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Keine Staus an der Rampe bei Rossmann
Kurze Wartezeiten für Lkw und eine pünktliche Entladung sind den Logistikverantwortlichen bei Rossmann wichtig. Staus an den Lagerstandorten wurden bereits früher mit einer Terminvergabe per E-Mail vermieden – das geschah allerdings dezentral und war aufwändig. Heute hat Rossmann mit Hilfe der Handelslogistik-Plattform Mercareon seine Terminverwaltung zentralisiert und sein Yard Management verbessert.

Die Rossmann Logistikgesellschaft mbH ist für die Belieferung der etwa 2.000 Rossmann-Drogeriemärkte in Deutschland verantwortlich. Dazu werden in sechs Regionallagern und einem Zentral- und Regionallager rund 17.000 Artikel umgeschlagen. Um die Warenanlieferung steuern zu können, setzte Rossmann bisher eine eigens programmierte Zeitfenster-Lösung ein: Für jede Anlieferung fragten die Spediteure per E-Mail unter Angabe der Auftragsnummer einen Entladetermin an. Im Anschluss verschickte ein Terminplaner je einen Entladetermin per E-Mail, den die Speditionen annehmen oder in Ausnahmefällen ablehnen konnten. Wer ablehnte, erhielt einen neuen Vorschlag.
„Kurze Wartezeiten und eine rechtzeitige Entladung sind uns bei Rossmann immer wichtig. Das konnten wir auch schon mit dem bisherigen System erreichen“, erklärt Hendrik van Duuren, Geschäftsleitung Logistik bei Rossmann. „Aber wir wollten zukünftig den Frachtführern eine größere Terminauswahl bieten und auch die manuellen Arbeitsschritte sowie den Aufwand für Verwaltung und Support reduzieren.“ Zudem beabsichtigte Rossmann, die Lkw innerhalb des Standorts so zu steuern, dass die Waren auf möglichst kurzem Weg angenommen und eingelagert werden konnten, um dadurch die Auslastung der Ressourcen im Wareneingang weiter zu optimieren.
Die Mercareon-Plattform wurde an den sieben deutschen Rossmann-Standorten in nur fünf Monaten eingeführt und läuft seit dem zweiten Halbjahr 2015 produktiv.
Plattform statt Neuprogrammierung

Um dies alles zu erreichen, wurde einerseits eine Neuprogrammierung der eigenen Software in Betracht gezogen, andererseits verfolgte Rossmann schon längere Zeit interessiert die Entwicklung der Mercareon-Plattform. Als dann Mercareon-Geschäftsführer Leander Kling die neueste Generation der Handelslogistik-Plattform mit ihren erweiterten Funktionen vorstellte, entschied sich Rossmann für Mercareon. „Mit der neuesten Erweiterung der Mercareon-Plattform hatten wir eine gute Basis, um die hohen Anforderungen von Rossmann zu erfüllen. Zu den neuen Funktionen zählen der ‚Live Yard View‘, mit dem die Lkw in Echtzeit innerhalb des Standorts verfolgt werden können. Auch die Prozesse der Sammelgut-Anlieferung können nun vollständig im System abgebildet werden“, berichtet Leander Kling. Hendrik van Duuren ergänzt: „Wir haben bei Mercareon überzeugende Funktionen gesehen, unter anderem für ein detailliertes Yard Management. Warum sollten wir etwas aufwändig selbst programmieren und betreiben, was schon passend im Markt angeboten wird?“
Nahezu alle Lieferanten und Spediteure von Rossmann arbeiteten bereits mit Mercareon. Zudem war die Anpassungsfähigkeit und Flexibilität von Mercareon für Hendrik van Duuren wichtig: „Wir wollten ein System mit Gestaltungsspielraum, das wir an unsere Anforderungen anpassen und weiterentwickeln können. Mercareon ist dafür aus unserer Sicht der geeignete Partner.“
Buchungslogik reicht bis auf Artikelebene

Das detaillierte Yard Management bei Rossmann setzt nicht erst ein, wenn der Lkw an der Lagerpforte vorfährt. Es ist integraler Bestandteil des Zeitfenster-Managements. Dort ist eine umfangreiche Buchungslogik hinterlegt, die bis auf Artikelebene reicht. Auch die genaue Kapazität und Auslastung an den unterschiedlichen Entladestellen wird berücksichtigt. Wird die Buchungsnummer eingegeben, gleicht das System alle Buchungsdetails ab: Welche Artikelgruppe in welcher Menge liefert der Lkw an? Wo muss diese eingelagert werden? Welches ist dafür die beste Entladestelle? Wie viel Zeit wird für die Entladung benötigt? Entsprechend der Berechnungen werden dem Speditionsdisponenten die Zeitfenster angezeigt, die eine optimale Auslastung des Wareneingangs und das beste Lkw-Routing am Lagerstandort ermöglichen. Die Durchlaufzeit am Lagerstandort wird dadurch auf ein Minimum reduziert. Gleichzeitig stehen dem Speditionsdisponenten ausreichend Termine zur Verfügung, um seine Touren und auch Dreiecksverkehre effizient zu planen.
Automatisierte Terminvergabe
Anstatt einer manuellen Terminvergabe per E-Mail läuft diese heute automatisiert über die Mercareon-Plattform. Die Terminplanung konnte dadurch in Landsberg bei Halle zentralisiert werden, während an den Lagerstandorten Personalkapazitäten für andere Aufgaben frei wurden. Zudem wurde der Support für die Speditionen, der früher von Rossmann selbst geleistet werden musste, von Mercareon übernommen. Den Frachtführern steht nun der Mercareon-Kundenservice in über 20 Sprachen und mit hoher Erreichbarkeit zur Verfügung.
Bessere Grundlage für Lieferantengespräche
Ein weiterer Vorteil aus Sicht des Rossmann-Teams ist das verbesserte Reporting über die Mercareon-Reporting-Plattform. „Mercareon liefert uns genaue Zahlen, zum Beispiel bezüglich der Termintreue einzelner Speditionen und Lieferanten sowie zu den Avisierungsquoten. Diese ausführlicheren Informationen können wir unseren Logistikentscheidern zu Verfügung stellen. Die Entscheidungsgrundlage wird dadurch breiter und ist besser validiert“, erklärt Maike Quidde, Assistentin Logistikleitung bei Rossmann. Darüber hinaus bietet die neue Mercareon-Plattform Auswertungsmöglichkeiten auf Lieferantenbasis. „Diese Reports sind für unsere regelmäßigen Lieferantengespräche sehr hilfreich“, so Quidde.
Silke Balsys









