Lager- & Kommissioniertechnik

So dicht wie möglich

An der Schnittstelle zwischen drinnen und draußen geht im ungünstigsten Fall sehr viel Energie verloren. Zum Glück bieten führende Unternehmen effiziente Möglichkeiten, diesen Verlust so gering wie möglich zu halten.

Fehlende oder nicht optimale Andocksysteme führen gerade an der Schnittstelle zwischen Gebäude und Transportfahrzeug zu erheblichen Energieverlusten. Ein finanzieller Aufwand, der weitgehend vermeidbar ist, denn eine gute Abdichtung senkt die Kosten erheblich, entlastet die Umwelt und steigert letztlich auch den Wert der Gebäude.

Lager- & Kommissioniertechnik: So dicht wie möglich

Ein großes, international tätiges Möbelhaus stellte durch unabhängige Prüfer fest, dass Konvektionswärmeverluste den Heizwärmebedarf an der genannten Schnittstelle um ca. 30 % steigerten. Das Sachverständigengutachten kam laut Angaben der Gebr. Koch GmbH + Co. KG zu dem Ergebnis, dass zusätzliche Spaltabdichtungen an den Überladebrücken und der Austausch der herkömmlichen Torabdichtungen ein Einsparpoten­tial von jeweils 10 % erzielten.

Im Zuge der angestrebten Energieeinsparung wurden in mehreren Lagern an insgesamt mehr als 350 Verladestellen die effizienteren und besser abdichtenden Koch Schaumkern-Torabdichtungen vom Typ TAS-SK eingebaut. Die guten Dämm­werte dieser Torabdichtungen liegen an ausgeschäumten Seitenteilen, die verhindern, dass die kalte Außenluft ins Gebäude eindringt.

Funktion und Architektur

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Lager- & Kommissioniertechnik: So dicht wie möglich

Auch Novoferm hat mit einem Neubau in Bingen dokumentiert, wie Energieeffizienz realisierbar ist – unter anderem durch mehr als ein Dutzend Verladeeinheiten, die den aktuellen Stand des technisch, qualitativ und wirtschaftlich optimal Machbaren darstellen.

Bei dem Neubau handelt es sich um eine rund 9.000 m² große Halle in Stahlbauweise mit moderner Lager- und Fördertechnik. Passend zur Logistik stellt sich auch die Ausstattungsqualität dar: Wände und Decken sind gegen Transmissionswärmeverluste deutlich über Standard gedämmt; Gas-Deckenstrahler sorgen bei vergleichsweise geringem Primärenergieeinsatz für ein konstantes Temperaturniveau.

Die insgesamt 14 Verladeeinheiten von Novoferm verfügen über rund 3 m breite und 3,20 bis 4,20 m hohe Thermo-Industrie-Sektionaltore. Diese bestehen aus horizontal profilierten, 45 mm starken Sandwich-Paneelen mit einer Wärmedämmung aus PU-Hartschaum mit einem U-Wert von U=0,51 W/m²K.

Um die „Offensteh“-Zeiten der Verladeeinheiten – in denen die meiste Wärme verloren geht – so gering wie möglich zu halten, wurden sie mit „intelligenten“ Steuerungen kombiniert. Allein die Stromsparfunktion sorgt bereits für einen etwa 70 Prozent geringeren Energieverbrauch. Über LED menügeführt, verfügen die Steuerungen zudem über eine Automatikschaltung, die komfortabel alle Funktionen zum Starten oder Beenden eines Ladevorgangs abdeckt. Diese Automatisierung spart nicht nur Zeit, sondern steigert gleichzeitig die Anwendungssicherheit.

ISO-Verladelösung

Auch bei Promstahl ist man der grundsätzlichen Meinung, dass die Vorgabe, Verladestellen mit einer positiven Energiebilanz zu gestalten, eine komplett abgekapselte Verladetechnik voraussetzt, die ISO-Verladelösung. Noch weiter optimieren lässt sich diese Verladetechnik mit einer geänderten Bauweise der Überladebrücke, die den eigentlichen Be- und Entladevorgang betrifft.

Lkw docken in der Regel mit geöffneten Heck­türen an. Beim Verladen von gekühlter Ware ist dies jedoch nicht möglich. Die vom Gesetzgeber geforderten Richtlinien für die Kühlkette beim Transport von Lebensmitteln und TK-Produkten sind nur zu erfüllen, wenn der Lkw mit geschlossenen statt wie üblich mit geöffneten Hecktüren andockt. Mit einer Standardverladestelle ist der daraus resultierende Energieverlust unvermeidlich.

