Fokus Intralogistik
Der Materialfluss macht den Unterschied
Automatisierung muss nicht mit einer kompletten Neuausrichtung der Produktion beginnen. Bereits gezielte Teilautomatisierungen und eine schrittweise Vernetzung bestehender Anlagen helfen Druck- und Verpackungsunternehmen, Effizienz, Flexibilität und Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu steigern.
Die Druck- und Verpackungsindustrie steht durch steigende Kosten, Fachkräftemangel und hohe Anforderungen an Qualität und Liefergeschwindigkeit unter wachsendem Druck. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, setzen immer mehr Unternehmen auf die Automatisierung bestehender Produktionsanlagen. Dabei steht nicht die Vollautomatisierung im Fokus, sondern die schrittweise Optimierung einzelner Prozesse.
Materialfluss als entscheidender Faktor für die Effizienz
Nach Erfahrung von Krifft & Zipsner liegt das größte Potenzial häufig im Materialfluss. Manuelle Transporte und fehlende Vernetzung bremsen die Produktion aus. „Unsere Kunden wollen ihre Produktion automatisieren und daraus einen durchgängigen Prozess aus einem Guss machen. Sie stehen aber immer wieder vor der Frage, wie sich das konkret umsetzen lässt: Also, was ist überhaupt wirtschaftlich möglich? An welchen Ebenen kann man ansetzen? Wo fängt man an? Und wie lässt sich der Bestand bei möglichst kurzen Stillstandzeiten ertüchtigen?“, sagt Valentino Parisi.
Automatisierung Ebene für Ebene umsetzen
Als Grundlage einer erfolgreichen Automatisierung gilt die Analyse und Optimierung von Materialflüssen und Fertigungsabläufen. „Die Umgestaltung dieser Abläuft ist eine Aufgabe, die ein hohes Maß an Erfahrung voraussetzt. Und hilft auch unser Blick von außen dabei, neue Wege und Möglichkeiten zu entdecken“, berichtet Florian Nitschke, Leitung Produktmanagement von Krifft & Zipsner. „Um diese komplexe Aufgabe in Teilen zu automatisieren, entwickeln wird aktuell ein Tool, das Fertigungsabläufe simulieren und die Auswirkungen von Änderungen darstellen kann. Damit lassen sich auch die Bottlenecks identifizieren und eliminieren.“
Krifft & Zipsner empfiehlt ein stufenweises Vorgehen – von der Digitalisierung einzelner Prozessschritte über die Vernetzung von Anlagen und den Einsatz fahrerloser Transportsysteme bis hin zu einer zentralen Materialflusssteuerung. Dieses Vorhaben wird in verschiedene Leistungsebenen unterteilt:
- Logistikkomponenten: Die erste Ebene ist die Hardware für den Materialfluss. Das Unternehmen greift dabei auf Lösungen aus eigener Produktion wie Stapelwender, Fördertechnik und fahrerlose Transportsysteme (FTS) zurück, genauso wie auf Automatisierungslösungen anderer Anbieter.
- Systemintegration: Die zweite Ebene ist, den Materialfluss und die Fertigungsmaschinen zu einem funktionierenden Gesamtsystem zu verbinden.
- Steuerung: Der letzte Schritt ist, ein Materialfluss-Steuerungssystem für die gesamte Intralogistik zu installieren. Damit lassen sich alle Prozesse und Anlagen herstellerübergreifend in einer Instanz in Echtzeit überwachen, steuern und an andere IT-Systeme weitergeben.
Erst das Zusammenspiel aus Produktionsanlagen, Fördertechnik und fahrerlosen Transportsystemen ermöglicht einen effizienten, zukunftsfähigen Materialfluss.










