Flurförderzeuge
Der Countdown läuft
Im September stapeln Deutschlands beste Staplerfahrer in Aschaffenburg wieder um die Wette. Bereits im siebenten Jahr geht es für 60 Finalisten um den Deutschen Meistertitel „im Staplerfahren“. Nur drei von 26 Regionalmeisterschaften stehen noch aus.
Der StaplerClup hat sich seit seiner Premiere 2005 zu einer Großveranstaltung für den Berufsstand der Staplerfahrer entwickelt. Rund 10.000 Zuschauer zieht das Event jährlich in seinen Bann. Neben der Deutschen Meisterschaft der Staplerfahrer werden am Finalwochenende auf dem Aschaffenburger Schlossplatz eine international besetzte Firmenteam-Meisterschaft und die International Championships - ein Wettbewerb unter den besten Gabelstaplerfahrern aus 14 Nationen - ausgetragen.
Den Auftakt zum StaplerCup bildet am Donnerstag die Firmenteam-Meisterschaft. Hier geht es darum zu zeigen, dass Genauigkeit, Schnelligkeit und Erfolg - im Wettbewerb wie im Betrieb - in erster Linie perfekte Teamarbeit voraussetzen. Speziell entwickelte Logistikparcours simulieren alltägliche Arbeitsabläufe: Das Team, drei Staplerfahrer und ein Logistiker, erhält am Wareneingang eine Lieferung gemäß Lieferschein. Nach Überprüfung der Ware in der Wareneingangszone (Menge, Richtigkeit, Qualität) muss sie entsprechend eingelagert werden. Gleichzeitig ist Ware für einen Kunden gemäß Auftrag zu kommissionieren und am Warenausgang bereitzustellen. Auch hier ist eine Warenausgangskontrolle durchzuführen, bei verderblicher Ware ist das FIFO-Prinzip (first in first out) anzuwenden. Besondere Anforderungen werden an die präzise Koordination der Ausführung und an das Geschick im Handling des Staplers gestellt. Es stehen drei Fahrzeuge bereit. Sie dürfen gleichzeitig genutzt und während der Aufgabe getauscht werden und sind am Ende im dafür vorgesehen Bereich abzustellen.
Die Parcoursbeschreibungen der Vorrunden erhalten die Teams schon einige Tage vor dem Turnier. Der Finalparcours bleibt bis zuletzt geheim und wird den Teilnehmern erst kurz vor dem Start in die Endrunde präsentiert. Die Mannschaften erarbeiten ihren individuellen Lösungsweg, mit dem sie glauben, die Aufgabe am schnellsten und cleversten zu bewältigen.
Wie in allen Titel-Wettkämpfen des StaplerCups gilt auch bei der Firmen-Team-Meisterschaft: Schnelligkeit siegt. Allerdings sichern sich nur die Teilnehmer den Einzug in die nächste Runde, die trotz Wettbewerbs- und Zeitdruck alle Regeln zur Unfallverhütung einhalten. Bei falschem Handling des Staplers oder Missachtung von Sicherheitsvorschriften werden Zeitstrafen verhängt.
„Die Akzeptanz der Firmenteam-Meisterschaft ist in den Betrieben enorm gestiegen. Die gemeldeten Mitarbeiter werden bei der Vorbereitung auf den Wettbewerb unterstützt und im Nachgang, etwa in Mitarbeitermagazinen, für ihre Erfolge geehrt. Ein Ziel des StaplerCups, die Wertschätzung für die Logistik im Unternehmen zu stärken, ist damit ganz klar erreicht!“ bewertet Werner Wolf, verantwortlich für die Firmenteams, die Entwicklung.
