Stapler & Komponenten
Still macht's flexibel und mitfühlend
Durch professionelle Materialflussgestaltung konnte nicht nur die gute Zusammenarbeit zwischen der Siemens Schaltschrankmontage und der Spedition Gericke GmbH erhalten bleiben, auch für die Mitarbeiter im Lager haben sich die Arbeitsverhältnisse spürbar verbessert. Eine entscheidende Rolle dabei spielte Staplerhersteller Still.
Siemens in Chemnitz errichtete für die Montage von Schaltschränken vor den Toren der Stadt einen zweiten Standort. Zu diesem Neubau gehört auch eine 10.000 m2 große Logistikhalle aus der die einzelnen Montagebereiche versorgt werden. Mit diesen Logistikdienstleistungen hat Siemens die Spedition Gericke beauftragt, weil sie in der Zusammenarbeit mit dem LogistikSystemanbieter Still das für Siemens überzeugendste Konzept erarbeitete. Die Spedition Gericke schaut auf eine bewegte Vergangenheit zurück. Startpunkt war 1921. In diesem Jahr übernahm Friedrich-Carl-Wilhelm Gericke das Bahnspeditionsgeschäft in Hohenstein-Ernstthal. 1990 begann die Zusammenarbeit mit der Still GmbH.

Logistikdienstleistungen für den Siemens-Schaltschrankbau
Mit der Übernahme der Logistikdienstleistungen für die einzelnen Montagewerkstätten des SiemensSchaltschrankbaus in Chemnitz begann vor gut dreizehn Jahren eine erfolgreiche Zusammenarbeit. Vom Standort Hohenstein-Ernstthal aus wurden sämtliche Montagewerkstätten mit Montageteilen versorgt. Es lag jedoch in der Luft, dass Siemens seine vier Montagestandorte eines Tages konzentrieren würde. So wurde ein neues Werk gebaut und im August 2014 fertiggestellt. Eines sollte sich aber nicht ändern: Die Versorgung der Montageabteilungen aus der neuen Logistikhalle sollte weiterhin von einem Dienstleister erledigt werden. „Das hieß für uns“, erläutert Geschäftsführerin Petra Scherer, „wir müssen für diese Logistikhalle ein für Siemens passendes Konzept vorlegen, damit wir weiter Partner bleiben.“
Einmütige Konzepterarbeitung
Die Spedition Gericke brachte ihre spezifischen Kenntnisse in das Konzept ein, die sie in den Jahren der Zusammenarbeit mit Siemens Schaltschrankbau erworben hatte. „Wir“, bekundet Gericke-Geschäftsführer Alfons Scherer, „kannten die Spezifik und den Umfang der zu realisierenden Logistikprozesse sehr genau.“ Mit Still hatte die Spedition Gericke einen Partner gefunden, der schon mit seinem strukturellen Aufbau ideale Bedingungen für eine erfolgreiche Zusammenarbeit bietet: Neben den Verkaufsberatern arbeiten in den Werksniederlassungen auch Systemberater. So kam über die Verkaufsberaterin Regina Schmidtke und dem Leipziger StillSystemBerater Hansjürgen Schnabel schnell der Kontakt zu Frau Dr.-Ing. Alice Kirchheim, Materialflussplanung in der StillZentrale, zu Stande. Für die Realisierung des Projektes in der Logistikhalle war von Seiten der Firma Still Steffen Walther verantwortlich.

