Emissionsnormen

Marvin Meyke,

Europa-Abgeordnete lehnen Vorschlag der EU-Kommission ab

Das EU-Parlament hat sich darauf verständigt, dass bis 2030 der CO2-Ausstoß von Neuwagen um 40 Prozent gesenkt werden soll– unter anderem mithilfe von Gastechnologien. Damit haben die Abgeordneten den Vorschlag der EU-Kommission als unzureichend abgelehnt.

Dr. Timm Kehler, Vorstand der Brancheninitiative Zukunft ERDGAS © Zukunft ERDGAS

Dr. Timm Kehler, Vorstand der Brancheninitiative Zukunft ERDGAS sieht die Rolle von Gasfahrzeugen durch diesen Beschluss gestärkt: „Mit diesem Beschluss hat das Europaparlament Ehrgeiz bewiesen und gezeigt, dass es die Emissionen des Verkehrs wirksam bekämpfen möchte. Die Parlamentarier verschärfen mit ihrem Vorschlag nicht nur die Emissionsgrenzwerte. Sie sorgen an vielen Stellen auch dafür, dass mehr Realismus in die Betrachtung der CO2-Bilanz einkehrt. Eine Neuausrichtung der Bewertungskriterien ist dringend notwendig, denn trotz sinkender Flottendurchschnitte steigen die CO2-Emissionen des Verkehrs – in Deutschland im Vergleich zu 1990 sogar um vier Prozent. Nur wenn die Emissionen auf der Straße – und nicht nur auf dem Papier – sinken, wird Klimaschutz im Verkehr auch endlich wirksam. Zudem begrüßte er, dass ich das Parlament für Emissionsmessungen im realen Fahrbetrieb ausspricht und sieht Gasfahrzeuge hier im Vorteil. Ab 2025 soll dem Willen der Parlamentarier nach eine „Well-to-Wheel“-Bilanz betrachtet werden und damit erstmals für die CO2-Bewertung die Herstellung von Kraftstoffen berücksichtigt werden.

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