Fördertechnik

Beschädigte Förderbänder schnell reparieren

Bei einem Hersteller von chemischem Dünger transportieren Förderbänder in den Produktionslinien unter anderem Granulat vom Rotationstrockner zum nächsten Bearbeitungsschritt. Im Dauerbetrieb kommt es immer wieder zu Beschädigungen an den Bändern. Um sie zu reparieren, setzte der Hersteller bisher auf Vulkanisation. Das war nicht nur aufwendig, die Anlage stand auch für Stunden still – das verursachte enorme Kosten. Zum Einsatz kommt nun stattdessen das Rivet Hinged-System.

Mechanische Verbinder von Typ Rivet Hinged: Sie stellen Zugfestigkeit und eine gleichmäßige Verteilung der Belastung auf die Breite des Bandes sicher. © Flexco

Mit diesen mechanischen Verbindern von Flexco sind die Bandenden in wenigen Minuten vereinigt. Die Verbinder sind äußerst widerstandsfähig und eignen sich auch für ältere abgenutzte Bänder. Stickstoff sorgt bei allen Pflanzen für einen optimalen Stoffwechsel. Sollen sie also möglichst viele Nährstoffe zugeführt bekommen, setzen Hobbygärtner gern auf NPK-Dünger. Der Name bezieht sich auf drei chemische Elemente: N steht für Stickstoff, P für Phosphor und K für Kalium. Moderne Werke stellen diesen Dünger aus Erdgas her: In mehreren Verarbeitungsschritten wird meistens Methan durch die Verbindung mit Stickstoff aus der Luft zu einem stickstoffhaltigen Dünger veredelt. Weil nicht alle Pflanzen den gleichen Bedarf haben, sind Phosphor und Kalium in unterschiedlichen Mengen beigemischt. Für die Produktion dieses chemischen Düngemittels hat ein Hersteller in seinem Werk drei Linien im Einsatz. Dreilagige Förderbänder aus hitzebeständigem Kautschuk mit Breiten von 812 bis 1.016 und einer Dicke von 9,5 Millimeter transportieren das Material zu den verschiedenen Stationen. Die Achsabstände dieser Bandanlagen liegen zwischen drei und 60 Meter. Die Bänder fördern mit einer Geschwindigkeit von etwa einem Meter in der Sekunde unter anderem rund 100 Grad Celsius heißes Granulat und Feinmaterial aus dem Rotationstrockner zur weiteren Bearbeitung. Die Produktionslinien laufen rund um die Uhr an sieben Tagen in der Woche.

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Mehrere Stunden Stillstand vermeiden

Im Dauerbetrieb kommt es immer wieder zu Verschleiß an den Bändern. Um sie wieder instandzusetzen, hat das Service-Personal diese bislang vulkanisiert. Ein sehr aufwendiger Vorgang. Zudem waren die externen Monteure nicht sofort vor Ort. Sie mussten dann erst die Bandenden vorbereiten und speziell behandeln. Ältere und abgenutzte Bänder ließen sich mit dieser Methode oft gar nicht mehr verbinden. Und neue Gurte sind teuer. Aber nicht nur die Wartungsmaßnahmen kosteten Zeit und Geld. Auch die Verbindungen selbst hielten nicht so lange wie sie sollten – im Schnitt etwa drei Monate. Beansprucht wurden sie zum Beispiel durch das heiße Material, das die Bänder fördern, oder durch die kurzen Achsabstände. Mussten die Techniker ein Band reparieren, konnte eine Produktionslinie für mehrere Stunden stillstehen.

Über Flexco

Die Flexible Steel Lacing Company (Flexco) mit Sitz in Downers Grove in Illinois/USA ist der international führende Spezialist für mechanische Transportbandverbindesysteme, Bandabstreifer, Bandzentrierstationen, Prallbetten und Trommelbeläge für leichte und schwere Transportbänder. Mit den innovativen Lösungen können Anwender Stillstandzeiten erheblich reduzieren und ihre Produktivität steigern. Die Flexco Europe GmbH ist das deutsche Tochterunternehmen von Flexco mit Sitz im schwäbischen Rosenfeld, wo die Unternehmensgruppe derzeit 60 Mit­arbeiter beschäftigt.

Der Hersteller wollte diese langen Produktionsausfälle deutlich reduzieren. Eine wirtschaftliche Alternative fand er bei Flexco. Der international führende Anbieter von mechanischen Transportbandverbindesystemen hat Lösungen im Angebot, die Wartungs- und Reparaturarbeiten erheblich vereinfachen. Denn im Vergleich zum häufig eingesetzten Vulkanisieren lassen sich mechanische Verbinder wesentlich einfacher und schneller montieren und wieder lösen. Das reduziert Stillstandzeiten und steigert die Produktivität.

Mit mechanischen Verbindern schnell und zuverlässig montiert

Die mechanischen Verbinder lassen sich im Vergleich zum häufig eingesetzten Vulkanisieren einfacher und schneller montieren und wieder lösen. Die Service-Mitarbeiter montieren die Verbinder von der Bandoberseite. Mit denselben Hammerschlägen, mit denen der Monteur die Verbindungselemente setzt, presst er auch die Verbinderplatten in die Banddecke. Bild: Flexco Europe

Zum Einsatz kommen Verbinder vom Typ Rivet Hinged. Bei diesem System durchdringen Nieten die Gewebeeinlagen des Förderbands, ohne die Kautschukfasern zu beschädigen. Die Service-Mitarbeiter montieren die Verbinder von der Bandoberseite. Weil sie dabei die Nieten versetzt anbringen, eignet sich diese Lösung auch für ältere, bereits abgenutzte Bänder. Die Nieten sind mit Pilotnägeln versehen. Deren speziell geformte Köpfe und die Ambossplatte des Montagegeräts sorgen für einen gut ausgeformten Niet. Mit denselben Hammerschlägen, mit denen der Monteur die Verbindungselemente setzt, presst er auch die Verbinderplatten in die Banddecke. Damit erreicht das System eine hohe Zugfestigkeit und verteilt die Belastung gleichmäßig auf die Bandbreite.

Die Verbinder sind flach konstruiert, damit verbessern sie das Anlaufverhalten von Abstreifsystemen und reduzieren den Kontakt mit Seitenabdichtungsprofilen. Das System nutzt sich deutlich weniger ab als eine vulkanisierte Verbindung. Somit sind Wartungsmaßnahmen nur erforderlich, wenn das Band beispielsweise Alterserscheinungen aufweist. Es kommt damit zu deutlich weniger Ausfällen. Der Monteur benötigt für die Herstellung einer Verbindung weniger als eine Stunde.

Je nach Einsatzort kann der Betreiber zwischen verschiedenen Verbindergrößen wählen. Die Komponenten sind widerstandsfähig gegen Korrosion und Chemikalien. Für eine sehr einfache und schnelle Montage bietet Flexco zudem tragbare Elektrowerkzeuge an. Diese sind klein, leicht und ergonomisch zu handhaben. Um eine maximale Lebensdauer der Verbindung sicherzustellen, wählte Flexco das am besten zu den Einsatzbedingungen passende Material aus. Bei dem Düngemittel-Hersteller besteht das System nun aus Rivet Hinged Verbindern und einem nylonbeschichtetem Kupplungsstab. Damit hat er eine individuell abgestimmte und effiziente Lösung im Einsatz.

Der Hersteller hat mit den mechanischen Verbindern die Produktivität seiner Linien nun erheblich gesteigert und spart damit Kosten im sechsstelligen Bereich – Jahr für Jahr.

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