Stapler & Komponenten
Für Wachstum der besonderen Art
Die Kordes-Jungpflanzen Handels GmbH setzt bei allen Transporten sowie beim Be- und Entladen von Lkws auf Stapler mit hydrostatischem Antrieb. Ein enormer Vorteil, da diese verglichen mit hydrodynamischem Geräten deutlich langlebiger sind.
Fleißige Hände stecken unbewurzelte Koniferenstecklinge in Multiplatten (Trays), die mit Substrat gefüllt sind, und stellen sie auf Pflanzentransportwagen. Ein Dieselstapler schleppt die bepackten Wagen zu einem Gewächshaus, während ihm ein zweiter, ebenfalls mit Anhängern, entgegenkommt. Er fährt fertige Pflanzen aus ihren Quartieren zur Vorbereitung für den Versand.
In dieser Szene, die auf dem rund 40 Hektar großen Gelände von Kordes abläuft, unterstreichen die Flurförderzeuge ihre Flexibilität. Denn die drei von Jungheinrich gelieferten Dieselstapler DFG 316s sind, verglichen mit Elektroschleppern, für ein wesentlich breiteres Einsatzspektrum ausgelegt. Christian Kordes, der die Qualitätsjungpflanzen gemeinsam mit seinem Vater Günter produziert, beobachtet, wie die DFG 316s auf dem asphaltierten Weg aneinander vorbeifahren.
Der Anzuchtbetrieb verwendet die DFG 316s, deren Tragfähigkeit bei 1 600 kg liegt, für alle Transporte. Ausnahmen bilden nur die Hallen, in denen der Elektro-Dreiradstapler fährt. Von den hohen Umschlagleistungen seiner Hydrostaten, die mit der optionalen zeitsparenden Doppelpedalbedienung ausgestattet sind, profitiert Kordes jedes Jahr vornehmlich in der Saison, die etwa von Anfang März bis Anfang Juni läuft. In dieser Phase, auf die circa 70 % des Jahresgeschäfts entfallen, arbeitet das Unternehmen oft bis in die späten Abendstunden.
Christian Kordes bleibt während des Rundgangs stehen und zeigt auf einen der DFG 316s. „Mit diesen Staplern be- und entladen wir Lkw schneller, weil sie dynamisch und unmittelbar beschleunigen und daher für rasche Richtungswechsel konzipiert sind.“
Außerdem wird die Drehzahl beim Heben und Neigen automatisch angehoben. Christian Kordes beugt sich die Kabine des DFG 316s, um an der Bedienkonsole einen weiteren Anwendernutzen zu erläutern. „Die Entscheidung für diesen Staplertyp beruht auch auf seinen fünf vordefinierten Arbeitsprogrammen, die vom Energiesparmodus bis zur maximalen Umschlagleistung reichen. Sie erlauben es uns, die Leistungscharakteristik auf Knopfdruck wechselnden Fahrern beziehungsweise ihren unterschiedlichen Erfahrungen mit Staplern anzupassen.“
Überdies garantieren Hydrostatikantriebe niedrige Wartungskosten, denn sie kommen ohne Verschleißteile, wie Kupplung, Differenzial und Getriebe, aus. Mit modernen Motoren aus der deutschen Automobilindustrie hat zudem der entsprechende technische Vorsprung Einzug in die verbrennungsmotorisch angetriebenen Gabelstapler von Jungheinrich gehalten.
Die Motoren überzeugen durch ihre elektronische Steuerung, die ein präzises, leises Arbeiten sowie eine optimale Leistungsentwicklung und Energieeffizienz bei kleinem Verbrauch ermöglichen. Ferner sind sie wegen ihrer geringen Abgasemissionen sehr umweltfreundlich und erfüllen die EU-Richtlinien. Zusätzliche Rußfiltersysteme für Dieselstapler sind optional lieferbar.
Auch eine umfassende Sicherheitsausstattung ist serienmäßiger Bestandteil eines Hydrostaten. Typische Beispiele sind die deaktivierten Hydraulikfunktionen bei nicht besetztem Sitz und die automatische Feststellbremse, die bei abgeschaltetem Motor ein unkontrolliertes Zurückrollen auf Rampen oder Steigungen verhindert. Hinzu kommt eine hohe Fahrstabilität. Sie beruht auf dem extra tiefen Schwerpunkt des Gerätes, den Jungheinrich durch ein entsprechend gestaltetes Gegengewicht und die hoch angelenkte Pendelachse erreicht.
Noch mehr Sicherheit ermöglichen optionale Fahrerassistenzsysteme, etwa indem sie den Betrieb des Staplers erst freigeben, wenn die Sitzbelegt- und Gurtschlosserkennung in einer definierten Reihenfolge aktiviert worden sind oder indem sie die Fahrgeschwindigkeit in Kurven und die Neigegeschwindigkeit des Hubmastes ab einer bestimmten Hubhöhe automatisch reduzieren.
Elektrostapler für Inneneinsätze Christian Kordes lässt das Rolltor zur Lagerhalle hochlaufen. „Zusammen mit den Dieselstaplern haben wir im Juni 2010 einen Elektro-Dreiradstapler EFG 216 geleast, weil er noch wendiger ist als der vierrädrige DFG 316s und wir in den Hallen keine verbrennungsmotorisch angetriebenen Flurförderzeuge einsetzen.“ Der EFG 216, versehen mit Drehstromtechnik der neuesten Generation, übernimmt aber auch Aufgaben im Freien, falls das Arbeitsvolumen dies erfordert.

Zu den Inneneinsätzen zählen Ein- und Auslagerungen im Kühlhaus, in dem alle wurzelnackten Pflanzen bei rund 0°C überwintern. Ferner befüllt der EFG 216 mithilfe einer Schaufel die Vorratsbehälter von zwei Topfmaschinen mit Torf und transportiert frisch getopfte Pflanzen in die Quartiere, Gewächshäuser und Folientunnel. Außerdem säubert der Elektrostapler, der wie die Dieselstapler über eine Tragfähigkeit von 1 600 kg verfügt, mit einer Gummireinigungslippe die Hallenböden.
Kordes - Jungpflanzen Handels GmbH, E-Mail: [email protected], www.koju.de Jungheinrich AG, E-Mail: [email protected], www.jungheinrich.de









