IBM-Studie »ROI of AI«

Andrea Gillhuber,

Deutsche Unternehmen erhöhen 2025 KI-Investitionen

Unternehmen in Deutschland erhöhen im Jahr 2025 ihre Investitionen in Künstliche Intelligenz. Laut einer Studie von IBM setzen Organisationen trotz der bisher begrenzten Kapitalrendite langfristig auf KI und geben Innovationen und Produktivitätssteigerungen den Vorrang vor traditionellen finanziellen Einsparungen. 

© IBM

Eine aktuelle Studie von IBM, durchgeführt in Zusammenarbeit mit Morning Consult und Lopez Research, zeigt, dass deutsche Unternehmen ihre Investitionen in Künstliche Intelligenz (KI) im Jahr 2025 weiter ausbauen werden. An der Umfrage nahmen vom 30. Oktober bis zum 13. November 2024 insgesamt 2413 IT-Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger in den USA, Kanada, Mexiko, Brasilien, Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Spanien, Indien, Singapur, Indonesien und Südkorea teil. Die Studie verdeutlicht, dass Unternehmen langfristig auf KI setzen und dabei Innovationen sowie Produktivitätssteigerungen über kurzfristige finanzielle Einsparungen stellen.

Während die Studie zeigt, dass bisher nur 41 % der deutschen Organisationen mit ihren KI-Investitionen eine positive Rendite erzielt haben, was unter dem globalen Durchschnitt von 47 % liegt, setzen die in Deutschland ansässigen Organisationen langfristig auf KI und verschieben die Erfolgskennzahlen. 38 % der Befragten in dieser Region gaben an, dass KI-Investitionen gleichermaßen innovations- und renditegesteuert sind.

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Langfristiger Fokus auf KI trotz Herausforderungen

80 % der deutschen Befragten berichteten, dass ihre Unternehmen Fortschritte bei der Umsetzung ihrer KI-Strategien erzielt haben, wobei 35 % von signifikanten Fortschritten sprachen. Dies liegt jedoch leicht unter dem globalen Durchschnitt von 43 %. Während weltweit 47 % der Organisationen eine positive Kapitalrendite (Return-on-Investment, ROI) aus ihren KI-Investitionen verzeichnen, liegt dieser Anteil in Deutschland bei 41 %.

Dennoch schreckt die bisher begrenzte Kapitalrendite Unternehmen in Deutschland nicht ab. 38 % der Befragten erklärten, dass ihre KI-Strategien gleichermaßen innovations- und renditeorientiert sind, während lediglich 6 % ausschließlich auf Rendite fokussiert sind. Zu den wichtigsten kurzfristigen Vorteilen von KI gehören kürzere Fehlerbehebungszeiten (19 %) und schnellere Softwareentwicklung (28 %).

Erhöhte Investitionen und Open-Source-Ansätze

Ein Drittel der befragten Unternehmen plant, 2025 mehr als 20 KI-Pilotprojekte zu starten – eine deutliche Steigerung im Vergleich zu 21 % im Jahr 2024. Open Source wird dabei zunehmend als Schlüsselpriorität gesehen: 31 % der Befragten in Deutschland gaben an, dass mehr als die Hälfte ihrer aktuellen KI-Lösungen auf Open Source basiert. Für 2025 erwarten 49 %, dass die Nutzung von Open-Source-KI ein zentraler Optimierungsbereich sein wird.

Zusätzlich investieren Unternehmen in Cloud-verwaltete Dienste und die Einstellung von Fachkräften, um die Umsetzung neuer KI-Projekte zu fördern. Dennoch bleiben Datenqualität und -integration die größten Herausforderungen. 51 % der deutschen Befragten nannten unzureichende Datenqualität als häufigstes Problem, während 44 % Schwierigkeiten bei der Integration neuer KI-Lösungen in bestehende Systeme berichteten.

Optimistische Zukunftsaussichten

Trotz der Hürden bleibt die Mehrheit der Unternehmen in Deutschland optimistisch. 66 % der Befragten gehen davon aus, dass sie innerhalb der nächsten zwei Jahre eine positive Rendite aus ihren KI-Investitionen erzielen werden. Die Studie verdeutlicht, dass Unternehmen langfristig auf KI setzen, um Innovationen voranzutreiben und die Produktivität nachhaltig zu steigern.

Die vollständigen Ergebnisse der Studie sind in der Publikation »ROI of AI« verfügbar.

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