Software & Ident
Ein Baustein für Umsatzwachstum
Schnell und multisitefähig – so sieht die neue WMS-Lösung aus, die bei Weiss Chemie in weniger als drei Monaten implementiert wurde. Das Warehouse-Management-System PSIwms hebt den Lagerstandort Haiger der Firmengruppe Weiss Chemie auf ein neues Produktivitätsniveau.
In weniger als drei Monaten nach Auftragsvergabe konnte die Software die Prozesssteuerung und Verwaltung im Lager übernehmen. In weiteren Projektierungen führten die Vorteile der multisite-fähigen Software zur Einbindung weiterer Lager, zur Übergabe und Optimierung sämtlicher Materialflüsse zwischen Einkauf, Produktion und Versand – und bei gleicher Personalstärke und optimierten Prozessabläufen zu einem Umsatzwachstum von 20 %.
Durch Installation halbautomatisierter Lagertechnik und Implementierung eines modernen Warehouse-Management- Systems (WMS) hatte das Traditionsunternehmen zum Jahreswechsel 2006/2007 damit begonnen, die Logistik für den Geschäftsbereich Verbundelemente (VE) am Standort Haiger auf das dynamische Unternehmenswachstum auszurichten.
„Zuvor waren die Bestände lediglich summiert in unserem ERP-System erfasst“, so Andreas Pieck, Leiter DV und Organisation der Weiss Chemie: „Bei der Modernisierung wurden uns dann schnell die vielen Möglichkeiten und Vorteile bewusst, die uns das neue WMS in der Praxis bieten konnte.“ In weiteren Projektphasen wurden bis Mitte 2009 schließlich die gesamten Materialflüsse am Standort Haiger in das WMS eingebunden und über die Software abgebildet.
„Bei gleicher Personalstärke und optimierten Prozessabläufen können wir seit der ersten Einführung des neuen Warehouse-Management-Systems Steigerungen von rund 20 % registrieren“, resümiert Pieck. „Das WMS ist ein maßgeblicher Baustein für dieses Wachstum. Damit hat sich die Investitionsentscheidung nicht nur bestätigt. Vielmehr hat sich die Investition auch schnell amortisiert. Unsere Erwartungen haben sich mehr als erfüllt.“
Informationstechnische Basis dieser Entwicklung ist das Warehouse-Management-System PSIwms der PSI Logistics GmbH. „Eine effiziente Paletten- Verschieberegalanlage, mit der wir den vorhandenen Lagerraum optimal verdichten konnten, war schnell identifiziert“, sagt Pieck. „Die Auswahl des richtigen Software-Anbieters war hingegen schwieriger. Wir wollten keine Fehler machen. Daher suchten wir einen investitionssicheren Anbieter sowie ein System, das sich auf unsere Anforderungen zuschneidern ließ und mit steigenden Anforderungen mitwachsen konnte.“

Viele Funktionen Für die Auswahlprozesse nutzte Weiss Chemie das Datenbank-Angebot des Fraunhofer Instituts für Materialfluss und Logistik (IML). Darin können Nutzer ihr Anforderungsprofil in einem Fragebogen beschreiben, nach dem sich dann aus der Datenbank die passenden Produkte und Anbieter auswählen lassen. „Der Zuschlag erfolgte schließlich nach Besichtigung von Referenzanwendungen“, so Pieck.
„Nach eingehender Prüfung entschieden wir uns für das Warehouse-Management-System PSIwms von PSI Logistics.“ Bereits im Standardumfang unterstützt das Funktions- und Leistungsspektrum die Geschäftsprozesse aller relevanten Lagerformen, -strategien und -technologien. Das sichert kurze Implementierungsphasen. Darüber hinaus verfügt PSIwms über weitreichende Management- und Dispositionsfunktionen für kosteneffizienten Ressourceneinsatz. Mit seiner aspektorientierten Systemarchitektur lässt sich PSIwms überdies komfortabel auf die jeweiligen Anforderungen oder geänderte Geschäftsprozesse zuschneiden und optimal in vorhandene Infrastrukturen integrieren. Update- und Release-Fähigkeit unterstreichen zudem die Investitionssicherheit.
