Lebensmittellogistik

Marvin Meyke,

Frischdienst Walther setzt auf Klinkhammer

Frischdienst Walther, ein fränkischer Zustellgroßhändler, automatisierte sein Trocken- und Kühllager und setzte dabei auf den Intralogistiker Klinkhammer. Das Familienunternehmen verdoppelte so die Größe seines automatischen Tiefkühllagers.

© Klinkhammer

Frischdienst Walther aus Kitzingen verfügt über ein umfangreiches Sortiment von Frische- und Tiefkühlprodukten sowie Lebensmitteln. Mit über 8.500 Artikeln beliefert das Unternehmen die fränkische Gastronomie, Hotellerie und Großküchen. Die Herausforderung der Automatisierung: Die Technik deckt drei verschiedene Temperaturbereiche und drei unterschiedliche Warenflüsse ab. Das 2016 fertiggestellte, automatische Tiefkühllager mit -22°C Umgebungstemperatur wurde durch einen Anbau so erweitert, dass zukünftig insgesamt 19.680 Tablarstellplätze zur Verfügung stehen. Das neue automatische Frischwarenlager im Temperaturbereich von 2°C bis 6°C ist als Shuttlelager mit drei KlinCAT-Multilevel-Shuttles ausgestattet, die jeweils sechs Behälterebenen erreichen. Das Trockenwarenlager für Lebensmittel ist ein nicht-klimatisiertes, 2-gassiges, automatisches Kleinteilelager für B, C und D Artikel.

Aufgrund der vielfältigen Verpackungsausführungen werden in allen drei Lagerbereichen Tablare als Ladehilfsmittel eingesetzt. Die Vereinzelung der Produkte von Paletten auf Tablare ermöglicht eine flexible und einfache Handhabung von Aufträgen mit kleinen Losgrößen und gemischtem Sortiment. Im Vergleich zum automatischen Kleinteilelager sorgt das Shuttlelager trotz halbem Flächenbedarf laut Unternehmensangaben für 30 Prozent mehr Leistung. Gerade bei schnelldrehenden Frischwaren wie Milchfrischprodukten, Käsespezialitäten und Frischfleisch hilft diese Lösung, den innerbetrieblichen Materialfluss zu beschleunigen. Zusätzlich dient das Shuttlelager als Auftragszusammenführungspuffer. Per Vorkommissionierung werden Aufträge für den Versand zwischengelagert, um diese zu einem späteren Zeitpunkt mit Waren aus anderen Lagerbereichen zusammenzuführen. Die neue Tiefkühl-Fördertechnik sowie ein weiterer Kommissionierplatz sind so mit der Bestandsanlage verbunden, dass möglichst kurze Wege anfallen und der Kälteverlust sowie der Wärme- und Feuchtigkeitseintrag ausgesprochen gering gehalten wird.

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Die Klinkhammer-Lagerverwaltungssoftware wurde um die Verwaltung des Trocken- und Frischwarenlagers erweitert und an das bestehende Host-System angebunden. Bei Gewichtsware, wie etwa Rehkeulen mit unterschiedlichem Einzelgewicht, ist eine Erfassung der tatsächlichen Nettogewichte möglich. Die Klinkhammer-Lagerverwaltungssoftware mit Materialflussrechner steuert die Prozesse. Das Visualisierungssystem KlinkVision bringt Transparenz ins Lager und ermöglicht eine schnelle Fernwartung.

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