„Ausgangspunkt für unser Konzept“, schildert Alice Kirchheim, „war die 10.000 m2 große Halle mit acht Andockplätzen für die Lkw-Entladung sowie die Basisdaten für die Lagerung. Dazu gehörten die Anzahl der Paletten und der Kleinteileladungsträger, die Ladungsstruktur sowie die Durchlaufgeschwindigkeit der einzelnen Waren. „Wir wussten, welche Waren wie zu handhaben sind“, erläutert Alfons Scherer.
Die Materialflussgestaltung
Über ein Paketdiensttor mit einer Rampe für Kleintransporter, eine Schwerlastrampe und sechs weitere Lkw-Andockplätze gelangt das Montagematerial ins Lager. Die Entladung der Lkw erfolgt entweder mit Still-Handgabelhubwagen, deichselgeführten oder mit ausklappbaren Plattformen ausgestatteten Niederhubwagen. Die Palettenware wird gleich nach der Entladung vor der Regalzone ausgepackt, die Lieferscheine entnommen und eine Grobkontrolle durchgeführt. „Anschließend“, erläutert Alfons Scherer, „vergleichen wir in der Feinkontrolle die Lieferscheine mit den Bestellunterlagen. Dazu haben wir einen direkten Zugriff auf den Rechner des Warenwirtschaftssystems des Chemnitzer Siemens-Montagewerks.
Materialfluss im Palettenlager
„Entsprechend unserer Materialfluss- Berechnungen“, erläutert Alice Kirchheim, „haben wir ein Still-Palettenlager mit 20 Regalzeilen installiert, das insgesamt 9.900 Stellplätze mit drei unterschiedlichen Fachhöhen bietet. Der höchste Fachboden liegt in einer Höhe von 7.100 mm.“ „Der Materialfluss im Palettenlager“, erläutert Hansjürgen Schnabel, „ist so organisiert, dass die schnelldrehende Waren in den ersten neun Regalreihen bis zur vierten Regalzeile ein- und ausgelagert werden. Zur Bedienung des Palettenlagers stehen zwei Still-Schubmaststapler des Typs FM-X 14 zur Verfügung und vier FM-X 17.
Warenfluss im Kleinteilelager
„Für 14.000 KLT-Behälter“, schildert Alice Kirchheim, „haben wir ein über 30 Meter langes Still-Fachbodenlager installiert, das 4,40 Meter hoch ist und aus sieben Regalreihen besteht. Die Regale besitzen 12 Fachböden, so dass wir unter Nutzung des Fußbodens 13 Ebenen nutzen können.

„Für die unteren Ebenen, bis zu einer Greifhöhe von 1.040 mm“, berichtet Hansjürgen Schnabel, „stehen den Mitarbeiterinnen drei Horizontal-Kommissionierer vom Typ COP-L 07 zur Verfügung. Die höher gelegenen Fachböden werden mit Hilfe von insgesamt fünf Vertikal-Kommissionierer des Typs EK-X bedient.“
Modular aufgebaut, wird der EK-X optimal an die jeweiligen Gegebenheiten seines Einsatzortes angepasst. Die Vertikalkommissionierer im Chemnitzer Siemenslager sind für das 4.40 Meter hohe Fachbodenregal ausgelegt. In einer Regalgasse können die EK-X Vertikalkommissionierer sowohl auf der linken wie auf der rechten Seite arbeiten, aber nur in einer Richtung. Deshalb ist in den Gassen unbedingt das Einbahnstraßensystem einzuhalten.
Die EK-X Vertikalkommissionierer bedienen nicht nur das KLT-Lager. Im Palettenregal sind im hinteren Bereich in den unteren Plätzen Reserveplätze für palettierte KLT-Behälter eingerichtet. Die spürbare Erleichterung der Arbeit im neuen Lager ist primär ein Ergebnis des optimal gestalteten Materialflusses sowie der ergonomischen Gestaltung der eingesetzten Still- Flurförderzeuge. Die Einlagerungen und das Kommissionieren der an die Siemens-Montagebereiche bereit zu stellenden Waren erfolgt derzeit noch mit Hilfe von Ein- und Auslagerungsscheinen. Mit der direkten Anbindung der Scanner an den Rechner des Warenwirtschaftssystems über W-LAN in der Endausbaustufe erreicht die im Projekt ausgewiesene Erleichterung der Arbeit im Lager den Soll-Zustand an Effizienz und Prozesssicherheit.
Kontakt: Siemens AG D-09116 Chemnitz Tel.: 03 71 / 4 75-36 00 E-Mail: [email protected] www.siemens.com
Gericke & Co. GmbH D-09337 Hohenstein-Ernstthal Tel.: 0 37 23 / 69 52-0 E-Mail: [email protected] www.gericke-spedition.de
Still GmbH D-22113 Hamburg Tel.: 0 18 04 / 7 84 55 33 E-Mail: [email protected] www.still.de









