Editorial Materialfluss 10/16
Gekommen, um zu bleiben
Wir sind gekommen, um zu bleiben, sang die deutsche Band Wir sind Helden einst. Während die Berliner Musikanten verdientermaßen längst wieder in der Versenkung verschwunden sind, ist sie gekommen, um zu bleiben: Die Nachhaltigkeit als elementarer Bestandteil einer grünen Logistik. Nichts und niemand hat geschafft, sie totzureiten, auch Journalisten nicht. Sie hat sich weder überholt noch ist die überflüssig geworden.

Statt dessen sind auf großer wie kleiner Ebene die Fortschritte unübersehbar. Ende September hat Indien, drittgrößter Produzent von Treibhausgasen, seinen Willen zur Kooperation in Sachen Klimaschutz bekundet und selbst in Bayern erkennen die oberen politischen Ebenen langsam, aber sicher, dass sich Stromkabel nicht per Siemens Lufthaken verlegen lassen. Von Indien über Bayern in die Intralogistik.
Wie ist es hier um das Thema Nachhaltigkeit bestellt? Wie unsere „Green Logistics“-Ausgabe auch in diesem Jahr wieder zeigt: sehr gut. Denn wie kaum eine andere Branche hat es die Intralogistik geschafft, Ökonomie und Ökologie mit dem für Logistiker typischem Pragmatismus zu versöhnen. Welches Unternehmen kann ernsthaft etwas dagegen haben, dass Stromverbräuche sinken und Produktlebenszyklen steigen? Dass ergonomische Verbesserungen die Zufriedenheit bei Mitarbeitern und die Produktivität gleichermaßen fördern?
Unsere Erfahrungen aus den Gesprächen mit Ihnen, liebe Leserinnen und Leser und aus den Materialfluss Round Table Runden in diesem Jahr sind, dass das Ende der Fahnenstange bei den Innovationen noch nicht erreicht ist. Das stimmt zuversichtlich, dass wir alle „den Wandel gestalten“ können, sinnigerweise das Motto des kommenden Deutschen Logistik-Kongresses. Wir sehen uns in Berlin!
Freundliche Grüße aus Haar,
Martin SchrüferLeitender Chefredakteur Materialfluss, LT-manager









