Flurförderzeuge

In einem Zug

Die Bochumer Verein Verkehrstechnik GmbH (BVV) hält die Bahn in Bewegung. Dabei helfen 28 neue Gabelstapler den rund 600 Mitarbeiter, die täglich mit schweren Rädern, Wellen und Ringen hantieren, die Arbeit bequemer und sicherer machen.

Großer Bahnhof im Bochumer Verein: Auf dem Firmengelände hat die Werksleitung um den Geschäftsführer Michael Thamm ihre neue Toyota Flotte in Empfang genommen. 28 Gabelstapler wurden dafür von der Firma Tecklenborg, dem regionalen Vertriebspartner von Toyota Material Handling Deutschland, in Form und Formation gebracht. Der erste Eindruck stimmt – entsprechend hoch sind die Erwartungen: „Wir tauschen unsere gesamte Flotte aus und versprechen uns davon einen immensen Fortschritt in punkto Sicherheit und Fahrkomfort. Natürlich auch unter der Prämisse, durch die Vermeidung von Schadenskosten und einen effizienteren Umgang mit den Maschinen ökonomisch und ökologisch noch nachhaltiger zu werden“, so Thamm.

Flurförderzeuge: In einem Zug

Der Einkaufsleiter Fabian Röder ergänzt: „Schon in der Ausschreibungsphase haben wir nichts dem Zufall überlassen. Alle Betroffenen – von den Personen auf Leitungsebene über den Betriebsrat bis zum Gabelstaplerfahrer – wurden in die Entscheidungsfindung mit einbezogen. So wollten wir sicherstellen, dass die neuen Geräte alle Kriterien erfüllen, die sich aus der Arbeit in einer Schmiedefabrikation ergeben.“ Am Ende fiel die Wahl zum wiederholten Male auf Tecklenborg: „Mit Tecklenborg verbindet uns seit über 10 Jahren eine enge, partnerschaftliche Zusammenarbeit. Wir waren daher nicht überrascht, dass uns das Team das beste Gesamtkonzept präsentiert hat und dabei sehr flexibel auf unsere Wünsche eingegangen ist“, so Röder weiter.

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Produktiv bei Wind und Wetter

Als einer der weltweit führenden Hersteller von rollendem Eisenbahnmaterial ist die BVV mit Radsatzsystemen und Dienstleistungen auf allen fünf Kontinenten an namhaften Projekten beteiligt. Zu den Produkten zählen nicht nur Maßanfertigungen wie gewichts- und schalloptimierte Radsätze für Hochgeschwindigkeitszüge, sondern auch Vollräder. Allein am Standort in Bochum werden jährlich zirka 110.000 Räder gefertigt und mit der Staplerflotte bewegt.

Den Transport auf dem Gelände übernehmen die neuen Toyota Geräte, darunter 26 Diesel- und zwei Elektrostapler. Mit Tragfähigkeiten von bis zu 8.000 kg sind sie für die Arbeit mit den Bahnrädern bestens geeignet. Neben dem Toyota 7FDA50 (Tragfähigkeit: 5.000 kg) mit insgesamt vier Geräten leisten zahlenmäßig vor allem die 19 Maschinen aus der Toyota Tonero Modellreihe 8FDJF35 (Tragfähigkeit: 3.500 kg) den größten Beitrag. Je nach Bedarf sind sie mit Gabelzinken oder Tragdornen ausgestattet. Letztere sind konisch geformten Schmiedestücke, die sich ideal für den Transport der Eisenbahnräder und Radreifen eignen und bei der BVV deshalb am häufigsten zum Einsatz kommen. Eine automatische Lastbegrenzung schützt dabei vor Überladungen und den daraus resultierenden Schäden an Menschen, Gütern und Staplern. „Wie alle anderen Anbaugeräte auch können die Dorne ohne großen Aufwand montiert werden. Durch die Vereinheitlichung unserer Flotte sind wir dabei jetzt noch flexibler“, weiß Röder.

