Rampen/Tore/Ladebrücken
Nachhaltigkeit auch an der Verladestelle
Nachhaltigkeit und Energieeffizienz ist schon eine ganze Weile ein beherrschendes Thema und das nicht erst seit dem Ausrufen der Energiewende. Koch Lagertechnik zeigt beispielhaft, wie man die Konzepte umsetzt. Früher haben Geschäftsprozesse rein betriebswirtschaftlichen Erfordernissen unterlegen, heute spielen auch Schlagworte wie beispielsweise Green Logistics, Energieeffizienz, CO2-Emission oder Nachhaltigkeit eine immer größere Rolle. Im Verladebereich werden mehr und mehr gut isolierende Tore und auch entsprechende Überladebrücken eingesetzt. Während des Be- oder Entladevorgangs des Lkw ist und bleibt die Nahtstelle zwischen Lagerhalle und Lkw aber stets das schwächste Glied in der Kette der Energieeinsparmöglichkeiten. Bereits in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts hat es Berechnungen zum Wärmeverlust durch Zugluft (ohne den Einsatz von Torabdichtungen) gegeben. Aus gutem Grund gibt es heute keine Tore mehr ohne Torabdichtungen. Jahrzehntelang hat man ausschließlich Schürzen-Torabdichtungen mit Alu- Lenkarmen verwendet.
In der Möbelbranche – und bei dem einzigen seinerzeit existierenden Paketdienst (UPS) – hat man allerdings seit den 70er Jahren auf sogenannte Kissen- Torabdichtungen gesetzt, die – ähnlich einem überdimensionalen Tesa- Moll-Streifen – eine sehr gute Isolationswirkung mit sich bringen. Da die Kissen aber rechts und links je rund 15 cm in die Ladeöffnung des Lkw hineinragen, ist diese Version für palettenverladende Spediteure weniger geeignet.
Kissen-Torabdichtungen isolieren besser

Ein Durchbruch kam 1982, als die Firma Koch-Lagertechnik sich die Schürzen-Torabdichtung mit Seitenteilen mit Schaumkern(-Füllung) und Hubdach-Automatik hat patentieren lassen können. Entwicklungsziel war zwar zunächst die hohe Flexibilität des Schaumkerns zur Seite, was zusammen mit der Hubdach-Automatik die Beschädigungsanfälligkeit bei falsch (= schräg oder seitlich versetzt) andockenden Lkw sehr stark eliminiert hat. Später rückte aber auch die isolierende Wirkung des Schaumkerns in den Fokus.
Als angesichts der exorbitant steigenden Energiepreise der Einsparungsdruck immer größer wurde, hat zum Beispiel ein großes schwedisches Möbelhaus aufs neue ein Sachverständigengutachten erstellen lassen mit dem Ergebnis, das durch die Optimierung des Tor-Wetterschutzes und durch das Anbringen zusätzlicher Spaltabdichtungen an den Überladebrücken ein Energiesparpotential von 10 % zu erreichen ist. Bei dem „optimierten Tor- Wetterschutz“ handelte es sich um die erwähnte Torabdichtung mit Schaumkern von Koch vom Typ TAS-SK.
Um das Entweichen der warmen Luft auch nach oben weiter zu erschweren, hat das Möbelhaus die Koch- Torabdichtung oben mit einer extrastarken, doppelten Querschürze ausstatten lassen. Beide Lagen sind im Abstand von etwa 20 cm senkrecht versetzt geschlitzt. Dadurch und auch aufgrund ihres höheren Gewichtes, pressen sie sich besonders gut an die Dachkontur der Fahrzeuge an. Auch Wind und Regen werden auf diese Weise noch zuverlässiger abgehalten.
Andere Unternehmen – andere Herausforderungen: Die Jowat AG, weltweit agierender Hersteller von Klebstoffen und Leimen in Detmold, hat im Zuge ihrer Erweiterung von Lagerflächen eine neue Halle mit insgesamt 20 Verladetoren in Betrieb genommen. Die Tore sind seinerzeit vom Generalunternehmer mit Lenkarm-Torabdichtungen versehen worden.
Da die mit Leimen beladene Lkw häufig auch über Nacht an den Toren stehen bleiben müssen, besteht bei der kälteempfindlichen Ware das Problem der „Unterkühlung“. Bei niedrigen Außentemperaturen lässt man daher die Türen des angedockten Lkw sowie die Verladetore offenstehen, damit die geladene Ware von der warmen Hallenluft mit temperiert wird. Bei einer derartig langen Öffnungszeit der Tore sorgen auch sonst nicht beachtete Öffnungen für nennenswerte Wärmeverluste. Um hier eine umfassende Lösung für alle Problemfelder zu finden hat man sich an die Spezialisten der Firma Koch gewandt, die hier auch ihre jahrzehntelangen Erfahrungen mit Kissen-Torabdichtungen einbringen konnten. Als Ergebnis aller Überlegungen und Versuche wird schließlich ein 30 x 30 cm großes Schaumkissen mit PVC-Ummantelung an eine verzinkte Stützkonstruktion montiert. Damit werden die Öffnungen unter den Torabdichtungen und gleichzeitig der Spalt zwischen Lkw-Türen und -Seitenwänden abgedichtet. Selbst eine kleine Restöffnung zwischen Pufferunterfütterung und Gebäudewand ist durch eine am Kissen angebrachte Lasche geschlossen.
„Unser Wunsch nach einer optimalen Abdichtung auch der kleinsten Öffnungen ist perfekt umgesetzt worden!“, freute sich Versandleiter Konstantin Krenz und hat inzwischen auch die übrigen Tore an der Lagerhalle mit diesem System nachrüsten lassen.
Kontakt: Gebr. Koch GmbH + Co. KG D-32791 Lage / Lippe Tel.: 0 52 32 / 60 86-0 E-Mail: [email protected] www.koch-lagertechnik.de









