Flurförderzeuge
StaplerCup 2010: Geniale Gabelführung gefordert
Wenn es Ende September um die Ermittlung eines neuen deutschen Meisters im Staplerfahren geht, finden auch wieder die Firmenteam-Meisterschaften statt. Hier sind zusätzlich zum Fahren auch noch logistische Meisterleistungen gefragt.
Vom 23. bis 25. September 2010 geht es um viel auf dem Aschaffenburger Schlossplatz: Die 60 besten Staplerfahrer Deutschlands treten bereits zum sechsten Mal um den Titel „Deutscher Meister im Staplerfahren“ gegeneinander an. Sie alle haben sich in den vergangenen Monaten durch bundesweite Qualifikationswettkämpfe gestapelt und dabei fast 2 000 Konkurrenten hinter sich gelassen. Angetrieben hat sie der Gedanke, am Ende der Saison als Sieger des StaplerCups 2010 vom Platz zu gehen.

Eine Garantie für den Erfolg gibt es jedoch nicht beim StaplerCup. Denn dafür fahren die Besten der Besten unter Deutschlands Staplerfahrern zu gut. Hier geht es um mehr als nur die fachmännische Bedienung eines Arbeitsgerätes, es wird die Tagesform entscheiden. Die drei großen „G“ trennen hier den Erfolgreichsten vom restlichen Teilnehmerfeld: Eine Kombination aus Geschicklichkeit im Umgang mit dem Stapler, Gefühl für die Parcoursprüfungen und Geschwindigkeit ist unabdingbar, um den amtierenden Meister Michael Schubert aus Linnich bei Aachen zu „entthronen“.
Seit 2005 haben sich bundesweit fast 10 000 Staplerfahrer der Herausforderung einer Qualifikation für das Finale gestellt. Einzige Voraussetzung für die Teilnahme an dem Wettkampf ist der Besitz eines gültigen Gabelstaplerführerscheins, ansonsten zählen allein Erfahrung und Fingerspitzengefühl.
Doch nicht nur die „Einzelkämpfer“ unter Deutschlands Staplerprofis erhalten am letzten Septemberwochenende die Möglichkeit, ihr Können unter Beweis zu stellen. In der im Jahr 2008 ins Leben gerufenen Wertung „Firmen-Team-Meisterschaft“ geht es darum zu zeigen, dass Genauigkeit, Schnelligkeit und Erfolg im Wettbewerb wie im Betrieb in erster Linie perfekte Teamarbeit voraussetzen.
Nur durch gemeinsames Handeln, perfekt aufeinander abgestimmte Prozesse und reibungslos ineinander greifende Abläufe besteht eine Chance auf den Titel. Als Mannschaft, bestehend aus drei Staplerfahrern und einem Logistiker, haben die Teilnehmer die Chance zu beweisen, welches deutsche Unternehmen die versiertesten Logistiker und geschicktesten Staplerfahrer beschäftigt.
Speziell entwickelte Logistikparcours, die alltägliche Arbeitsschritte von Logistikern und Staplerfahrern mit besonderen Anforderungen an Präzision, Geschick und vor allem die Teamarbeit kombinieren, verlangen den Mannschaften sichere Zusammenarbeit, Köpfchen und fachliche Kompetenz ab.
Vier Teams im Finale Zwei Vorrunden sind zu bewältigen, bevor die vier besten Teams in das Finale einziehen. In Vorrunde eins sind in einem Parcours die wichtigsten Teilbereiche eines Lagers, wie Wareneingang, Regallager und Warenausgang dargestellt. Die Aufgabe besteht darin, einen logistischen Prozess aus mehreren Arbeitsschritten richtig und möglichst schnell durchzuführen.
Als Wettkampfgeräte stehen verschiedene Gabelstapler, Schubmaststapler und Lagertechnikfahrzeuge zur Verfügung, deren Einsatz anhand der Fahreigenschaften geplant und ausgewählt werden muss. Kriterien hierfür sind zum Beispiel die Wendigkeit, die Abmessungen des Fahrzeuges oder die maximale Hubhöhe. Es darf dabei frei bestimmt werden, welcher Fahrer mit welchem Fahrzeug welche Tätigkeiten durchführt.

