OHT-Systeme

ah/mm,

Testumgebung für kontaktlose Energieübertragung

Paul Vahle hat am Standort Schwoich eine neue Entwicklungs- und Testumgebung für Overhead-Hoist-Transport(OHT)-Systeme in Betrieb genommen.

Die Anlage ist Teil der Forschungs- und Entwicklungsstrategie des Unternehmens im Halbleitermarkt. Dort werden neue Lösungen für die kontaktlose OHT-Systeme kommen in der Halbleiterindustrie für den automatisierten, deckengeführten Materialtransport zum Einsatz. Dabei bewegen sich die Systeme auf Schienen unter der Hallendecke und transportieren die Behälter, sogenannte FOUPs (Front Opening Unified Pods), oder Magazine selbstständig von einer Prozessstation zur nächsten. Sie übernehmen unter anderem den Transport von Wafern – dünnen Siliziumscheiben, auf denen Mikrochips gefertigt werden. Diese werden in den FOUPs geschützt durch die Produktion bewegt. Auch im Bereich des sogenannten Integrated-Circuit(IC)-Packaging, also der Weiterverarbeitung und Verpackung der Chips, stellen OHT-Systeme den kontinuierlichen Materialfluss sicher.

Das Schienensystem ist Grundlage für dynamische Tests. © Vahle

"Mit der OHT-Testanlage schaffen wir eine zentrale Grundlage, um unsere Technologien gezielt für die Anforderungen der Halbleiterindustrie weiterzuentwickeln", sagt Marc Detweiler, Direktor Produktmanagement und Marketing bei Vahle. "Sie ermöglicht es uns, neue Systeme unter realitätsnahen Bedingungen zu prüfen und kontinuierlich zu optimieren."

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Belastungstests und Analysen

Die Anforderungen an diese Systeme sind hoch: Neben maximaler Verfügbarkeit spielen Reinraumtauglichkeit, Dynamik und Betriebssicherheit eine zentrale Rolle. "Mit der neuen Testinfrastruktur in Schwoich schaffen wir eine realitätsnahe Entwicklungsumgebung, in der neue Produktgenerationen unter praxisnahen Bedingungen getestet werden können", erläutert Detweiler.

Dazu zählen unter anderem Belastungstests unter definierten Beschleunigungs- und Lastprofilen sowie die Validierung der kontaktlosen Energieübertragung im kontinuierlichen Betrieb. Darüber hinaus ermöglicht die Anlage detaillierte Analysen hinsichtlich des Zusammenspiels von Dynamik, Energieübertragung und thermischem Verhalten der Systeme.

Kürzere Entwicklungszeiten

Ein Vorteil der Testumgebung liegt in der Möglichkeit, Entwicklungs- und Optimierungsprozesse vollständig intern durchzuführen. "Dadurch lassen sich neue Technologien unabhängig von laufenden Kundensystemen erproben und weiterentwickeln", so Detweiler. Gleichzeitig verkürze sich die Entwicklungszeit für neue Lösungen, da Tests flexibel und reproduzierbar durchgeführt werden können.

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