Attraktiver Wettbewerb
So verzeichnet Linde MH 2011 einen regelrechten Run auf die 2008 etablierte Teildisziplin des StaplerCups. „Um einen attraktiven Wettbewerb für Akteure und Publikum zu gewährleisten, können wir aber nur eine begrenzte Anzahl an Mannschaften zulassen!“, erläutert Wolf und bedauert, dass nicht alle Anmeldungen berücksichtigt werden konnten. Auf der Startliste finden sich sechzehn Mannschaften. Aus China kommen gleich zwei Teilnehmerteams: der Xiamen International Airport Air Cargo Terminal Co., Ltd. entsendet ebenso wie die ChangChun FAW International Logistics Corp. Ltd. ihre Mitarbeiter, um es mit dem Titelverteidiger, dem Team ABB aus Hanau und den Herausforderern von den Firmen Altmühlthaler, Bauhaus, Bosch Siemens Haushaltgeräte, Deutsche Bahn, DHL, Flextronics (Niederlande), IKEA (Österreich), Nestlé (Erlenbacher Backwaren), Paulaner, REWE, Saint Gobain und Volkswagen aufzunehmen.
Am Donnerstagabend fällt mit der großen StaplerCup-Night der Startschuss für das Rahmenprogramm. Ab 21.00 Uhr rockt die Band „Münchener Freiheit“ die Hauptbühne der StaplerCup-Arena mit ihren Klassikern. Am Freitag, 23.9.2011, sind internationale Teams Gast auf dem Aschaffenburger Schlossplatz: China, Frankreich, Holland, Österreich, Schweden, die Slowakei, Spanien, Tschechien, Großbritannien, Ungarn und das Baltikum treten gegen Titelverteidiger Deutschland an. Am Freitagabend heißt es Bühne frei für kommende Talente. Regionale Nachwuchskünstler mit Star-Potenzial sind aufgefordert, die Jury zu überzeugen und ihre Live-Qualitäten vor großem Publikum unter Beweis zu stellen.
Am Samstag, den 24.9. ist es endlich so weit: Die 66 besten Staplerfahrer Deutschlands fahren um den Meistertitel. Der Sieger des StaplerCups wird in vier Durchgängen ermittelt. Auf verschiedenen Parcours müssen die Teilnehmer zeigen, wie gut sie den Stapler beherrschen. Der amtierende Deutsche Meister, Ahmet Tekindag aus Düren, hat mit einem zweiten Platz bei der regionalen Vorausscheidung seine Ambitionen auf eine Titelverteidigung deutlich gemacht. Bevor er oder seine Konkurrenten aber endlich im Finaldurchgang den Deutschen Meister im Staplerfahren von 2011 ermitteln, hat Ex-Fußballmanager Reiner Calmund sein Staplerdebüt: Er zeigt beim PromiCup, ob er sich von den Profis ausreichend Tipps und Kniffe abgeschaut hat.
Neu in diesem Jahr: Das „StaplerCup Official Champions Ranking, Germany“, die ewige Bestenliste aller Teilnehmer der Deutschen Meisterschaft der Staplerfahrer. „Wir wollen kontinuierlich gute Leistungen anerkennen und eine regelmäßige Teilnahme honorieren“ erläutert Emil Schneider, Turnierdirektor des StaplerCups, die neue Auszeichnung. „Für eine Platzierung von Rang 1 bis 10 bei den Regionalmeisterschaften und für ihre Finalteilnahme erhalten die Fahrer nach Erfolg gestaffelte Punktgutschriften auf ihrem Ranking-Konto. Bei der Siegerehrung wird in diesem Jahr erstmalig neben einem aktuellen Gewinner auch der erste Platz im „StaplerCup Official Champions Ranking, Germany“ geehrt“, kündigt Schneider an.
Fokus Sicherheit

Die Forderung nach Sicherheit bleibt 2011 die wichtigste Botschaft beim StaplerCup. Das Projekt „Risiko raus!“, die Präventionskampagne der gesetzlichen Unfallversicherung, mit der Unfallkassen und Berufsgenossenschaften auf Risiken beim Fahren und Transportieren aufmerksam machen, ist im zweiten Jahr Partner für den StaplerCup. Neben dem sportlichen Wettkampf steht die Sensibilisierung für sicherheitstechnische Aspekte des Staplerfahrens klar im Fokus. Seit der Premiere im Jahr 2005 haben bundesweit insgesamt über 10.000 Staplerfahrer an den Vorrunden teilgenommen und konnten diese Botschaft in ihre Betriebe weitertragen.
Linde Material Handling GmbH, E-Mail: [email protected], http://www.staplercup.com









