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Ökonomie und Ökologie im Einklang

Immer mehr Menschen bevorzugen den Online-Kauf gegenüber dem lokalen Einzelhandel. Das bedeutet allerdings nicht, dass im E-Commerce bereits alles rundläuft. Welche nachhaltigen Praktiken Kunden erwarten und welche Maßnahmen Online-Händler und Versanddienstleister ergreifen können, zeigen Studien zur Nachhaltigkeit im E-Commerce der Descartes Systems Group in Zusammenarbeit mit Sapio Research.

Johannes Panzer ist Head of Industry Solutions, E-Commerce bei Descartes Systems. © Descartes

Um im E-Commerce eine hohe Zufriedenheit der Konsumenten zu gewährleisten, ist laut Studien das Angebot unterschiedlicher Lieferoptionen von essenzieller Bedeutung: Bereits vor zwei Jahren stellte sich bei der Descartes Systems Group, einem Anbieter von Logistiksoftware, heraus, dass sich passend zu den bestehenden Käufergruppen auch unterschiedliche Liefer-Personas bilden müssen. Diese sollten den Ansprüchen der Kunden gerecht werden, sei es hinsichtlich Kosten, Geschwindigkeit, Komfort oder Nachhaltigkeit. Demnach bieten sich für E-Commerce-Händler und Zustellunternehmen verschiedene Möglichkeiten, ihre Leistungen zu optimieren.

Egal, ob bei einer Lieferung das Augenmerk auf Schnelligkeit, Bequemlichkeit oder geringen Kosten liegt – der Umweltaspekt spielt immer eine tragende Rolle. Das zeigt auch die Studie "Nachhaltigkeit bei der Zustellung: Kunden erwarten mehr", die 2023 von der Descartes Systems Group veröffentlicht wurde. 60 Prozent der 8.000 befragten Verbraucher gaben dabei an, besonders auf nachhaltige Versandoptionen zu achten oder sie gar vorauszusetzen, bevor sie einen Kauf überhaupt in Betracht ziehen.

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Routenoptimierung und Maschinelles Lernen

Ein ganzheitlicher Ansatz lohnt sich: Oft werden Einzelfahrten unternommen oder große Umwege in Kauf genommen, die mehr Kraftstoff verbrauchen, den CO2-Fußabdruck vergrößern und eine große Fahrzeugflotte erfordern. Durch die Bündelung von Lieferungen und die Auseinandersetzung mit ausgeklügelten Routenplanungssystemen reduzieren sich gefahrene Kilometer, eingesetzte Fahrzeuge und Mitarbeitende, Wartungskosten sowie Leerfahrten – und damit wertvolle Zeit und Kosten.

Maschinelles Lernen verbessert die Genauigkeit der Routenplanung und hat das Potenzial, den Flotteneinsatz produktiver zu gestalten. Ebenso kann entsprechende Technologie sämtliche Prozesse im Warenein- und -ausgang, in der Kommissionierung und entlang sämtlicher Stationen der gesamten Lieferkette verschlanken, digitalisieren und damit weitere Ressourcen einsparen.

Transparente Supply Chain durch GPS-Tracking

GPS-Tracking der Fahrtrouten und eine automatisierte Erfassung aller Stationen der Lieferkette verschaffen Kunden die Möglichkeit der Echtzeit-Verfolgung ihrer Sendung. Daraus ergeben sich gleich mehrere Vorteile. Einerseits belegt es umweltbewusstes Handeln durch das Offenlegen aller Versanddaten. Andererseits ermöglicht es eine dynamische Terminplanung, womit die Lieferdichte erhöht und sowohl Kundenwünsche erfüllt als auch die Strecke pro Lieferung reduziert werden können. Anhand der gesammelten Daten können auch nachträglich mögliche Fehlerquellen ermittelt und Arbeitsprozesse mit hoher Kohlenstoffdioxid-Bilanz analysiert sowie entsprechend für zukünftige Lieferungen optimiert werden.

Steigendes Nachhaltigkeits-Bewusstsein bei Jüngeren

Im Jahresvergleich der zwischen 2022 und 2024 von Sapio Research erhobenen Studien mit Teilnehmenden aus Europa und Nordamerika zeigt sich ein klarer Trend: Der Nachhaltigkeitsgedanke wird immer wichtiger und wächst von Jahr zu Jahr. Insbesondere die Generation Z legt ein starkes Augenmerk auf klimafreundliches Online-Shopping.

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