Als supereffiziente Lösung hat Promstahl daher eine Stufenversion-Überladebrücke im Programm – und zwar als Innenrampen- wie auch als Vorsatzschleusenlösung. Rechts und links des beweglichen Überladebrücken-Plateaus schafft eine feststehendes abgesenktes Stahl- oder auch Betonplateau den notwendigen Bewegungsspielraum für den Schwenkbereich der Lkw-Türen nach dem Andocken. Die äußere Abdichtung des angedockten Lkw erfolgt durch eine flexible, aufblasbare Torabdichtung.

Lager- & Kommissioniertechnik: So dicht wie möglich

Sie legt sich wie ein Handschuh um die unterschiedlichsten Lkw-Aufbauten und ist automatisch mit der Torsteuerung gekoppelt. Das Tor zum Lager öffnet sich erst dann, wenn der Lkw vollständig abgedichtet an der Verladestelle steht. Ähnlich sieht es beim abfahrenden Lkw aus – nur in umgekehrter Reihenfolge. Die Toröffnungszeiten, die in der Regel die größten Verursacher für unnötigen Energieverbrauch, werden damit auf ein Minimum reduziert. Alle drei Systeme, Torabdichtung, Sektio­naltor und Stufen-Überladebrücke, arbeiten absolut synchron und garantieren beste Ergebnisse beim Einsparen von Energiekosten.

Hell und leicht

Mit der neuen Generation der Hubtore Spacelite HT bietet auch Butzbach eine ideale Lösung für wirtschaftliches und energieeffizientes Bauen. Die Basis des Hubtors ist Fiberglas. Durch eine Lichttransmission von bis zu 78 % entstehen hinter dem Tor helle und lichtdurchflutete Arbeitsbereiche, die den Beleuchtungsaufwand bei Tag reduzieren und eine angenehme Arbeitsatmosphäre schaffen. Durch die diffuse Lichtstreuung bilden sich keine Schlagschatten und auch die Blendwirkung des einfallenden Tageslichtes reduziert sich erheblich. Schädliches UV-Licht wird vollständig absorbiert.

Kammerbauweise der Fiberglaselemente und Rundum-Abdichtung der gesamten Toranlage erreichen sehr gute Wärmedämmwerte. Durch Isolierfolien im Fiberglas, die Integration von hochwärmedämmenden Echt-Glas-Feldern, isolierte Profile und doppelte Abdichtungen zwischen Führungsschiene und Gebäude sowie zwischen Führungsschiene und Torblättern erreicht man für das gesamte Tor hervorragende U-Werte bis 1,8 W/m2K. Weiterentwicklungen an der Führungsschiene, wie z.B. zusätzliche Positionen für das Dichtungsprofil, sorgen außerdem für eine erhöhte Luftdichtigkeit.

Mit der so genannten Sprint-Option kann die Öffnungsgeschwindigkeit der Tore um ca. 100 Prozent erhöht werden. Neben einem schnellen Verkehrsfluss reduziert sich durch die damit verbundenen kurzen Öffnungs- und Schließzeiten der Wärmeaustausch, was eine nochmalige Senkung der Energiekosten bewirkt. Diese Eigenschaften machen das Hubtor Spacelite HT zu einer energieeffizienten Lösung für den Gebäudeabschluss.

Mit einem Butzbach-Hubtor können im Vergleich zu einem herkömmlichen Sektionaltor mit Sandwichfüllung durch verbesserte Wärmedämmung, verringerte Luftdurchlässigkeit, verminderte Energieverluste durch schnelles Öffnen und Schließen sowie durch Einsparungen bei den Beleuchtungskosten rund 250 Euro Betriebskosten im Jahr eingespart werden.

Stichwort U-Wert

Wie man den Wärmedurchgang erfassen kann

Der U-Wert, auch Wärmedurchgangskoeffizient genannt, misst den Temperaturunterschied eines Gases oder einer Flüssigkeit beim Übergang durch einen festen Körper in ein weiteres Gas oder eine Flüssigkeit. Die SI-Einheit ist W/(m²  ∙  K) (Watt pro Quadratmeter und Kelvin). Er wird in der Bauphysik auch als k-Wert bezeichnet. Der Wärmedurchgangskoeffizient ist abhängig von den Wärmeübergangs­koeffizienten zwischen dem festen Körper und den Fluiden sowie der Wärmeleitfähigkeit und Geometrie des festen Körpers.

Arnold Verladesysteme, E-Mail: mail@arnold-vs.de, www.arnold-verladesysteme.com

Butzbach GmbH Industrietore, E-Mail: marketing@butzbach.com, www.butzbach.com

Lager- & Kommissioniertechnik: So dicht wie möglich

Gebr. Koch GmbH + Co. KG, www.koch-lagertechnik.de

Novoferm GmbH, E-Mail: marketing@novoferm.de, www.novoferm.de

PromStahl GmbH, E-Mail: info@promstahl.com, www.promstahl.com

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