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Effizientes Yard Management bei der Jura-Materials-Gruppe

Das Schweizer Unternehmen litt unter veralteten und aufwendigen Prozessen bei der internen Logistik auf dem Werkshof. Die Lösung kam von Schenck Process: Die Software Logiq modernisierte nicht nur den Lkw-Verkehr, sondern brachte auch eine Anbindung an die Bahn.

Die Software Logiq von Schenck Prozess hat das Yard Management deutlich vereinfacht und beschleunigt. © Schenck Prozess

Rund eine Million Tonnen Zement produziert die Schweizer Jura-Materials-Gruppe jedes Jahr. Zwei Zementwerke unter der Marke Jura Cement sowie mehrere Deponien, Kies- und Betonwerke gehören zu der Gruppe. Das Yard Management ist eine Herkulesaufgabe, die sich nur durch smarte und effiziente Steuerung meistern lässt.

Mit Einführung der Softwarelösung Logiq von Schenck Process konnten die Abläufe bei Jura Cement stark vereinfacht und beschleunigt werden. Die webbasierte Anwendung ermöglicht unter anderem eine automatisierte Erfassung der Warenein- und -ausgänge sowie eine vorausschauende Produktionsplanung. Verschiedene Unternehmensbereiche sind nun digital vernetzt, was eine standortunabhängige Zusammenarbeit in Echtzeit ermöglicht.

Jura Cement ist ein Tochterunternehmen der Jura-Materials-Gruppe. Täglich werden auf dem Gelände der beiden Werke bis zu 250 Lastwagen und 50 Bahnwagons be- und entladen. Das Erfassen der Schüttgüter, das Wiegen der Materialien und das korrekte Berechnen der Mengen und Preise macht einen Großteil der Arbeit aus. Die Vorgänge sollen möglichst schnell und einfach vonstattengehen.

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Handarbeit und mangelnde Vernetzung

Die Zufahrt wird über Logiq-Anmeldeterminals gesteuert, die intuitiv zu handhaben und auf Wunsch in mehreren Sprachen verfügbar sind. © Schenck Prozess

Ein effektives Yard Management ist in der Zementindustrie eine wesentliche Voraussetzung für reibungslosen Warenverkehr. Aufgrund veralteter Software war dies bei Jura Cement vor der Einführung von Logiq nicht mehr gegeben. Zum Erfassen der eingehenden und ausgehenden Waren war viel Handarbeit notwendig. Bestellungen und Absprachen erfolgten überwiegend telefonisch. Die unterschiedlichen Unternehmensbereiche und -standorte waren digital nicht ausreichend vernetzt.

Zwar konnten Lkw-Fahrer bereits Scanner nutzen, um sich beim Ein- und Ausfahren per Zugangskarte an- und abzumelden. Alle Folgeprozesse mussten jedoch manuell gesteuert werden. Das betraf unter anderem die Organisation des Lagers sowie das Erstellen von Lieferscheinen und Rechnungen. Auf ERP-Daten konnte im Yard Management nicht zugegriffen werden – die dort verwendete Software war zu alt, um die dafür notwendige Schnittstelle zu implementieren. Am deutlichsten zeigten sich die Probleme bei Störungen, denn diese konnten in der Regel nur vor Ort von einem Service-Techniker behoben werden, der extra anreisen musste.

Jura Cement wünschte aus diesen Gründen eine moderne digitale Lösung, die das Yard Management vereinfacht. Diese sollte kompatibel zum vorhandenen ERP-System sein. Ein Ziel war es, den Aufwand für die händische Erfassung von Warenein- und -ausgang und Organisation des Lagers deutlich zu reduzieren. Die Software sollte eine intelligente Produktionsplanung ermöglichen, die Freiräume für Mitarbeiter schafft, um diese für andere Aufgaben einsetzen zu können. Darüber hinaus war eine Anbindungan die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) gewünscht, um Bahnwagenbestellungen und Schienenkapazitäten passgenau reservieren zu können. Nicht zuletzt sollte es sich um eine Software handeln, die auch von anderen Unternehmen in der Zementbranche genutzt wird, um wechselseitig von den Erfahrungen profitieren zu können.

Mit digitaler Lösung verdient das Unternehmen Geld

Nach einigen Monaten mit Logiq sind die Erfahrungen bei Jura Cement überaus positiv: Die Einführung der Software hat das Yard Management deutlich vereinfacht und beschleunigt. Prozesse wurden automatisiert und Standorte zum Datenaustausch in Echtzeit miteinander vernetzt (Stichwort "zero-touch logistics"). Am Touch-Screen können sich Lkw-Fahrer nun komfortabel per QR-Code anmelden und registrieren. Die Benutzeroberfläche ist selbsterklärend und übersichtlich. Relevante Informationen wie zum Beispiel das Kennzeichen, der Lagerort und das Soll-Gewicht der Lastwagen sind bereits im System hinterlegt, sodass keine manuellen Eingaben mehr notwendig sind. Das Programm ist zudem mehrsprachig – in diesem Fall Deutsch und Französisch, was bei dem Schweizer Unternehmen eine wichtige Anforderung war.

Die Schnittstelle mit den schweizerischen Bundesbahnen (SBB) ermöglicht bequeme Gleis- und Wagenreservierungen per Klick. © Schenck Prozess

Die Mitarbeiter sind ebenfalls zufrieden: Da es sich bei Logiq um eine webbasierte Lösung handelt, können alle angeschlossenen Abteilungen standortunabhängig aus dem Betrieb und Homeoffice darauf zugreifen. Das gilt auch für den Support, der nicht mehr anreisen muss, um ein Problem zu beheben. Lieferscheine und Rechnungen werden nun automatisch generiert. Besonders deutlich ist die Effizienzsteigerung bei der Produktionsplanung: Dank Logiq können beispielsweise Bahnwagen und Lkw vorbeladen werden, wenn es gerade Freiräume dafür gibt. Die Schnittstelle mit den Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) ermöglicht bequeme Gleis- und Wagenreservierungen per Klick. Aufgrund des modularen Systemaufbaus können nachträglich neue Funktionen ergänzt werden.

Alles aus einer Hand

Logiq hat die Erwartungen der Jura -Materials-Gruppe übertroffen. "Wir wollten ein Standardprodukt, das auch andernorts in der Zementindustrie eingesetzt wird", erläutert Jürg Hitz, Leiter Capex bei der Jura Materials-Gruppe. "Bei Schenck Process gibt es alles aus einer Hand." Die guten Erfahrungen, die der Zementproduzent zuvor bereits mit anderen Produkten von Schenck Process gemacht hat, seien ein wesentlicher Grund für die Auswahl der Software gewesen.

Inzwischen kommt Logiq auch an den Deponiestandorten zum Einsatz. Derzeit sind fünf Standorte der Jura-Materials-Gruppe integriert. Die problemlose Einführung von Logiq macht den Verantwortlichen Mut für weitere Digitalisierungsschritte in der Zukunft. "Die Arbeiten gehen mit Logiq viel schneller und einfacher", ergänzt Hitz. "Es ist ein modernes System, das in unsere Zukunftsvision passt, und wir verdienen damit wirklich Geld." Schenck Process firmiert zurzeit um und heißt künftig Qlar.

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