Zusammenarbeit in humanoider Robotik

Melanie Steinbeck / ah,

Feinmotorische Roboterhände für die Industrie

Auf der German Robotics Conference haben Schunk und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) ihre Partnerschaft im Bereich humanoider Roboterhände deutlich ausgeweitet.

Schunk treibt die industrielle Weiterentwicklung humanoider Robotik voran und bündelt alle Aktivitäten künftig im neu gegründeten Tech-Spin-off. Im Zentrum steht die nächste Generation einer modular aufgebauten, anthropomorphen 5-Finger-Greifhand. © DLR

Ziel der Kooperation ist es, den Technologietransfer in die Industrie zu beschleunigen und die feinmotorischen Fähigkeiten humanoider Roboter für neue Automatisierungsanwendungen zu verbessern.

Die Unterzeichnung einer Absichtserklärung markiert einen wichtigen Schritt: Forschungsergebnisse sollen künftig schneller in robuste, industrienahe Lösungen überführt werden. Das DLR bringt am Institut für Robotik und Mechatronik jahrzehntelange Erfahrung in der Entwicklung von Roboterlösungen ein und arbeitet bereits seit rund 20 Jahren mit Schunk zusammen. Mit der erweiterten Kooperation bündeln beide Partner ihre Technologiekompetenzen.

Forschung und Industrie – Hand in Hand

Startpunkt der nächsten Entwicklungsstufe: Mit der Unterzeichnung einer Absichtserklärung auf der German Robotics Conference 2026 in Köln setzen Timo Gessmann (CTO Schunk) (li.) und Prof. Dr.-Ing. Alin Albu-Schäffer (Institutsdirektor DLR-Institut für Robotik und Mechatronik) ein gemeinsames Zeichen. © DLR

Die DLR-Technologie soll in die neuen modularen humanoiden Roboterhände von Schunk einfließen und für industrielle Anwendungen weiterentwickelt werden. Damit lassen sich menschenähnliche Geschicklichkeit und feinmotorische Manipulationsfertigkeiten gezielt ausbauen – für anspruchsvolle Automatisierungsaufgaben in der Industrie.

„Wir setzen auf starke Partnerschaften, um Chancen in der Robotik gemeinsam zu erschließen und konsequent in die Anwendung zu bringen – mit Tempo und Fokus“, sagt Timo Gessmann, CTO von Schunk. „Die Zusammenführung unserer jahrzehntelangen mechanischen Kompetenz mit moderner Robotikforschung und neuen KI-Technologien setzt enormes Innovationspotenzial frei.“

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Plattform für Innovation und Austausch

Die German Robotics Conference, ausgerichtet vom Robotics Institute Germany (RIG), brachte führende Vertreter aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Start-ups zusammen. Ziel der Veranstaltung ist es, die Verbindung zwischen Forschung, Innovation und Technologietransfer zu stärken.

Auch Dorothee Bär, Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt, war vor Ort, um sich über den aktuellen Stand der Robotik zu informieren. Sie tauschte sich mit Schunk darüber aus, welche Rolle Zusammenarbeit und Technologieoffenheit für die Innovationskraft Deutschlands in Robotik und KI spielen.

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