Förder- & Hebetechnik

Arbeiten in der richtigen Höhe

Die Ergonomie am Arbeitsplatz wird in der heutigen Zeit immer wichtiger, um auch älteren Mitarbeitern und Menschen mit Einschränkungen einen angenehmen und zukunftsfähigen Arbeitsplatz zu bieten. Die Flexlift Hubgeräte GmbH hat in Zusammenarbeit mit Schweißmaschinen-Herstellern einen Hubtisch entwickelt, der die Punkt- und Buckelschweiß-Maschinen in die ergonomisch richtige Höhe fahren kann. Das ermöglicht sowohl eine stehende als auch sitzende Tätigkeit.

Foto: Flexlift
Foto: Flexlift

Vor allem in der Automobilbranche macht man sich zurzeit intensive Gedanken, wie Arbeitsplätze in der Kleinteile-Fertigung gestaltet werden müssen, um auch ältere Mitarbeiter oder solche mit Einschränkungen im Bewegungsapparat beschäftigen zu können. In der Schweißabteilung für Karossen-Kleinteile sind Punkt- und Buckelschweiß-Maschinen im Einsatz, die manuell bedient werden. Aufgrund der geringen Gewichte der dort zu bearbeitenden Kleinteile bieten sich gerade diese Arbeitsplätze für ältere Mitarbeiter an. Ebenfalls können Menschen mit Einschränkung im Bewegungsapparat hier gut eingesetzt werden. Das ist jedoch nur dann möglich, wenn zusätzlich Bedingungen geschaffen werden, um die Schweißmaschine und den Arbeitsplatz als Ganzes ergonomisch den Möglichkeiten des Mitarbeiters anzupassen.

Die Flexlift Hubgeräte GmbH hat in Zusammenarbeit mit namhaften Schweißmaschinen-Herstellern einen Hubtisch entwickelt, der die Punkt- und Buckelschweiß-Maschinen in die ergonomisch richtige Höhe fahren kann. Dabei wurde berücksichtigt, dass sowohl eine stehende als auch sitzende Tätigkeit möglich ist.

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Herausforderung: die Geometrie der Maschinen

Die konstruktive Herausforderung lag darin, die ungünstige Geometrie dieser Maschinen zu berücksichtigen und dennoch eine gute Seitenstabilität zu gewährleisten. Der Schwerpunkt der Schweißvorrichtungen liegt meistens außerhalb des Flächenschwerpunktes und das verursacht Reaktionskräfte, die von normalen Hubtischscheren schlecht aufgenommen werden können. Die ungünstige Krafteinleitung hat dann ein „Schaukeln“ des Hubtisches während der Hub- und Senkbewegung zur Folge. Das verursacht beim Bediener ein ungutes Gefühl und gleichzeitig wird die Lebensdauer der Scherenmittenlager erheblich verkürzt. Auch die Impulse beim Schließen der Schweißzangen müssen berücksichtigt bzw. absorbiert werden.

Einkopf-Punktschweiß Maschine mit einem Hubtisch des Typs FM 3000/70. Foto: Flexlift
Einkopf-Punktschweiß Maschine mit einem Hubtisch des Typs FM 3000/70. Foto: Flexlift

Mit der Baureihe FM 3000/70 hat Flexlift einen Hubtisch entwickelt, der diesen ungünstigen Einsatzbedingungen Rechnung trägt. Die ersten Hubtische dieses Typs sind nun schon mehrere Jahre erfolgreich im Einsatz. Sie zeichnen sich durch ihre robuste Bauweise und eine hohe Verfügbarkeit aus.

Auch die Material Zu- und Abfuhr an diesen Arbeitsplätzen musste unter ergonomischen Gesichtspunkten betrachtet werden, da auch hier individuelle Einstellbarkeit gegeben sein muss. Da in der Automobil-Industrie Behälter-Management-Systeme üblich sind, musste auch dieser Aspekt bei der Wahl geeigneter Hub-Neige-Geräte Berücksichtigung finden. Bei den Recherchen stellte sich heraus, dass durch die unterschiedlichen Behältergrößen und Gewichte schon die erforderlich Tragkraft der Hubgeräte ein Auswahlkriterium darstellt.

Neigewinkel von 40 Grad

Ein weiterer Punkt ist die unterschiedliche geometrische Gestaltung der Behälter. Schnell wurde klar, dass die üblichen maximalen Neigungswinkel von 30 ° –3 5 ° nicht ausreichen, um auch bei hochwandigen Behältern die Bodenlage zu erreichen. Um den Bedürfnissen der Mitarbeiter auch in diesem Punkt zu entsprechen, musste ein Hub-Neige-Gerät konzipiert werden, das in seiner Hubhöhe einer bestimmten Behälter-Bandbreite entspricht und zudem einen Neigewinkel von 40° erreicht.

Um all diese Parameter zu erreichen, hat Flexlift ihre Produktgruppe Hub-Neige-Geräte um zwei Typen erweitert, den Typ FMP40/85/770 und Typ FG12/52/80-25. So wurden Arbeitsplätze geschaffen, an denen Mitarbeiter mit Einschränkungen im Bewegungsapparat wieder in die Arbeitswelt eingegliedert werden können und ältere Kolleginnen und Kollegen länger ohne körperliche Schäden durch einseitige Belastung ihren Beruf ausüben können.

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