Nettoguthaben von 248 Millionen Euro

Martin Schrüfer,

Jungheinrich startet stark und erhöht die Prognose

Jungheinrich hat das 1. Quartal des Geschäftsjahres 2021 sehr gut abgeschlossen. So wurden alle Finanzkennzahlen zum Teil deutlich gegenüber dem Vorjahr gesteigert.

Jungheinrich hat das 1. Quartal des Geschäftsjahres 2021 sehr gut abgeschlossen. So wurden alle Finanzkennzahlen zum Teil deutlich gegenüber dem Vorjahr gesteigert. © Jungheinrich

Der Auftragseingangswert des 1. Quartals 2021 wurde insbesondere durch den guten Auftragseingang für Neufahrzeuge sowie für Automatiksysteme bestimmt. Treiber der Umsatzentwicklung waren alle Geschäftsfelder. Das EBIT stieg, maßgeblich aufgrund der besseren Auslastung der Werke, deutlich. Aufgrund dieser positiven Entwicklung und einer auch für den weiteren Jahresverlauf erwarteten hohen Nachfrage hat Jungheinrich seine Prognose für das Jahr 2021 angehoben.

Dr. Lars Brzoska, Vorstandsvorsitzender: „Wir sind sehr stark in das neue Geschäftsjahr gestartet. Insbesondere der Auftragseingang, ein neues Allzeithoch in einem Quartal, ist Beweis für die äußerst erfolgreiche Arbeit des gesamten Teams weltweit. Auf den weiteren Jahresverlauf blicken wir optimistisch. Die andauernden Herausforderungen, resultierend aus der COVID-19-Pandemie und insbesondere aus Engpässen in der Lieferkette, haben wir unverändert fest im Blick. Operativ und strategisch sind wir hierfür weiterhin gut aufgestellt. Vor dem Hintergrund der positiven Entwicklungen des 1. Quartals haben wir unsere Prognose für das Geschäftsjahr 2021 erhöht. Die im November 2020 veröffentlichten Ziele und Maßnahmen der Strategie 2025+ werden vollumfänglich weiterverfolgt und die Zielgrößen für 2025 im Laufe des Jahres überprüft.“

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Der Auftragseingang in Wert, der die Geschäftsfelder Neugeschäft, Miete und Gebrauchtgeräte sowie Kundendienst umfasst, lag bei 1,32 Mrd. € (Vorjahr: 1,02 Mrd. €), in Stück bei 46,1 Tsd. Fahrzeugen (Vorjahr: 32,1 Tsd. Fahrzeuge). Der Umsatz des 1. Quartals erreichte 959 Mio. € (Vorjahr: 920 Mio. €). Das Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern (EBIT) stieg auf 72,1 Mio. € (Vorjahr: 53,7 Mio. €), damit ergab sich eine EBIT-Rendite (EBIT-ROS) von 7,5 Prozent (Vorjahr: 5,8 Prozent). Das Ergebnis nach Steuern belief sich auf 50,1 Mio. € (Vorjahr: 31,8 Mio. €). Entsprechend betrug das Ergebnis je Vorzugsaktie 0,50 € (Vorjahr: 0,32 €). Zum 31. März 2021 erreichte das Nettoguthaben 248 Mio. € (31. Dezember 2020: Nettoguthaben von 194 Mio. €).

„Jungheinrich hat eine starke Leistung gezeigt und alle Ergebnisgrößen gegenüber dem Vorjahreszeitraum deutlich gesteigert. Das 1. Quartal zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, erklärt Finanzvorstand Dr. Volker Hues.

Entwicklung Januar bis März 2021

Das Weltmarktvolumen für Flurförderzeuge ist im 1. Quartal 2021 gegenüber dem Vorjahresquartal besonders stark gewachsen, da alle Regionen einen sehr deutlichen Nachfrageanstieg verzeichnen konnten. Insbesondere in China fand ein überproportionaler Anstieg der Bestellungen statt. Das weltweit am stärksten nachgefragte Produktsegment war in den ersten drei Monaten des Jahres die Lagertechnik. In Europa zog die Nachfrage im Berichtszeitraum ebenfalls sehr deutlich an. Dort legten die Bestellungen für lagertechnische Geräte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sehr stark zu.