Der Toyota Tonero ist ein Arbeitstier und als solches sehr robust. Sein Äußeres besteht komplett aus Metall mit dicken, stabilen Seitenwänden. Statt PVC-Türen wie bei den Vorgängermodellen des BVV sind die Fahrzeuge mit festen Türen ausgestattet. Abnutzungserscheinungen wie Kratzer, die die Sicht behindern, bleiben so in Zukunft aus. Die elektrischen Verbindungen des Tonero sind Spritzwasser-geschützt - feuchte Umgebungen können ihm daher nichts anhaben. Scheint die Sonne, kühlt ein verbesserter Luftstrom den Motor ausreichend ab, damit das Gerät auch bei hohen Umgebungstemperaturen nicht heiß läuft. Im Winter sorgt die beheizbare Kabine dafür, dass dem Bediener bei der Arbeit nicht kalt wird.

Sicher wie auf Schienen

Dreh- und Angelpunkt des Staplerkonzepts für die BVV waren außerdem sicherheitsrelevante Fragen, die den Einsatz von Gabelstaplern auf dem Freigelände sowie innerhalb der Werkshallen betreffen. Dank Toyota SAS – dem patentierten System für Aktive Stabilität – erfüllt der Toyota Tonero auch hier alle Vorgaben. Charakteristisch ist zum Beispiel seine stark verbesserte Seitenstabilität: „Wenn der Sensor für den SAS Lenkachsstabilisator beim Wenden des Fahrzeugs Instabilität feststellt, wird sofort die Hinterachse festgesetzt und dadurch die Gefahr des seitlichen Umkippens drastisch reduziert. Die integrierte Hubgerüststeuerung schützt den Fahrer und seine Last beim Heben, Senken und Neigen des Hubgerüsts“, erklärt der Verkaufsleiter von Tecklenborg, Klaus Wistuba. Für noch mehr Sicherheit sorgen die SAS Lenksynchronisation, die die Position des Lenkrads an die Position der Räder anpasst, so dass sich der Lenkradknopf immer in der gleichen Position wie die Räder befindet, sowie die automatische Gabelnivellierung.

Ergonomisch, praktisch, gut

Die Modelle aus der Toyota Tonero-Serie arbeiten kraftvoll und sicher. Ausschlaggebend für den Zuschlag bei diesem Projekt war für die BVV aber noch ein weiteres Argument: „Im Rahmen der Ausschreibung haben wir unseren Fahrern die Gelegenheit gegeben, die neuen Stapler von Toyota eine Woche lang zu testen. Dabei fiel insbesondere das Feedback zum Fahrkomfort sehr positiv aus“, so der Geschäftsführer Thamm. Tatsächlich kann die aktuelle Tonero Staplergeneration mit einer Vielzahl an Verbesserungen in punkto Ergonomie aufwarten. Der größere Fußraum ermöglicht beispielsweise eine noch entspanntere Sitzposition. Der neue ORS-Sitz ist mit Sicherheitsgurt und einer Lendenwirbelstütze ausgestattet. Die Vibrationen in der Bodenplatte, im Sitz und in der Armlehne während des Betriebs konnten deutlich reduziert werden.

Über BVV

Flurförderzeuge: In einem Zug

Die Bochumer Verein Verkehrstechnik GmbH (kurz „Bochumer Verein“ oder BVV) ist ein innovatives Unternehmen mit rund 600 Beschäftigten. Der Stahlverarbeiter ist europaweit führend in der Herstellung von Radsatzkomponenten für die Bahnindustrie. Zweites Standbein des im Herzen Bochums angesiedelten Mittelständlers ist die Ringfertigung für die Windkraft- und Futtermittelbranche. Mit seinen Innovationen hat der 1842 gegründete Bochumer Verein Industriegeschichte geschrieben. Vormals unter den Namen Schmiedewerke Krupp-Klöckner GmbH, Vereinigte Schmiedewerke GmbH und VSG Verkehrstechnik GmbH bekannt, besitzt das Unternehmen seit 1998 wieder seine ursprüngliche Bezeichnung. Gemeinsam mit der Radsatzfabrik Ilsenburg GmbH und der Bahntechnik Brand-Erbisdorf GmbH gehört der BVV zum Geschäftsbereich Bahntechnik innerhalb der Georgsmarienhütte Gruppe.

Bochumer Verein Verkehrstechnik GmbH, E-Mail: [email protected], www.bochumer-verein.de

Toyota Material Handling Deutschland GmbH, E-Mail: [email protected]

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