Branchentreffen

Daniel Schilling,

Deutscher Logistik-Kongress in Berlin eröffnet

Bis Freitag treffen sich in den Hotels InterContinental Berlin und Schweizerhof über 2.000 Experten aus Supply Chain und Logistik zu einem der größten Wirtschaftskongresse Deutschlands.

Eröffnungsplenum des Deutschen Logistik-Kongress mit dem BVL-Vorstandsvorsitzenden Thomas Wimmer, © BVL/Kai Bublitz

Im Fokus stehen diesmal der Standort Deutschland und die Energiewende, der Fachkräftemangel, die Bemühungen um mehr Resilienz in der Lieferkette, Cyber-Sicherheit sowie die Dekarbonisierung.

2024: Neuer Ort und neues Konzept

Der 40. Deutsche Logistik-Kongress markiert auch das Ende einer Ära: Vom Hotel InterConti mit seiner Marlene Bar geht es 2024 ins Estrel Berlin – Deutschlands größtes Kongresshotel. Auch das Konzept ändert sich: Künftig gibt es eine Zweiteilung zwischen Konferenz und Ausstellung. Die Ausstellung wird größer mit mehr Platz für die Aussteller, es kann Side-Events etwa für bestimmte Branchen oder für Start-ups geben, es gibt mehr digitale Vernetzungsmöglichkeiten. „Wir wollen bei Referierenden wie Teilnehmenden deutlich internationaler werden“, so der BVL-Vorstandsvorsitzende Prof. Dr.-Ing. Thomas Wimmer, und ergänzt: „Wir werden weiterhin das beste Kongressprogramm und den C-Level-Austausch haben. Und wir wollen sichtbarer den Stolz auf unseren Wirtschaftsbereich zeigen.“ Geplant sind auch vielfältigere Ticket-Optionen, beispielsweise mit Tagestickets oder günstigeren Expo-Tickets.

Logistikweise: 2024 nur leichtes nominales Plus von 0,8 Prozent

Heute veröffentlichen die Logistikweisen ihre Prognosen für 2023 und 2024, die sie bei ihrem Herbstgipfel erarbeitet und diskutiert haben. Die Prognose für 2023 wurde aufgrund der schwächeren wirtschaftlichen Entwicklung nach unten korrigiert. Die aktuelle Konsensschätzung liegt bei nominal +2,5 Prozent und real -2,0Prozent. Im „Worst Case“ wird mit einer weiteren Reduzierung der Prognose um einen Prozentpunkt gerechnet. Die Prognose für 2024 liegt im Mittel bei nominal 0,8 Prozent und real -3,5 Prozent.

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Diese Zahlen basieren auf der Annahme, dass im nächsten Jahr die Bauaktivitäten weiter einbrechen, die Nachfrage im Maschinenbau einen leichten Rückgang erlebt, die Chemiebranche und die Automobilbranche stagnieren und die Nachfrage nach Gütern des täglichen Bedarfs ebenfalls stabil bleibt. Einzig die Elektronikbranche verspricht positive Impulse. Ein Hoffnungsschimmer könnte im zweiten Halbjahr 2024 bei Gebrauchsgütern der Privathaushalte zu sehen sein, auch das Weihnachtsgeschäft könnte die Konjunktur beleben.

Die Logistikweisen formulieren auch neun Kernmaßnahmen, die die Politik umsetzen sollte, damit Deutschland in der Logistik an der Spitze bleibt. Im Fokus steht vor allem die Infrastruktur – sowohl im Verkehr, als auch bei der Digitalisierung und bei Strom – die mit Masterplänen der Politik auf die jeweiligen Erfordernisse hin auszubauen ist. Ein weiterer Faktor ist für die Logistikweisen Forschungsförderung, um die Innovationskraft der Logistik zu stärken und zu erhalten.

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