750 Palettenstellplätze für jeweils bis zu vier Paletten übereinander stehen in den 14 mobilen Regalzeilen der Anlage zur Verfügung – insgesamt sind rund 2 500 Ladungsträger mit verschiedenen Artikeln zu verwalten. Zudem bieten in Haiger ein Blocklager sowie Bodenlagerung weitere 350 Palettenstellplätze für den Geschäftsbereich Verbundelemente. Das IT-System wurde auf die Verwaltung und Steuerung der Verschieberegalanlage sowie der anderen Lagerplätze zugeschnitten. Zur Optimierung der erforderlichen Transporte zwischen den verschiedenen Weiss-Lägern und den Produktionsanlagen sowie der entsprechenden Betriebsdatenerfassung kommt bei Weiss Chemie zudem das Staplerleitsystem „Transport Control“ von PSI Logistics zum Einsatz.
Mit dem Customizing eröffnete das Funktionsspektrum des Systems eine Vielzahl weiterer Optimierungsoptionen. Bereits im Februar 2007 wurden daher die Prozessabläufe des Geschäftsbereichs VE weiter optimiert und die gesamten Materialflüsse zwischen Rohstofflager, Fertigung und Auslagerung in das Warehouse-Management-System eingebunden. Resultat: sicher gesteuerte Materialflüsse, geregelte, zeitlich definierte Prozesse, eine automatische, zeit- und bedarfsgerechte Materialreservierung und -bereitstellung sowie hohe Transparenz bei der Bestands- und Lagerplatzverwaltung.
„Durch die zwangsgeführten Lager- und Versorgungsprozesse ist der Produktionsdurchsatz zudem deutlich schneller und effizienter geworden“, so Pieck. „Nach diesen Erfolgen haben wir Ende 2008 auch den zweiten Geschäftsbereich Chemie auf neue informationstechnische Beine gestellt.“ Die Lagerkapazität dieses Geschäftsbereichs umfasst weitere 75 Lagerbereiche mit rund 2 300 Großpaletten-Stellplätzen. Durchschnittlich 3 500 Transporteinheiten sind darin gelagert. Darüber hinaus sind vier Tanks und ein Außenlager in die Prozesse eingebunden. Insgesamt werden auf den rund 27 500 Quadratmetern Produktionsfläche des Geschäftsbereichs am Standort Haiger pro Jahr mehr als 5 000 Tonnen Klebstoff, 770 Tonnen Reiniger und 800 000 Quadratmeter Sandwich-Platten für die Bauindustrie hergestellt.
Für den Geschäftsbereich Chemie wurde PSIwms zunächst auf einem separaten Server installiert. Analog dem Zuschnitt im Geschäftsbereich Verbundelemente erfolgte die Auslegung der IT auf die Produktionsversorgung inklusive Erfassung in den Wareneinund Warenausgangsbereichen sowie eine dynamische Lagerplatzkonvertierung mit mehreren Paletten auf einem 3er-Euro-Stellplatz. Weitere Funktionalitäten umfassen beispielsweise die Verwaltung von Mischpaletten und vorkommissioniert eingelagerten Kundenaufträgen sowie Strategien zur wegeoptimierten Auftragsbearbeitung. Über die Einbindung eines Lager-Leitstandes werden zudem unter anderem Aufträge und Bearbeitungsstatus sowie die Einstellungen des Staplerleitsystems abgebildet.
Das Lager im Griff Seit Jahresbeginn 2009 verwaltet und steuert PSIwms bei Weiss Chemie die gesamten Lager- und Materialflüsse der beiden Geschäftsbereiche Verbundelemente und Chemie. Durch die Release- Fähigkeit von PSIwms konnte das Traditionsunternehmen bereits weitere Optimierungen realisieren. Beispiel Multisite-Fähigkeit.
Mit den neuen, standortübergreifenden Verwaltungstools in PSIwms konnte zur Jahresmitte 2009 die IT für beide Geschäftbereiche der Weiss Chemie auf einem Server vereint werden. Dabei lassen sich einerseits die einzelnen Standorte der beiden Geschäftsbereiche in jeweils eigenen Prozesslandschaften führen, herunterfahren und verändern. Andererseits kann ein so genannter Superuser Einblick auf die Bestände und Verhältnisse aller angebundenen Standorte nehmen. Auf diese Weise müssen nicht mehr für jeden Mandanten und jedes Lager eigene Server und Datenbanken eingerichtet werden.
Weiss Chemie + Technik GmbH & Co.KG, www.weiss-chemie.de PSI Logistics GmbH, E-Mail: [email protected], www.psilogistics.com









