Behälter/Boxen/Paletten

Für Logistikunternehmen werden Ökobilanzen ihrer Dienstleistung immer wichtiger

Die Ökologisierung der Märkte hat zur Folge, dass auch für Logistikunternehmen die Ökobilanzen ihrer Dienstleistung immer wichtiger werden. Europaletten aus dem nachwachsenden Rohstoff Holz sind besonders ressourcenschonend und umweltfreundlich. Sie leisten einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz und helfen damit der Logistikbranche, ihrer Verantwortung für mehr Nachhaltigkeit gerecht zu werden.

Foto: Aboutfoto – Fotolia.de
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Umweltfreundliche Transportlösungen sind eine große Herausforderung für die gesamte Wirtschaft. Nach aktuellen Angaben von statista trägt die Transportbranche mit einem weltweiten Anteil in Höhe von 23 Prozent zum Gesamtausstoß von Kohlendioxid bei. Da das nationale und internationale Frachtaufkommen weiter steigen wird, hat die Logistikbranche bei der CO2-Bilanz eine besondere Verantwortung. Zudem wächst sowohl bei den Verbrauchern als auch bei den auftragsvergebenden Unternehmen der Anspruch an die Ökologie. Laut der Studie „Trends and Strategies in Logistics and Supply Chain Management“ der Bundesvereinigung Logistik (BVL) aus dem Jahr 2013 planen deshalb mehr als 60 Prozent der Logistikunternehmen, ihre Energiebilanz und Energieeffizienz zu optimieren. Eine solche Einsparung hat neben den ökologischen Vorteilen auch positive Effekte auf die Wirtschaftlichkeit und die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens.

Über EPAL

European Pallet Association e. V. (EPAL) wurde 1991 als Dachverband der lizenzierten Hersteller und Reparateure von EPAL/EUR-Paletten und -Gitterboxen gegründet. EPAL ist weltweit verantwortlich für die gleichbleibende Qualität der EPAL-Ladungsträger und setzt dabei auf eine unabhängige externe Qualitätsprüfung. Seit dem 1. August 2013 lässt EPAL unter ausschließlicher Lizenz Europaletten mit dem Einbrand „EPAL im Oval“ auf vier Eckklötzen produzieren und reparieren. EPAL ist mit aktuell 14 Nationalkomitees, die sich der nationalen Umsetzung der EPAL-Ziele verpflichtet haben, in mehr als 30 Ländern vertreten. Als eingetragener Verein verfolgt EPAL keine kommerziellen Interessen und orientiert sich bei allen Entscheidungen an den Interessen der Industrie-, Handels- und Logistikpartner.
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Die jüngste Studie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Price waterhouseCoopers zum Thema Nachhaltigkeit aus dem Jahr 2013 hat ergeben, dass 86 Prozent der befragten Unternehmen der Transport- und Logistikbranche das Thema Klimaschutz als „sehr wichtig“ bzw. „wichtig“ beurteilen. Die Mehrheit der Unternehmen (59 Prozent) hat zudem bereits Erfahrungen mit Nachfragen von Kunden zur Nachhaltigkeit gemacht. Vier Jahre zuvor traf dies nur auf 37 Prozent der Unternehmen zu. Mehr als Zwei Drittel der größeren Unternehmen wurden bei Ausschreibungen mit Fragen zur Nachhaltigkeit der Dienstleistungen konfrontiert.

