Stapler & Komponenten
Schwer und sicher im Einsatz
Um die bis zu 9 t schweren Metallcoils zu handeln, setzt man im ThyssenKrupp Metallcenter auf spezielle Schwerlast-Elektro-Stapler, bei denen ein schneller seitlicher Batteriewechsel - für den permanenten Drei-Schicht-Betrieb unabdingbar - möglich ist.
Am neuen Standort in Wörth sind rund 130 Mitarbeiter im Drei-Schichtbetrieb tätig. Auf den rund 44.000 m² Werksfläche werden für die permanente wie hoch spezifische Lieferfähigkeit rund 5.000 bis 6.000 t Master-Coils vorgehalten. „Auf den elf Produktionslinien unseres Werks fertigen wir die Coil- und Blechgrößen aus eigener Lagerhaltung sowie Fremdmaterial in Lohnarbeit“, erläutert Mike Riether, Betriebsleiter des ThyssenKrupp Metallcenter. „Pro Tag verarbeiten wir im Dreischichtbetrieb rund 250 t Aluminium und haben damit einen Output von rund 60.000 t im Jahr; wir arbeiten nach dem Kanban-Prinzip, bieten Track-and-Trace-Projektbetreuung und liefern Just-in-Time innerhalb Deutschlands und Europas aus“.

Entsprechend geradlinig und durchgängig sind die Intralogistikprozesse im Werk organisiert: Die von den Walzwerken unterschiedlicher Aluminium–Produzenten angelieferten 5 bis 9 Tonnen schweren Coils erhalten im Wareneingang ihr Etikett und die Warenbegleitpapiere und werden nach dem „chaotischen“ Prinzip eingelagert, wobei die datentechnische „Verheiratung“ von Coil und jeweiligem Lagerplatz schnelles Auffinden und Auslagern gewährleistet. Für die Weiterbearbeitung nach Kundenorder werden die Coils ausgelagert, in den Produktionslinien in die gewünschten Größen geteilt, je nach Auftrag gewaschen und geölt, kundenspezifisch verpackt, für den Versand bereitgestellt und für die Auslieferung auf die Lkw geladen.
Für diesen gesamten intralogistischen Durchlauf sind insgesamt elf Gabelstapler von Cesab mit Tragkraftkapazitäten von 2 bis 8,5 t im Einsatz: „Fünf Geräte haben wir in den vergangenen Monaten angeschafft, einige Geräte sind gemietet, und wir entscheiden noch, ob wir sie kaufen oder leasen. Zudem steht die Beschaffung zweier weiterer Schwerlast-E-Stapler zur Diskussion“, so Werner Betzler, Produktionsleiter des ThyssenKrupp Metallcenter, der sich, wie er betont, „bei einem Werksbesuch in Bologna direkt vor Ort von den Vorteilen der Geräte überzeugen konnte“. Ein wichtiges Entscheidungskriterium für ihn war, „dass wir Serienstapler einsetzen wollten, also keine speziell abgestimmten Geräte, um auch im Falle der Ersatzteil-Beschaffung keine notgedrungen zeitintensiveren Sonderbauten berücksichtigen zu müssen“.
So wird das ThyssenKrupp Metallcenter im Bereich Flurförderzeuge seit 1987 unter anderem von der Albert Wasmer GmbH betreut, zudem der „dienstälteste „ Gabelstapler-Händler für Cesab-Geräte in Deutschland. Wie Geschäftsführer Albert Wasmer erläutert, verfügen sechs der bei Thyssen eingesetzten Cesab-Stapler über Tragkräfte von mehr als 6 t.
Einen wichtigen Vorteil der Cesab-Geräte bildet die in die Hubgerüste integrierte kompakte Zinkenverstellung mit Seitenschieber: „Wir setzen keine Gabelträger ein, der hinsichtlich Eigengewicht, Vorbaumaß und Resttragfähigkeit nachteilig wäre“, betont Wasmer, „denn unser Kunde ThyssenKrupp Metallcenter nutzt diese Tragkraft bis zu letzten Gramm“: So bildeten die Tragkraft und die hohe Resttragfähigkeit buchstäblich gewichtige Argumente bei der Entscheidung pro Cesab-Geräte, zumal die Stapler die hohen Tragkraft-Anforderungen auch in Hubhöhenbereichen von 5 bis 6 m erfüllen können.
Wie Manuelo Carlet, Geschäftsführer von Cesab Deutschland, erläutert, bildet die eigene, rund 50 km vom Hauptwerk gelegene Manufaktur, in der sämtliche Hubgerüste von Cesab designt und produziert werden, ein „sehr wichtiges Element“ der Aktivitäten des vor 70 Jahren in Bologna gegründeten Unternehmens, das zudem in diesem Jahr 30stes Firmenjubiläum von Cesab Deutschland feiert. Ein weiteres wichtiges Kriterium für Cesab ist der einige Unternehmensbereich „Sonderbau“, in dem individuelle Kundenwünsche maßgeschneidert und exakt auf die jeweiligen Stapler abgestimmt realisiert werden können.
Stapler-Einsätze in anspruchsvoller Einsatzumgebung erfordern eine optimale Ausstattung der Geräte hinsichtlich Ergonomie und Sicherheit. So ermöglichen sowohl das platzsparend integrierte Zinkenverstellgerät als auch das niedergezogene Cockpit bestmögliche Sicht nach vorne bis auf die Gabelspitzen, und auch nach oben, wenn die tonnenschweren Coils im maximalen Hubhöhenbereich von 6 bis 7 m stets sicher bewegt werden müssen.
Über das Metallcenter
Das ThyssenKrupp Metallcenter Wörth ist gekennzeichnet durch „hohe Durchgängigkeit und eine just-in-time-orientierte schlanke Produktion mit klarer Hallen-Gliederung“ so Betriebsleiter Mike Riether: „Wir bearbeiten Aluminium-Bleche im Bereich von 0,1 mm bis zu einer Dicke von 5 bis 6 mm im Querteilbereich, und im Blechbereich können wir 10-m-Verschläge mit 2 m Breite ebenso herstellen wie das Format DIN A 4“.

Eines der wesentlichen Alleinstellungsmerkmale ist die „Waschmaschine“, in der die vom Coil abgewickelten Blechbänder gewaschen und nach Kundenwunsch beölt werden. „Der Waschvorgang eliminiert jegliche Schmutzpartikel, die im Zuge der Weiterverarbeitung des Materials die hochempfindlichen und präzisen Stanzwerkzeuge erheblich beschädigen könnten“, so Riether; und die Ölschicht fungiert als Oxydationsschutz und erleichtert die Weiterbearbeitung in den schnellen Stanzanlagen unserer Kunden“.
ThyssenKrupp Metallcenter, www.thyssenkrupp-metallcenter.de
Cesab Carrelli Elevatori S.p.A., www.cesab.de









