Software & Ident

Den Wareneingang weiter optimiert

Rhewa liefert neue Wägesysteme für die vier Sortierarbeitsplätze im Wareneingang des Logistikzentrums von Soennecken. Das Besondere: Die Waagen sind mittels Ethernet voll in das LVS integriert, so dass eine stückgenaue Überprüfung bereits beim Wareneingang sichergestellt ist.

Die Überprüfung auf Vollständigkeit einer Lieferung ist die Basis für eine gesunde Kunden-Lieferanten-Beziehung. Ist die Lieferung auf mehrere Paletten verteilt und die Palette dabei nicht sortenrein, ist größte Sorgfalt notwendig. Die möglichen negativen Einflussfaktoren wie Buchung falscher Stückzahlen bei der Warenannahme unter Verwendung intelligenter Wägetechnik zu minimieren, hatte sich die Soennecken auf die Fahnen geschrieben.

Software & Ident: Den Wareneingang weiter optimiert

Der Einsatz von Wägetechnik wurde bereits vor rund drei Jahren in Verbindung mit der Neugestaltung der Kommissionierplätze umgesetzt. An allen 42 Kommissionierarbeitsplätzen wird der Pick-by-Voice Arbeitsgang mit der Plausibilitätsprüfung „Gewicht passend zur beauftragten Sollmenge“ unterstützt. Die Waagen sind dabei in den Materialfluss integriert. Bei jedem Pick wird die Waage vom LVS über die Netzwerkverbindung tariert. Der Kommissionierer legt entsprechend des Auftrages die gewünschte Menge des Artikels in den Karton ein. Aufgrund des in den Stammdaten hinterlegten Gewichts (Pro Stück, Verpackungseinheit, etc.) und dem sofort zur Verfügung stehenden Nettogewichts kann das LVS sofort überprüfen, ob die Istmenge mit der Sollmenge übereinstimmt.

Anzeige

„Von dem Erfolg dieser Lösung und der damit verbundenen, nachhaltigen Reduzierung von Fehl-Picks, war es unsere Überlegung dieses positive Ergebnis auf den Wareneingang zu übertragen“, so Dirk Leischner, Leiter Instandhaltung bei Soennecken.

Rhewa wurde nun erneut beauftragt, bei der Umsetzung dieses bewährten Verfahrens beim Wareneingang mit geeigneter Wägetechnik zu unterstützen. Im Wareneingang wurden insgesamt acht Waagen zur Beschickung mit Europaletten und vier Waagen direkt neben den Sortierplätzen benötigt. Das Anforderungsprofil für die Palettenwaagen war eine robuste, gegen Fahrfehler tolerante und zentrierende Palettenwägetechnik. Basierend auf der Standardpalettenwaage vom Typ 050/1500 wurde diese mit zusätzlichen Anschlagwinkeln versehen. Die als „U“ gebaute Waage wurde in einen Sonderrahmen gesetzt, sodass die Palette bei zu geringer Höhe automatisch auf die notwendige Höhe zum Beschicken der Waage gehoben wird und beim schrägen bzw. versetzten Einfahren das Transportgerät zwangsgeführt wird, ohne dass es zu einer Beschädigung der hochpräzisen Wägetechnik kommen kann.

Alle acht Palettenwaagen sind über die im Auswertegerät integrierte Netzwerkkarte direkt in das bauseitige Netzwerk integriert und werden ausschließlich über das LVS angesteuert. Aufgrund des umfangfangreichen Befehlvorats des RHEWA-Auswertegerätes 82basic, erhält das LVS über jeden ausgeführten Befehl eine exakte Rückmeldung.

Bei der sortenreinen Verwiegung von Palettenware wird über das LVS das Tara der Palette und der Verpackung übermittelt. Basierend auf dem tatsächlichen Bruttogewicht (Gesamtgewicht) der kompletten Palette wird in einem Arbeitsgang die Vollständigkeit der Lieferung sichergestellt.

„Die Voraussetzung für das gesamte System ist eine äußerst sorgfältige Stammdatenpflege, die ausschließlich im eigenen Hause erfolgt“, so Leischner. Die Einbindung der Lieferanten in eine optimale Stammdatenpflege und die Aktualisierung von diesen ist dabei ein konsequenter Schritt in eine partnerschaftliche Zusammenarbeit. Die Waagen sind korrespondierend zur Tragfähigkeit der Regealbediengeräte nur auf 600 kg Wägebereich ausgelegt, um mittels des 200-g-Ziffernschritts ein möglichst genaues Wägeergebnis zu liefern.

