Logistikunternehmen legt Geschäftsbericht 2019 vor

Martin Schrüfer,

Hoyer Group mit positiver Geschäftsentwicklung

Der internationale Logistiker schließt das Geschäftsjahr 2019 positiv ab. Hoyer steigerte seinen Umsatz auf 1,177 Mrd. EUR (Vorjahr: 1,167 Mrd. EUR). Die Eigenkapitalquote blieb mit 44 Prozent auf Vorjahresniveau, während das Eigenkapital um rund 25 Mio. EUR gestärkt wurde. Das Ergebnis vor Ertragssteuern betrug 38,052 Mio. EUR. Die solide Bilanz und sehr gute Bonität schaffen eine starke Basis, den Effekten der Corona-Krise 2020 zu begegnen und zentrale Investitionen weiterzuverfolgen.

© Hoyer

Im Verlauf des Jahres 2019 ging die konjunkturelle Entwicklung des Weltmarktes in eine Abkühlungsphase über. Insbesondere die chemische Industrie wies Rückgänge in den Produktionsvolumen auf. Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen steigerte die Hoyer Group den Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 0,9 Prozent auf 1,177 Mrd. EUR. Dazu trugen Volumensteigerungen mit Kontrakten zur Tankstellenversorgung in Großbritannien, Neugeschäfte und Transportzuwächse im Gasbereich, höhere Umsätze aus der Tankcontainervermietung und Währungseffekte im Überseegeschäft mit einem starken US-Dollar bei.

Die Hoyer Group erzielte 2019 ein sehr gutes operatives Ergebnis vor Steuern mit 38,1 Mio. EUR. 2018 lag das Ergebnis vor Steuern bei 40,2 Mio. EUR, bereinigt um nicht operative Sondereffekte bei 35,2 Mio. EUR. Das 2019 erzielte Ergebnis vor Steuern als auch die Umsatzrendite konnten verbessert werden und lagen oberhalb der Planung. 2019 betrug der operative Cashflow 82,8 Mio. EUR (Vorjahr: 78,5 Mio. EUR). Hoyer verfügt über eine ausgezeichnete Bonität, die durch eine weitere erfolgreiche Schuldscheinemission erneut bestätigt wurde.

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Aufgrund der konjunkturellen Eintrübung 2019 reduzierte die Hoyer Group die für das Jahr geplanten Investitionen in Höhe von 173 Mio. EUR auf 106 Mio. EUR. Die Investitionssumme lag dennoch über den Investitionssummen  der beiden Vorjahre (2018: 83,9 Mio. EUR, 2017: 90 Mio. EUR). Die Mittel flossen in die Verjüngung und Modernisierung der Tankcontainerflotte, die Ausrüstung mit Telematiksystemen der neusten Generation sowie Ersatz- und Erweiterungsbedarfe in Transportequipment wie Tankaufliegern und IBC. Das ursprünglich für 2020 geplante Investitionsbudget betrug 146 Mio. EUR. Aufgrund der aktuellen Entwicklungen wurden die Planung einer Revision unterzogen und die Ausgaben auf wesentliche, strategische Projekte konzentriert. „Hoyer wird auch in Krisenzeiten weiterhin einen Schritt voraus bleiben. Die Geschäftsführung wirtschaftet umsichtig und nachhaltig.

Das macht gezielte Investitionen auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten möglich“, erläutert Thomas Hoyer, Beiratsvorsitzender der Hoyer Group. Dazu gehören Investitionen in ein Gefahrgutterminal, Gebäude und technische Anlagen sowie der weitere Ausbau der Smart-Logistics-Konzepte, State-of-the-Art-Informationstechnologie sowie internationale Geschäftsakquisitionen und Joint Ventures. 2019 wurde das Joint Venture Hoyer Bulk LLC mit dem in den USA ansässigen Logistiker Dupré initiiert, um das Überseegeschäft kontinental zu stärken. „Dank unserer weltweiten Präsenz und unseres starken Netzwerks können wir sowohl regionale wie internationale Logistikbedarfe entlang der Supply Chain optimal für unsere Kunden abdecken“, so Ortwin Nast, Chief Executive Officer der Hoyer Group.

Der Gesamtumsatz wurde von insgesamt fünf Business Units erwirtschaftet. Die Business Unit Chemilog steuerte im abgelaufenen Geschäftsjahr 34,1 Prozent des Gesamtumsatzes bei. Der Geschäftsbereich erzielte 0,6 Prozent mehr Umsatz im Vergleich zum Vorjahr und konnte das Ergebnis durch Auslastungserhöhung und Effizienzsteigerung positiv beeinflussen. Die Business Unit Deep Sea, verantwortlich für das Überseegeschäft, erzielte mit 3,6 Prozent Umsatzwachstum aufgrund von Wechselkurseffekten insgesamt 24,5 Prozent des Gesamtumsatzes der Hoyer Group. Die Business Unit Petrolog, in der die Aktivitäten der Mineralölversorgung von Tankstellen, Flughäfen sowie die Flugzeugbetankung und Bitumentransporte zusammengefasst sind, steuerte 22,8 Prozent des Gesamtumsatzes bei. Trotz rückläufigem Umsatz verbesserte sich das Ergebnis vor Steuern in diesem Geschäftsbereich stark. Einen Umsatzanstieg um fast 6 Prozent verzeichnete die Business Unit Gaslog, die 10,7 Prozent des Gesamtumsatzes erwirtschaftete. Das Transportlogistikgeschäft mit Industrie-, Chemie- und Spezialgasen entwickelte sich insbesondere in Deutschland erfreulich. Einen Anteil von 7,9 Prozent am Gesamtumsatz trägt die Business Unit Netlog bei, die für das weltweite Containermanagement und technische Leistungen wie Reinigung und Wartung sowie Depotservices verantwortlich ist. Der Geschäftsbereich steigerte seinen Umsatz erneut um 6 Prozent.

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