Förder- & Hebetechnik

Spezialisten für Erdgas

Für den Umschlag von Flüssiggas ist vor allem der Explosionsschutz oberstes Gebot. Das trifft selbstverständlich auch auf die Krane und Seilzüge zu, die in diesem Bereich Beachtliches leisten müssen.

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Erdgas wird ab einer Temperatur von -161 °C flüssig. In diesem Zustand ist es geruchlos, farblos, relativ ungefährlich und: Es ist 600 Mal kompakter als im gasförmigen Zustand. Flüssiges Erdgas (liquefied natural gas = LNG) lässt sich in Tankschiffe pumpen und über große Entfernungen auf dem Seeweg transportieren. Das macht es zu einer wichtigen Alternative zum pipeline-gebundenen Erdgas. LNG ist weltweit auf dem Vormarsch, viele Länder investieren in Flüssiggas-Anlagen. Stahl Crane-Systems bietet als Explosionsschutz-Experte die benötigte Krantechnik.

Steigende Gaspreise, geopolitische Konflikte zwischen Russland und den Transitländern sowie die steigende Erdgas-Nachfrage führten in den vergangenen Jahren zu einem regelrechten Boom für Flüssiggas. Durch die neuen Exportwege können zusätzliche Gasvorkommen erschlossen werden und Staaten in das internationale Gasgeschäft einsteigen, die aufgrund ihrer Lage bisher von diesem Markt abgeschnitten waren.

Gasreiche Länder, besonders im arabischen und asiatischen Raum, investieren seit Jahren in Verflüssigungsanlagen und Hafenterminals. Die größten LNG-Exporteure sind derzeit Katar, Indonesien, Malaysia und Nigeria. Importländer - allen voran Japan, Indien und Südkorea - bauen an ihren Küsten im großen Stil LNG-Terminals und Rückvergasungsanlagen, um das Gas aus Übersee entgegenzunehmen und in ihr vorhandenes Pipeline-System einzuspeisen.

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Hinter dem LNG-Boom steckt eine anspruchsvolle Industrie. Die Gasverflüssigung ist aufwändig, und die Arbeit mit dem leicht entflammbaren Gas stets mit Risiken verbunden. Als Technologieführer für explosionsgeschützte Krantechnik liefert Stahl Crane-Systems die passende Hebetechnik für alle Bereiche der LNG-Technik. Von kleinen, explosionsgeschützten Kettenzügen für alltägliche Wartungseinsätze reicht das Sortiment bis zu schweren, doppelt gesicherten LNG-Seilzügen, die bei Arbeiten in den Flüssiggas-Tanks maximale Sicherheit garantieren. Allein in den letzten zwei Jahren hat Stahl CraneSystems LNG-Krantechnik im Wert von vielen Millionen Euro ausgeliefert.

Pumpenwartung bei -161 °C

Damit das Gas flüssig bleibt, wird es in speziellen Kühltanks bei -161 °C gespeichert. Pumpen leiten die kalte Flüssigkeit in ein Rohrsystem, über das es schließlich auf die Spezial-Tankschiffe gelangt. Bis zu fünf Mal jährlich müssen diese Pumpen vom Grund der 70 m hohen Tanks gehoben und für Wartungsarbeiten ins Freie befördert werden - ein heikles Unterfangen, bei dem keine Fehler passieren dürfen.

Würde die Pumpe bei einem Seilriss in die Tiefe stürzen und beschädigt werden, hätte dies neben dem Sachschaden einen langen und teuren Produktionsausfall zur Folge. Die LNG-Seilzüge von Stahl CraneSystems sind speziell für solche Anwendungen entwickelt: Explosionsgeschützt nach ATEX und IECEx, ausgestattet mit zwei Seiltrommeln, zwei Seilen, zwei Getrieben und zwei Motoren. Im Fall eines Seilrisses wird die wertvolle Last vom zweiten Hubwerk abgefangen, die Arbeiten können ohne Pause fortgesetzt werden.

Konstruktion ohne Haken

Bei den extremen Bedingungen im Tank benötigt man Spezialseile. Diese Seile sind fest mit der Pumpe verbunden und befinden sich ständig im Tank. Für die Wartungsarbeiten werden beide Seile an die Hubwerke des Seilzugs angeschlossen. Die Verbindung erfolgt per Seilschloss, so dass kein Haken notwendig ist. Beim Heben der Pumpe dient nur ein Seil als Hubseil, das zweite Seil läuft als Sicherung schlaff nebenher. Das Highlight dieser Konstruktion: Eine schwingende Aufhängung sorgt dafür, dass bei einem Notfall im Moment des Lastwechsels das gesamte Hubwerk „kippt“, so dass der Schwerpunkt der Last wieder zentriert unter dem Seilzug hängt. Die Spezialaufhängung federt den Stoß beim Lastwechsel ab und entlastet die Aufhängung in diesem kritischen Moment.

Durch die redundante Ausführung und ihre schwingende Aufhängung gelten die LNG-Seilzüge von Stahl CraneSystems zurecht als die sichersten Hebezeuge auf dem Markt.

Die Welt setzt auf LNG

Um sich aus der Abhängigkeit von russischen Gasimporten zu lösen, entstehen auch an europäischen Häfen immer mehr LNG-Terminals. Milford Haven in Wales deckt als derzeit größter LNG-Importhafen mit seiner Kapazität etwa 20 % des britischen Erdgasbedarfs ab. Frankreich, Italien und Spanien haben bereits mehrere LNG-Terminals gebaut, weitere sind in Planung. In Rotterdam soll 2011 das erste LNG-Terminal der Niederlande eröffnet werden, die benötigten LNG-Seilzüge wird Stahl CraneSystems noch 2010 ausliefern.

Trotz Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise und der aktuellen Entwicklung, auch nicht-konventionelle Gasvorkommen zu fördern, steht der internationale LNG-Markt noch am Anfang einer großen Entwicklung: Der Gasbedarf im asiatisch-pazifischen Raum wird sich voraussichtlich zwischen 2005 und 2020 verdoppeln. In Verbindung mit kleinen, modernen Kraftwerken gilt Erdgas als „echte Brückentechnologie“ bei der Umstellung auf dezentrale, regenerative Stromgewinnung.

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Marktforscher gehen davon aus, dass zwischen 2010 und 2015 über 140 Mrd. Dollar in LNG Export-Anlagen investiert wird. Laut solcher Analysen könnten die USA schon bald Japan beim LNG-Import ablösen, Australien wird voraussichtlich den aktuellen Export-Meister Katar überholen. Wie sich der Markt auch entwickelt - Stahl CraneSystems bietet für jede Anwendung die passende Lösung rund um explosionsgeschützte Krantechnik.

Stahl CraneSystems GmbH, E-Mail: [email protected], http://www.stahlcranes.com

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