Geschäftsentwicklung von Jungheinrich

Der stückzahlbezogene Auftragseingang im Neugeschäft, der die Bestellungen für Neufahrzeuge einschließlich der für Mietgeräte enthält, lag mit 46,1 Tsd. Fahrzeugen im 1. Quartal 2021 um 44 Prozent über dem Vorjahreswert (32,1 Tsd. Fahrzeuge). Jungheinrich profitierte von der sehr deutlichen Nachfragebelebung in Europa. Der wertmäßige Auftragseingang, der alle Geschäftsfelder – Neugeschäft, Miete und Gebrauchtgeräte sowie Kundendienst – umfasst, übertraf im Berichtszeitraum mit 1.322 Mio. € den Vorjahreswert (1.016 Mio. €) um 30 Prozent. Ausschlaggebend hierfür war neben dem flächendeckend sehr guten Auftragseingang für Neufahrzeuge auch die Nachfrage nach Automatiksystemen. Der mit 959 Mio. € gegenüber dem Vorjahr (920 Mio. €) um 4 Prozent höhere Konzernumsatz wird von allen Geschäftsfeldern getragen.

Das EBIT stieg im Wesentlichen aufgrund der besseren Auslastung der Werke deutlich um 34 Prozent auf 72,1 Mio. € (Vorjahr: 53,7 Mio. €). Die EBIT-Rendite erhöhte sich auf 7,5 Prozent (Vorjahr: 5,8 Prozent). Das EBT von Januar bis März 2021 betrug 68,2 Mio. € (Vorjahr: 43,5 Mio. €). Die EBT-Rendite lag bei 7,1 Prozent (Vorjahr: 4,7 Prozent). Zum 31. März 2021 erreichte das Nettoguthaben 248 Mio. € (31. Dezember 2020: Nettoguthaben von 194 Mio. €).

Prognose

Aufgrund des sehr starken Auftragseinganges im 1. Quartal 2021 und einer auch für den weiteren Jahresverlauf erwarteten hohen Nachfrage hat der Vorstand die am 26. März 2021 veröffentlichte Prognose für das Jahr 2021 erhöht und mit einer Ad-hoc-Meldung am 22. April 2021 veröffentlicht.

Wir rechnen nunmehr mit einem Auftragseingang zwischen 4,2 Mrd. € und 4,5 Mrd. € (bisher: 3,9 Mrd. € bis 4,1 Mrd. €). Der Konzernumsatz dürfte sich aufgrund der großen Herausforderungen in der Lieferkette innerhalb einer Bandbreite von 4,0 Mrd. € bis 4,2 Mrd. € bewegen (bisher: 3,9 Mrd. € bis 4,1 Mrd. €). Das EBIT wird 2021 nach aktueller Einschätzung zwischen 300 Mio. € und 350 Mio. € liegen (bisher: 260 Mio. € bis 310 Mio. €). Demgemäß wird eine EBIT-Rendite in der Bandbreite von 7,5 Prozent bis 8,3 Prozent erwartet (bisher: 6,7 Prozent bis 7,6 Prozent). Das EBT dürfte 280 Mio. € bis 330 Mio. € erreichen (bisher: 240 Mio. € bis 290 Mio. €). Die EBT-Rendite soll zwischen 7,0 Prozent und 7,9 Prozent liegen (bisher: 6,2 Prozent bis 7,1 Prozent). Wir gehen von einem ROCE-Wert zwischen 17 Prozent und 21 Prozent (bisher: zwischen 14 Prozent und 18 Prozent) aus. Des Weiteren erwarten wir, dass zum Geschäftsjahresende 2021 ein Nettoguthaben von deutlich über 300 Mio. € (bisher: Nettoguthaben von deutlich über 200 Mio. €) erreicht wird.

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