Studie: Dienstleister verlieren Zeit durch ineffiziente Prozesse
Investition in Modernisierung ist unerlässlich
Eine internationale Studie von Pierre Audoin Consultants (PAC) im Auftrag von Unit4 zeigt: Dienstleistungsunternehmen stehen unter wachsendem Arbeitsdruck, während operative Ineffizienzen und veraltete IT-Systeme Produktivität kosten. Besonders in Deutschland besteht Nachholbedarf bei der Einführung moderner Cloud-Plattformen.
60 Prozent der von PAC befragten Dienstleistungsunternehmen erwarten in den kommenden zwölf Monaten ein steigendes oder komplexeres Arbeitsvolumen. Gleichzeitig führen operative Ineffizienzen, manuelle Prozesse und fragmentierte IT-Landschaften zu Verzögerungen bei Projekten und zunehmenden Überstunden.
Besonders Deutschland fällt im internationalen Vergleich zurück: Nur 22 Prozent der Unternehmen nutzen moderne, vollständig integrierte Cloud-Plattformen – der niedrigste Wert aller untersuchten Länder. Weltweit betreiben bereits 33 Prozent der Unternehmen ihre Geschäftsprozesse auf modernen Cloud-Systemen und berichten von weniger Fehlern in Finanzberichterstattung sowie Budgetierung und Prognose.
Laut der Studie sind 66 Prozent der Unternehmen auf fragmentierte Anwendungslandschaften angewiesen. In Deutschland greifen sogar 30 Prozent auf mehrere Systeme zurück, die zusätzliche manuelle Arbeit und Tabellenkalkulationen erfordern. Zu den häufigsten Ursachen für Überstunden zählen Engpässe beim Monats- oder Quartalsabschluss (68 Prozent), inkonsistente Datenmodelle (59 Prozent) und veraltete Technologien (55 Prozent).
Modernisierung von Kernprozessen ist unverzichtbar
„Unternehmen im Bereich der professionellen Dienstleistungen stehen möglicherweise vor dem größten Wendepunkt ihrer Geschichte, da technologische Umbrüche und volatile wirtschaftliche Bedingungen Kunden dazu veranlassen, den Einsatz von Beratungskompetenz neu zu bewerten“, so Donna Dobson, Director Professional Services bei Unit4. „Die Untersuchung von PAC zeigt, warum die Modernisierung von Kernprozessen führenden Unternehmen einen Vorteil in Bezug auf Produktivität und die Reduzierung von Zeitverlusten durch manuelle Prozesse und Fehlerkorrekturen verschafft. Angesichts des zunehmenden Wettbewerbs erkennen Unternehmen, dass es entscheidend ist, die Auswirkungen auf ihre Belegschaft zu begrenzen, um Talente zu binden und Projekte effizienter abzuwickeln.“
Fast die Hälfte der Befragten (47 Prozent) gibt an, Zeit für die Korrektur von Stundenzetteln aufwenden zu müssen. Zudem verbringen mehr als ein Viertel der kundenorientierten Fachkräfte über 30 Prozent ihrer Arbeitszeit mit administrativen Aufgaben statt mit ihrer eigentlichen Tätigkeit.
Investitionen in Automatisierung und KI
Für die kommenden zwölf Monate planen die Unternehmen vor allem Investitionen in die Modernisierung ihrer Betriebsmodelle, die Automatisierung manueller Prozesse sowie die bessere Integration von Daten. 88 Prozent erwarten dadurch effizientere Abläufe, während 86 Prozent von einer verbesserten Vorhersagbarkeit der Geschäftsentwicklung ausgehen.