EPAL-Europaletten werden aus dem nachwachsenden Rohstoff Holz hergestellt. Die CO2-Bilanz beträgt minus 27,5 Kilogramm. Das bedeutet, dass Europaletten eine positive Umweltbilanz haben. Der negative Wert gibt die Höhe der CO2-Reduktion an. Der Wert errechnet sich aus der gespeicherten CO2-Menge im Holz, der Holzernte, dem Transport des Holzes zur Palettenfabrik, der Produktion und dem Transport der Palette zum Verwender. Eine einzige Fichte bindet im Laufe von 100 Jahren bis zu 1,8 Tonnen CO2 im Holz. Beim Einsatz von 1.000 Europaletten verbessert ein Transportunternehmen seine CO2-Bilanz um 27,5 Tonnen. Zum Vergleich: Die CO2-Bilanz einer Kunststoffpalette beträgt plus 45 Kilogramm – die Kunststoffpalette setzt also 45 kg Kohlendioxid frei und schädigt die Umwelt. (Quellen: Bundesverband Holzpackmittel, Paletten, Exportverpackung (HPE) sowie Untersuchungen des Carbon Calculators von ECCM/Camco Group und der Swedish Forest Industries Federation). Zudem senkt das Tauschsystem des offenen Pools den CO2-Ausstoß beim Warentransport. Zusätzliche Fahrten zum separaten Anliefern und Abholen der Paletten entfallen. Zum Vergleich: In geschlossenen Poolsystemen sind über den Warentransport hinaus Transportfahrten für die unbeladenen Kunststoffpaletten erforderlich. Stichwort Langer Lebenszyklus: EPAL-Europaletten zeichnen sich durch einen besonders langen und nachhaltigen Lebenszyklus aus. Sind die Holzladungsträger nach mehrfacher Verwendung beschädigt, können sie mit geringem Rohstoffeinsatz repariert und weiter verwendet werden. Ist eine Reparatur nicht mehr möglich, beginnen die Europaletten ihr drittes Leben als Hackschnitzel oder Späne. Diese werden zu Spanplatten für Möbel oder den Hausbau weiterverarbeitet.

Vorteil: Holz

  • Hygienisch: Die Gerbsäuren des verwendeten Fichtenholzes haben eine keimabtötende, antibakterielle Wirkung. Die weit verbreitete Annahme, dass Holz schlecht für die Hygiene sei, ist wissenschaftlich widerlegt. Denn die Studie „Untersuchungen zur Einführung von Hygiene-Paletten aus Holz zum Einsatz in der Lebensmittelindustrie“ des Deutschen Instituts für Lebensmitteltechnik zeigt, dass die Keimbelastung auf Holzpaletten deutlich geringer ist als bei Kunststoffpaletten.
  • Hygroskopisch: Das Material ist in der Lage, Luftfeuchtigkeit aufzunehmen und wieder abzu geben. Diese Atmungsaktivität senkt den Niederschlag von Feuchtigkeit an der Oberfläche und verhindert dadurch zusätzlich die Keimbildung.
  • Pharmageeignet: Europaletten erfüllen die Vorgaben der Pharmaindustrie für den Transport. Beispielsweise setzen die Unternehmen Rottendorf Pharma und Losan Pharma Europaletten aus Holz ein.
  • Verfügbarkeit: Europaletten sind europaweit flächendeckend verfügbar.
  • Rutschfest: Die raue Oberfläche bietet eine hohe Standsicherheit beim Transport in Lkw, Zug, Schiff und Flugzeug sowie in Förder- und Lagersystemen. Zum Vergleich: Auf Kunststoffpaletten gerät die Ware leichter ins Rutschen.
  • Hitzebeständig: Der Flammpunkt einer Europalette liegt zwischen 200 und 275 Grad – je nach Holzsorte. Zum Vergleich: Kunststoffpaletten schmelzen bereits bei 130–140 Grad.
  • Schutz vor elektrostatischer Entladung: Das Material Holz verhindert zuverlässig eine elektrische Aufladung. Dies schützt empfindliche Bauteile vor einer Beschädigung durch kurze, hohe Spannungsimpulse. Zum Vergleich: Kunststoffpaletten können sich dagegen durchaus auch elektrostatisch aufladen.

Am Lebensende liefert eine Europalette thermische Energie, die sich beispielsweise zum Trocken des Holzes von neuen EPAL-Europaletten verwenden lässt. Zum Vergleich: Bei unsachgemäßer Behandlung splittern Kunststoffpaletten scharfkantig. Sie sind nicht reparabel – ein energieaufwändiges Recyceln ist erforderlich. Nach einer Studie des niederländischen Instituts TNO entsteht am Ende des Lebenszyklus einer Kunststoffpalette (unter Berücksichtigung der Mengen, die recycelt werden) mehr als das Doppelte an industriellem Abfall als bei einer Holzpalette.

Kontakt: European Pallet Association e. V. (EPAL) D-40472 Düsseldorf Tel.: 02 11 / 9 84 80 48-0 E-Mail: info@epal-pallets.org www.epal-pallets.org

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