Stapler & Komponenten
Wenn die Auswahl kleiner wird
Riesengroß ist das Angebot an Staplern. Mit zunehmend höheren Anforderungen reduziert sich die Auswahlmöglichkeit bis schlussendlich auf einige wenige Anbieter – aber welcher ist dann der Richtige?
Die Globalisierungswelle machte auch vor dem Staplermarkt nicht halt. In der Vergangenheit drängten schon früh die japanischen Produkte auf den europäischen Markt. Mit zu Beginn preiswerten Angeboten versuchten diese mit den bestehenden Produkten Tritt zu fassen. Bald schon mussten sie feststellen, dass für die Kunden in Europa zwingende Anpassungen notwendig sind, was aber gleichzeitig auch das Preisgefälle kleiner werden ließ. Gleichzeitig versuchten die europäischen Anbieter durch Fusionen ihre Kapazitäten auszubauen, um an der steigenden Nachfrage, aber auch den Preisen mithalten zu können.
So entstanden einige Großkonzerne, die ihr Heil in möglichst hohen Marktanteilen suchten. Produktionen wurden ausgebaut und auch zusammengelegt, und schon bald wurde klar, dass im Staplerbereich eine Überkapazität an Produktionsanlagen vorhanden sein wird. Die Antwort auf die Frage „Wer steckt zuerst zurück?“ ist auch klar – keiner! Mit den Jahren folgten weitere Anbieter aus Fernost. Während die Produkte aus Indonesien und den Philippinen sich nicht etablieren konnten, blieben die meisten Koreaner als geeignete Anbieter am Markt bestehen

Einfuhren trotz Strafzöllen
Zuerst mit für den Laien kaum erkennbaren Kopien von meist älteren Gerätetypen europäischer Hersteller drängten dann auch die chinesischen Produzenten auf den Weltmarkt. Je einfacher das Gerät wie beispielsweise der Handgabelhubwagen, umso durchschlagender der Erfolg. Trotz Strafzöllen seitens der EU wegen Dumpingangeboten haben sie die europäische Produktion mit wenigen Ausnahmen komplett verdrängt. Selbst die größten Anbieter am Markt bedienen sich heute mit Geräten „Made in China“. Die Erweiterung des Produkteangebotes wurde mit einem enormen Tempo vorangetrieben. Riesige Produktionen wurden aufgebaut, aus denen oft identische Maschinen für diverse Markennamen die Halle verlassen. Es lebe die Produktion – was nachher kommt, interessiert bislang überhaupt nicht. Zu dieser Ausweitung des Angebotes kam gleichzeitig auch die Marketingstrategie, nur als Full-Liner mit einer kompletten Produktereihe auftreten zu müssen.
Mit dem gleichzeitigen Festhalten an Mehrmarken-Strategien ist heute ein Angebot vorhanden, in dem die praktisch identische Maschine von bis zu vier Firmenmarken in unterschiedlichen Farben angeboten wird. Entstanden ist damit ein Riesenangebot an Standard-Stapler-Produkten. Diese sind auch aus Preisgründen meist für einen leichteren bis mittelharten Einsatz und einer möglichst nicht übermäßigen Lebensdauer gebaut. Nur so lässt sich auch die Strategie der möglichst preiswerten Investitionen und der Gewinnmaximierung über den Kundendienst verwirklichen. Alle wissen, dass eigentlich die „longlife-costs“ für die Beschaffung entscheidend sein sollten und doch lassen sich viele von vorab tiefen Investitionskosten blenden, um danach Jahr für Jahr von den Unterhaltskosten, zu denen bei Fullrental auch Gewaltschäden hinzukommen, überrascht zu werden.

Wenn der Kunde eine lange Lebensdauer und/oder Schichtbetrieb mit hoher Betriebsstundenzahl und Batteriewechsel vorsieht, reduziert sich die wirklich lohnenswerte Auswahl bereits beträchtlich. Eine weitere Einschränkung erfolgt beim Wunsch nach längeren Gabeln für zwei bis drei Paletten. Kommen nun noch hohe Tragkräfte ins Spiel, stehen kaum noch eine Handvoll Anbieter zur Auswahl.
Grund dafür ist die robuste Auslegung der Standardgeräte, die aus diversen Baukästen kundenspezifisch zusammengebaut werden. Bei der Entwicklung der einzelnen Baugruppen wird schon darauf geachtet, dass sich über die Lebensdauer auch Reparaturen auszahlen. Chassisrahmen sind so ausgelegt, dass auch eine Delle nach einem Crash nicht das Drehen der Lenkrollen beeinträchtigen kann. Die Pratzen sind so massiv ausgelegt, dass die Geräte auch im harten Einsatz an der Rampe problemlos eingesetzt werden können – mit einem Griff unter die Pratze lassen sich das Material der Pratze und der Druckstangen mühelos feststellen. Zudem sind die Wellen und Bolzen bei den Lasträdern generell in Edelstahl ausgeführt, um abgelaufene Rollen auch nach längerem Betrieb noch leicht wechseln zu können.

Praktisch alle Gerätetypen können mit unterschiedlichen Batteriekapazitäten und/oder seitlichem Batteriewechsel geliefert werden. Die Baugruppen werden über die Schnittstelle Chassis – Lastteil miteinander verbunden. Das Chassis mit den Antriebskomponenten wie Motoren, Steuerung, Hydraulik etc. bleibt immer Standard. Angepasst wird meist nur der Lastteil anhand des Kundenwunsches. Bei höheren Tragkräften besteht die Möglichkeit, die Standard Hydraulikkomponenten durch baugleiche, stärkere zu ersetzen.
Damit die Geräte durch die firmeneigene Werkstatt oder einen Händler des Vertrauens gewartet werden können, hat Stöcklin bewusst auf den Einsatz einer geschützten PC-Software verzichtet, sondern setzt weiter auf die Lösung der Handkonsole, über die die Parameter eingestellt und auch die Suche nach Fehlern abgewickelt werden kann. Grundsätzlich finden alle Kunden bei Stöcklin eigenen Angaben zufolge eine Lösung mit einem optimalen Preis/ Leistungs-Verhältnis, das keinen Vergleich bei den „long-life-costs“ zu fürchten braucht.
Wichtige Kriterien
Bei der Auswahl eines Staplers sollte man sich zuerst über einige Punkte klar werden:
- Welche Lebensdauer sollte mein Stapler erreichen?
- Wie viele Betriebsstunden pro Tag – Woche – Monat – Jahr ist er im Einsatz?
- Was will ich damit transportieren (Tragkraft und Gabellängen)?
- Wie ist die Bodenbeschaffenheit im Einsatzgebiet (Rampen – Rinnen – etc.)?
- Will ich kaufen, leasen oder mieten?
Stöcklin Logistik AG
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