Verpackungstechnik

Kissen aus Umweltpapier von Sprick

Adolf Würth GmbH & Co. KG

Der Schrauben-Konzern Würth hat an seinem Stammsitz in Künzelsau ein neues System für den ergonomischen und umweltfreundlichen Einsatz von Papierpolstern in Betrieb genommen. Entwickelt und hergestellt wurde das integrierte Papierpolstersystem vom Verpackungsspezialisten Sprick aus Bielefeld. Der Schrauben-Konzern Würth mit einem Umsatz von über elf Milliarden Euro und knapp 70.000 Mitarbeitern setzt in Logistik und Versand auf Papierpolster aus 100 Prozent Recyclingpapier. Dabei sorgt ein neues Transfersystem für eine besonders effiziente und ergonomisch optimale Verpackung. Im modernen Vertriebszentrum West mit einer verfügbaren Lagerfläche von 17.000 Quadratmetern, circa 6.300 Paletten- und über 100.000 Behälterplätzen sowie über 8 Kilometer langen Förderstrecken können täglich bis zu 40.000 Kundenaufträge mit 60.000 Auftragspositionen abgewickelt werden. Ein großer Teil davon sind schwere Produkte oder Kommissionen, die besonders geschützt werden müssen. Als Polstermaterial werden neuerdings vor Ort gefertigte Kissen aus Umweltpapier eingesetzt. Diese werden durch den PaperJet vorproduziert - einer kompakten und sehr leistungsfähigen Maschine am Ende der Verpackungslinie, welche die Polster in programmierbaren Längen und Stückzahlen bedarfsgerecht fertigt und an den einzelnen Packplatz liefert.

Packplätze
Ergonomisch und effizient: Die Packplätze bei Würth werden durch den PaperJet versorgt.

Aufgrund seiner speziellen Schneidtechnik stellt der PaperJet rund 190 Polster pro Minute her und versorgt bei Würth somit jeweils 4 Packplätze problemlos. Auch eine Erweiterung auf sechs Packplätze wäre aufgrund der Kapazität des Systems ohne größeren Aufwand realisierbar. Johannes Scheuermann ist verantwortlich für die Logistikprozesse in diesem Bereich bei Würth und hat das neue System mit entwickelt und eingeführt. „Wichtig für unsere Entscheidung war, dass wir die Vorteile des Systems auch anhand der durchgeführten Versuche nachvollziehbar testen und dokumentieren konnten“ so Scheuermann.

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So kommen die Papierpolster zum Packplatz

Die Papierpolster werden dabei mit einem schmalen Gurtförderer in einer Höhe von 2,20 Meter automatisch entlang der Verpackungslinie transportiert und über eine Weiche in den vorgesehenen Vorratsbehälter an den Packplätzen gelenkt. Die Behälter befinden sich jeweils zwischen zwei Packplätzen, so dass die Polster beidseitig in Arbeitshöhe entnommen werden können. Der Füllstand in den Behältern wird mittels Lichtschranken kontinuierlich auf einem bestimmten Level gehalten. Auf diese Weise ist automatisch für den Nachschub an Papierpolstern an allen Packplätzen gesorgt.

Endlos-Papier wird direkt von der Palette verarbeitet

Papier für den PaperJet
Das Papier für den PaperJet ist mit dem Blauen Engel ausgezeichnet und besteht aus 100 Prozent Recyclingfaser.

Ein weiterer Pluspunkt sind die geringen Rüstzeiten des integrierten Systems: Das sogenannte ComPackt-Papier besteht aus vier endlos miteinander verbundenen Leporellostapeln, die auf einer Europalette gelagert sind und mit dem PaperJet direkt von der Palette verarbeitet werden. Auf diese Weise können zwischen 15.000 und 20.000 Polster ohne Unterbrechung produziert werden. Das Nachladen des Papiers erfolgt durch einfachen Austausch der Palette, so dass das System in wenigen Sekunden wieder betriebsbereit ist.

Maik Dawedeit ist Schichtverantwortlicher der Verpackung bei Würth und mit den erzielten Prozesseinsparungen überaus zufrieden: „Durch das neue System ist es uns gelungen, die Produktivität in der Verpackung erheblich zu steigern.“ Sein Kollege Patrick Salzberg ergänzt: „Gleichzeitig freuen sich unsere Mitarbeiter über die verbesserte Ergonomie beim Verpacken.“

Transportverpackung mit Tradition

Entwickelt und hergestellt wurde das integrierte Papierpolstersystem von einem Traditionsunternehmen der Verpackungsbranche mit Sitz im ostwestfälischen Bielefeld: Seit über 130 Jahren bietet das inhabergeführte Familienunternehmen Sprick seinen Kunden maßgeschneiderte Lösungen für die Transportverpackung an. Zu den langjährigen Kunden des Systemanbieters zählen auch namhafte Unternehmen aus dem Automobilbereich, dem Maschinenbau sowie dem Online- und Versandhandel. Dabei profitiert das Unternehmen mit seinen vier Standorten davon, dass sowohl das Papier als auch die Maschinen aus eigener Produktion stammen. „Auf diese Weise ist sichergestellt, dass Material und System auf einander abgestimmt sind und zuverlässig funktionieren. Gleichzeitig können wir unseren Kunden viele, individuell auf ihre Anforderungen hin entwickelte Integrationsmöglichkeiten unserer Systeme anbieten“ erläutert Timo Hartmann, der für das Papierpolstersystem bei Würth zuständige Projektleiter von Sprick.

Mit dem Blauen Engel ausgezeichnet

Neben den erheblichen ergonomischen Vorteilen profitiert Würth durch das neue System auch von einem deutlichen Einspareffekt. Zusätzlich zum Preisvorteil konnte durch das ComPackt-Papier auch eine wesentliche Einsparung beim Materialverbrauch realisiert werden. In Summe dürfte das neue System die Kosten für Polstermaterial bei Würth spürbar reduzieren. Auch die Umwelt gewinnt: Das ComPackt-Papier für den PaperJet ist mit dem Blauen Engel für besonders umweltfreundliche Produkte ausgezeichnet, schont im Vergleich zu herkömmlichen Papieren die natürlichen Ressourcen und hilft dabei, Energie und Emissionen einzusparen. Damit trägt Würth dem auch in seiner Kundschaft immer wichtiger werdenden Umweltgedanken Rechnung.

Kontakt: Adolf Würth GmbH & Co. KG 74653 Künzelsau-Gaisbach Tel.: 0 79 40 / 15-0 E-Mail: info@wuerth.com www.wuerth.de

Sprick GmbH & Co. 33607 Bielefeld Tel.: 05 21 / 93 20 50 E-Mail: info@papier-sprick.de www.papier-sprick.de

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