das Deutsche Institut für Bautechnik (DIBt) die Zulassungsanforderungen für Feststellanlagen für FAA neu definiert und im Baurecht fest verankert. Dabei wird die bauaufsichtliche Zulassung der Feststellanlage für FAA getrennt in allgemeine bauaufsichtliche Zulassung (abZ) der Auslösevorrichtung und Energieversorgung einerseits und allgemeine Bauartgenehmigung andererseits. Zudem wurden die Rahmenbedingungen für Frei-Fahr-Steuerungen, Notstromversorgungen und Sachverständigenabnahme konkretisiert. Die vom DIBt gesetzte Übergangsfrist für die Umsetzung der neuen technischen Anforderungen läuft am 15.07.2019 ab – von diesem Zeitpunkt an müssen die Hersteller bei Neubauten und Modernisierungen den Nachweis erbringen, dass ihre Systeme den veränderten Vorgaben voll-umfänglich entsprechen. Den Betreibern von Förderanlagen bietet diese gesetzlich verordnete technologische Weiter-
entwicklung allerdings auch zahlreiche Möglichkeiten zur
Kosteneinsparung.

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Weiterentwickelte Steuerung
Im Zentrum der Förderanlagenabschlüsse der atago solutions GmbH steht die im Hause der Hodapp GmbH & Co. KG entwickelte und gefertigte Platinen-Steuerung HPS-Evolution. Bei der Entwicklung der aktuellen Generation stand nicht nur die Anpassung des Steuerungssystems entsprechend den neuen Gesetzesvorgaben im Fokus: Die Weiterentwicklung der Steuerung verfolgte das Unternehmen mit der Prämisse, eine möglichst universelle Technik anbieten zu können, die sich flexibel an die Besonderheiten der unterschiedlichen Förderanlagenhersteller anpasst. Damit geht eine deutliche Reduzierung des Planungsaufwands im Neubauvorhaben sowohl bei dem jeweiligen Fördertechnikhersteller als auch bei dem Hersteller der Förderanlagenabschlüsse selbst einher. Die Auslegung der neuen Baugruppen folgte dem Prinzip „design to service“. Zielsetzung war die Reduzierung der Gesamtkosten des Betriebs (Total Cost of Ownership) für Ersatzteile und Service. Die Verwendung von schnell austauschbaren Platinen und Wechseldatenträgern erleichtert dem Anlagenbetreiber die Instandsetzung der Fördertechnik im Störungsfall in Eigenregie. Die Mehrzahl an Störungsursachen kann durch das eigene, mit wenig Aufwand geschulte Personal beseitigt werden. Dadurch lassen sich Stillstandzeiten und –kosten reduzieren. Die Sicherung des Brandschutzes nach den Vorgaben des Gesetzgebers und damit des Anlagevermögens des Betreibers werden dadurch erreicht.

Dezentrale Steuerung erleichtert Modernisierung
Zudem ermöglicht ein BUS-System den Einsatz der Feststellanlage HPS-Evolution auch in sehr komplexen Förderanlagenkonstellationen. Mit dieser Erweiterung können mehrere Förderanlagenabschlüsse parallel dezentral gesteuert werden. Bei einem Ausbau des Betriebs können Bestandsanlagen kosteneffizient um Neuanlagen skaliert werden. Bei der Modernisierung von Bestandsanlagen ist der Tausch eines zentralisierten Feststallanlagensystems oft sehr kostenintensiv und in manchen Fällen sogar unmöglich. Abhilfe kann ein dezentrales Feststellanlagensystem wie die HPS-Evolution schaffen. Das System entspricht den neuen Vorschriften der vollständigen Überwachung von Leitungen sowie aller zusätzlichen sicherheitsrelevanten Komponentenbauteile und eignet sich somit gut für die Modernisierung. In Altanlagen ist sehr häufig keine Frei-Fahr-Steuerung beziehungsweise Notstromversorgung verbaut. Im Zuge des Umbaus wird auf Grund der gesetzlichen Anforderungen der Brandschutz optimiert und die Anlagen sind besser geschützt. Eine Optimierung des Brandschutzes bedeutet mehr Sicherheit für das Anlagevermögen. Die Anpassung des betrieblichen Sicherheits- und Brandschutzkonzepts nach erfolgter Modernisierung kann daher genutzt werden, um die Konditionen für Gebäude- beziehungsweise Inhaltsversicherung neu zu verhandeln.

Über Atago Solutions

Als Vertriebspartner von Hodapp begleitet atago solutions Hersteller und Betreiber von Förderanlagen während des gesamten Lebenszykluses ihrer ­Förderanlagenabschlüsse – von der Planung und Realisierung der Neubauten über Service und Wartung bis hin zur Modernisierung. Dabei finden die Aspekte der Optimierung von individuellen Produktions- beziehungsweise Logistikprozessen ebenso Berücksichtigung wie die Aspekte der Anlagenverfügbarkeit und die Auflagen von Sachversicherer und Gesetzgeber. atago solutions wurde als Hersteller und Service-Dienstleister im Bereich Brandschutztore für Förderanlagenabschlüsse von drei Familienunternehmen (Hodapp, Arturo Service sowie Gärtner Consulting) gegründet. Dementsprechend greift das Unter­nehmen auf interdisziplinäres Fach- und Branchenwissen zurück. Das Leistungsportfolio umfasst Förderanlagenabschlüsse und Elektrotechnik für den Verschluss von Wand- und Deckenöffnungen zwischen baulichen Brandabschnitten. Dieses Portfolio vom Standardelement bis zur Sonderlösung ist für alle Arten von Förderanlagen geeignet. Alle Service- und Wartungsleistungen ­entsprechen den neuen Anforderungen der EN 14677 und den Vorgaben ­
des DIBt für bauaufsichtlichen Zulassungen.

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