Artikel, die auf diesen Waagen verwogen werden, haben grundsätzlich ein Stückgewicht von mehr als 250 g. Bei nicht sortenreinen Paletten und Artikeln mit extrem kleinen Stückgewichten, wo selbst Verpackungseinheiten nur wenig über 10 g wiegen, wird an den Tischsortierplätzen die gleiche Logik angewandt. Die Tischwaagen vom Typ 035/80 mit einem Ziffernschritt von durchgängig 10 g stehen auf höhenverstellbaren Untergestellen, sodass eine passende, den Ergonomieanforderungen gerechte Arbeitshöhe beim Verwiegen gewährleistet ist. Die große Plattformgröße von 850 x 600 mm, die mit einem gebürsteten Edelstahlbrückenblech zum leichteren Verschieben der Artikel ausgestattet ist, erfordert eine gegenüber dem Standard noch weiter verfeinerte Wägezelle, damit das Gewicht unabhängig der Lage des Artikels (Wägegut) exakt stimmt.

Die Wägebrücken, die entsprechend dem Rhewa-Standard auch bei dieser hohen Auflösung von mehr als 8.000 Teilen (80kg mit 0,01 kg Ziffernschritt) vollständig gegen Überlastung gesichert sind, werden über das Netzwerk ebenfalls an das LVS angebunden und den Bedienbildschirm des jeweiligen Arbeitstisches zugeordnet.

Der Bediener orientiert sich beim Sortiervorgang dabei nicht am angezeigten Gewicht, sondern gibt am Bildschirm nur die die Stückzahl ein, die er auf die Waage gelegt hat. Den Rest erledigt das LVS in Verbindung mit der präzisen Messtechnik der RHEWA-Waage. Die Waage sendet auf Anforderung innerhalb weniger Millisekunden den aktuellen Gewichtswert an das LVS. Eine hohe Abtastrate des Signalwertes und eine nachgeschaltete intelligente Filterung im Auswertegerät (Waagenanzeige) ermöglichen es, dass der Bediener sofort nach Auflegen des zu verwiegenden Artikels ein genaues und vor allem reproduzierbares Wiegeergebnis hat, welches ihm durch ein Freigabesignal am Bildschirm angezeigt wird.

Der stabile Gewichtswert wird auch angezeigt, wenn gerade Hochbetrieb im Wareneingang ist und Boden-Schwingungen das Wägesystem stören könnten – denn auch diese werden ausgefiltert.

Über Rhewa

Rhewa als Waagenhersteller für industrielle Wägetechnik ist seit über 100 Jahren im Bereich Industriewaagen in Europa fest etabliert. Als familiengeführtes Unternehmen in der 4. Generation entwickelt Rhewa am Standort Mettmann und hat seine Fertigung den aktuellen Bedürfnissen kontinuierlich angepasst. Aufgrund seiner Fertigungstiefe auch im Bereich der mechanischen Komponenten ist Rhewa als Serienhersteller in der Lage, individualisierte Wägesysteme zu liefern.

Dies Know-how führte in den vergangenen 15 Jahren zu einem wachsenden Anteil an Lösungen im Bereich der Intralogistik. Die klassische Wareneingangs- und Warenausgangsgangwaage wird heute durch den gezielten Einsatz von Wägetechnik beim Einlagern, aber auch beim Kommissionieren sinnvoll ergänzt.

Software & Ident: Den Wareneingang weiter optimiert

Zudem bietet das Unternehmen untern anderem auch eichfähige, hochbelastbare Handhubwagen mit Waage (wiegender Handhubwagen) an.

Soennecken eG, E-Mail [email protected], www.soennecken.de

Rhewa-Waagenfabrik - August Freudewald GmbH & Co. KG, E-Mail: [email protected], www.rhewa.com

  • Xing Icon
  • LinkedIn Icon
Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige
Anzeige
Anzeige

LogiMAT 2020

Rhewa vernetzt Wägetechnik

Um Medienbrüche im Rahmen der Digitalsierungen zu vermeiden, arbeitet Wägetechnikhersteller Rhewa mit Datenbanken, die entweder im Auswertegerät (Terminal) oder auf einer Serverdatenbank liegen.

mehr...
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Aus materialfluss 10/2019

Kommissionieren durch Wiegen

Der Einsatz einer Waage mit Netzwerkintegration und Kommunikation mit dem WMS oder dem ERP garantiert sichere Kommissionierungen bei stationären und mobilen Lösungen. Auch für Offline-Anwendungen bietet der Industriewaagen-Hersteller Rhewa Lösungen.

mehr...
Jetzt Newsletter abonnieren