Überladebrücken
Verladestellen effizient modernisieren
Die Neugestaltung von Verladestellen ist eine anspruchsvolle Aufgabe. Unterschiedliche Grubenmaße und -erhaltungsstände erschweren den Austausch von Überladebrücken. Oft werden zeit- und kostenintensive Sonderlösungen benötigt. Mit der neuen Baureihe 3 realisierte Hörmann ein Gesamtkonzept, das diese Herausforderungen systematisch und besonders wirtschaftlich lösen soll.
Ob Sanierung oder Nutzungsänderung: Eine Überladebrücke auszutauschen, macht viel Arbeit und wenig Freude. Je nach Zustand des Baukörpers erfordert der Vorgang eine umfassende Planung, nimmt Zeit, Geld und oft auch die Konstruktion aufwändiger Sonderbauteile mit langer Lieferzeit in Anspruch. Mit der Baureihe 3 der Überladebrücken stellt Hörmann jetzt eine Produktfamilie vor, die den Austausch deutlich leichter macht. Sie umfasst Vorschubladebrücken (HTL3) und Klappkeilbrücken (HLS3) und bietet für zahlreiche Einbausituationen eine passende Lösung, unabhängig vom Hersteller der alten Anlage. Kern des Systems: Hörmann setzt Standardkomponenten ein, die für die jeweiligen Einbausituationen individualisiert werden können. Damit könnten Renovierungen deutlich schneller und wirtschaftlicher umgesetzt werden, so der Anbieter.
Standardisierte Lösungen für komplexe Anforderungen
Je nach baulichen Gegebenheiten des Bestandsgebäudes geht Hörmann von drei verschiedenen Szenarien aus. Szenario 1: Die bestehende Grube entspricht in der Breite und Ausführung den Standard-Anforderungen. In diesem Fall kann das neue, kompakte Grubenmodell P in Standardgröße eingesetzt werden. Für Längenanpassungen sorgt ein Längenadapter.
In Szenario 2 ist die bestehende Grube zu breit und beziehungsweise oder zu lang für eine Standardgröße oder an der richtigen Stelle fehlt der Stahl für die Verbindung des Querträgers. In einer derartigen Situation kommt das neu entwickelte Renovierungsmodell R, optional wieder mit Längenadapter, zum Einsatz. Die Seiten sind so konzipiert, dass die Ladebrücke bedarfsgerecht und unkompliziert in die bestehende Grube eingepasst werden kann, denn das Bestellsystem konfiguriert die Breitenanpassung automatisch.
Szenario 3: Die Grube ist stark beschädigt. Auch in diesem Fall kann mit einer Standardausführung gearbeitet werden: Durch Ausstemmen des Betons wird eine Eingießfuge erstellt und anschließend ein Rahmenmodell FR in Standardgröße eingegossen. Damit entfällt die Notwendigkeit teurer Sonderkonstruktionen – auch beim Austausch von alten Überladebrücken, die nicht von Hörmann stammen.
Stahlqualität reduziert Materialeinsatz
Ein wesentliches Merkmal der neuen Generation ist laut Anbieter die optimierte Stahlqualität. Bei der HTL3 setzt Hörmann S355-Stahl in der Materialstärke 7/9 mm als Tränenblech der Plattform ein. Bei der HLS 3 ist diese Stahlqualität optional erhältlich. Vorteil des Materials: Es bietet eine höhere Tragfähigkeit als herkömmlicher S235-Stahl in 8/10 mm. Entscheidend ist dabei nicht die reine Materialstärke, sondern die Streckgrenze des Stahls, die maßgeblich die Belastbarkeit bestimmt. Die Konstruktion der Baureihe 3 berücksichtigt diesen Aspekt und sorgt für hohe Stabilität bei gleichzeitig reduziertem Materialeinsatz. Das reduziert nicht nur die Bildung von Spurrillen, sondern spart auch Ressourcen ein und reduziert Kohlenstoffdioxid-Emissionen um rund 10 % im Vergleich zur Vorgängergeneration. Nachhaltigkeitsproduktpässe, die Hörmann für alle Lösungen der Reihe zur Verfügung stellt, belegen die Daten und erleichtern die Nachweisführung bei nachhaltigen Bauprojekten.
Montage und Service mit im Fokus
Die Baureihe 3 ist laut Unternehmensangaben auf einfache Montage und Servicefreundlichkeit ausgelegt. Platzierungshilfen ermöglichen das unkomplizierte Einhängen in den Grubenrahmen, die erforderlichen Positionen der Schweißnähte sind deutlich angegeben. Standardisierte Komponenten und optimierte Zugänglichkeit verkürzen die Einbauzeiten und erleichtern Wartungsarbeiten.
Die Modernisierung von Überladebrücken im Bestand lässt sich heute systematisch und wirtschaftlich umsetzen. So ist es möglich, sehr unterschiedliche bauliche Ausgangssituationen ohne Sonderkonstruktionen abzudecken.