In Vorrunde zwei können die Mannschaften bei einem Staffel-Wettbewerb an verschiedenen Stationen zeigen, wer in Sachen Schnelligkeit, Präzision und fahrerisches Können die Nase vorn hat. Hierbei treten jeweils zwei Fahrer aus einer Mannschaft für ihr Team an, die unterschiedliche Präzisionsarbeiten leisten müssen. Die Parcoursbeschreibungen der beiden Vorrunden erhalten die Teams einige Tage vor dem Turnier.
So können sie sich gezielt vorbereiten und Lösungsansätze entwickeln, denn es gibt nicht nur einen Lösungsweg für die Parcoursprüfungen. Die Teams sollen in Eigenregie erarbeiten, welche Möglichkeiten bestehen, die Aufgabe am schnellsten und cleversten zu lösen. Der Finalparcours bleibt dagegen bis zuletzt unter Verschluss und wird den Teilnehmern erst kurz vor dem Start in die Endrunde präsentiert.
Wie in allen Titel-Wettkämpfen des StaplerCups gilt auch bei der Firmen-Team-Meisterschaft: Schnelligkeit siegt. Jedoch sichern sich nur die Teilnehmer den Einzug in die nächste Runde, die trotz Wettbewerbs- und Zeitdruck alle Regeln zur Unfallverhütung beim Staplerfahren einhalten: Bei falschem Handling oder dem Missachten von Sicherheitsvorschriften werden Zeitstrafen verhängt, die das Team wertvolle Sekunden für eine erfolgreiche Platzierung kosten.
Zur Qualifikation für das Finale werden die Zeiten der beiden Vorrunden addiert. Die vier schnellsten Firmen-Teams ziehen in die Endrunde ein. Im Finale treten zunächst das dritt- und viertplazierte Team um Platz drei gegeneinander an, anschließend kämpfen die beiden besten Mannschaften um den Sieg. 2008 stellten sich zum ersten Mal acht Mannschaften dem Wettstreit um den Titel „Firmen-Team-Meister“.
Den ersten Titel in der neuen Disziplin konnte sich das Team Döhler aus Darmstadt sichern. Platz zwei belegte mit dem Team ABB aus Hanau eine weitere hessische Mannschaft. Auf Rang drei stapelte sich das Team Saint-Gobain Sekurit aus Würselen bei Aachen. Insgesamt zehn Mannschaften namhafter deutscher Unternehmen gingen 2009 in dem Mannschaftswettbewerb an den Start. Wieder dabei: das Team ABB aus Hanau, das sich diesmal den Platz ganz oben auf dem Siegerpodest sichern konnte und als „Firmen-Team-Meister 2009“ die Heimreise antrat. Platz zwei belegte das Team DHL aus Dreieich, Rang drei erstapelte sich die Mannschaft von Volkswagen aus Baunatal.
Der Startschuss für die Vorrunden der diesjährigen Firmen-Team-Meisterschaft fällt am Donnerstagabend, 23. September 2010. Das Finale wird am Freitag, 24. September 2010, ausgetragen. In Deutschland ist der StaplerCup inzwischen eine feste Größe, aber auch international hat der außergewöhnliche Wettbewerb den Durchbruch geschafft: Bereits zum vierten Mal senden zahlreiche europäische Nationen, darunter England, die Niederlande, die Slowakei, Tschechien und Spanien, ihre amtierenden Staplermeister im September nach Aschaffenburg. Im Rahmen der „International Championships“ wetteifern Europas beste Staplerfahrer am Meisterschaftswochenende in Nationalteams um die Auszeichnung als beste europäische Staplernation.

Viele Aktionen Ob deutsche Meisterschaft, Firmen-Team-Meisterschaft oder International Championships: Nervenkitzel für Teilnehmer und Zuschauer ist garantiert, wenn sich die Staplerprofis am letzten Septemberwochenende auf kniffligen Parcours messen. Am Donnerstagabend, 23. September 2010, eröffnet eine Schlossplatzparty die diesjährigen Wettkämpfe. Ein großes Rahmenprogramm mit vielen Aktionen für die kleinen und großen Staplerfans begleitet die folgenden Turniertage.
Linde Material Handling GmbH, D-63743 Aschaffenburg, E-Mail: [email protected], www.staplercup.com









