Lager- & Kommissioniertechnik
Schnell, sicher und effizient verladen dank Safety Jack
Vielen Verantwortlichen ist die Notwendigkeit von Sicherungsmaßnahmen in der Verladezone bewusst. Doch noch immer werden Lkw vor der Be- und Entladung nicht ausreichend abgesichert – vor dem Wegrollen, dem Umkippen oder dem zu starken Einfedern. Drei „kleine“ Maßnahmen mit Hilfe von Keil und Safety Jack schaffen Abhilfe.

Sicherheitsmaßnahmen müssen nicht immer „große“ Maßnahmen sein, wie die Einführung einer automatischen Verladung oder einer alles integrierenden Andockstation. Im tagtäglichen Geschäft sind gerade auch die kleineren Elemente entscheidend, die zu mehr Sicherheit in der Verladezone beitragen können. Auch sie können signifikant verbessert werden.
Wider das Wegrollen
Die Notwendigkeit von Sicherungsmaßnahmen gegen Wegrollen der Lkw während der Be- oder Entladung hat längst im Bewusstsein der meisten Verantwortlichen einen hohen Stellenwert. Der Vorschrift entsprechend umgesetzt – also der Lkw-Fahrer sichert und der Verlader kontrolliert dies dann – ist dies jedoch ohne technische Unterstützung zeitintensiv und fehleranfällig. Man kann diesen Prozess mit überwachten Radkeilen unterstützen wie dem Arnold Elektrokeil. Dieser ist kabelgebunden oder es wird per Funk sensorisch kontrolliert, ob der Keil aktiviert wurde, bevor mit der Verladung begonnen wird. So kann der Verlader den Status vom Tor aus über eine Kontrolllampe stets sehen, ohne selbst nach außen zu gehen.
Wider das Umkippen
Die Gefahr des Umkippens wird noch immer zu selten berücksichtigt. So findet man nach wie vor zahlreiche Verladesituationen, in denen abgestellte Sattelauflieger mit einem Stapler befahren werden und nichts gegen das dabei drohende Kippmoment unternommen wird. Dabei ist von den Berufsgenossenschaften vorgesehen, dass bei gefahrbringenden Kräften in Längsrichtung eine Sicherung zu realisieren ist, da die dadurch riskierten Unfälle mindestens so gefährlich sind, wie jene in Folge eines wegrollenden Lkws.
Mit den so genannten Safety Jacks steht auch längst eine große Bandbreite an Lösungen zur Verfügung, die diese Aufgabe schnell und einfach lösen. Vorne untergestellt stützen sie den Auflieger gegen Kippen. Sie können auf Rollen einfach manuell verfahren werden und so durch jede eingewiesene Person ohne weitere Hilfsmittel eingesetzt werden.

Während alle Modelle den Sattelauflieger vor dem Umkippen bewahren, unterscheiden sie sich meist in der Ausführung. Günstige Lösungen sind zumeist lackiert und mit nur einer einfachen Spindel ausgestattet. Legt man Wert auf Langlebigkeit, so sollte stattdessen eine verzinkte Ausführung gewählt werden, da sie bei Lackschäden nicht gleich zu rosten beginnen. Je breiter die Auflage gewählt wird, desto stärker kann auch ein seitliches Schwanken des Aufliegers unterbunden werden.
Wider das Einfedern
Oft sind bei älteren Verladeanlagen die Vordächer zu niedrig für die immer höher werdenden Lkw. Fährt ein Stapler ein, gehen sie tief in die oftmals sehr weiche Federung und federn dann entsprechend bei der Ausfahrt des Staplers auch besonders hoch nach – und schon sind je nach Ausführungsart sowohl Fahrzeug als auch Vordach beschädigt. Das tiefere Einfedern führt auch vielerorts zu dem Problem, dass die Verladebrücke gar nicht so tief herunter überbrücken kann, wie der Lkw einfedert. So entsteht eine nicht erlaubte Stolperstelle zwischen Lkw und Brücke. Um dies zu verhindern, gibt es Hilfsmittel für die seitliche hintere Abstützung – diese Safety Jacks werden über einen langen Griff seitlich unter die Längsträger des Fahrzeugs geschoben und verhindern ein starkes Einfedern des Lkws.
Mithilfe all dieser Maßnahmen lassen sich teure Investitionen vermeiden und zugleich die Sicherheit während der Verladung deutlich steigern.
Dr.-Ing. Annette Arnold









