Für Ukraine-Geflüchtete

Annina Schopen,

Messe Frankfurt wird Notunterkunft

Die Stadt am Main ist die zentrale Anlaufstelle für Geflüchtete in Hessen. In der Messe Frankfurt entsteht daher ein Erstversorgungszentrum mit Notunterkünften.

Erstversorgungszentrum in der Messehalle 1 der Messe Frankfurt. V.l.n.r.: Uwe Behm, Geschäftsführer der Messe Frankfurt, Elke Voitl, Sozialdezernentin der Stadt Frankfurt am Main, Peter Feldmann, Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt am Main und Vorsitzender des Aufsichtsrats der Messe Frankfurt. © Stadt Frankfurt am Main/ Ben Kilb

In Halle 1 auf dem Frankfurter Messegelände wird es eine erste Anlaufstation geben, in der alles Notwendige zur Verfügung gestellt wird, bis die Menschen in längerfristige Unterkünfte in ganz Hessen vermittelt werden können. Ein entsprechender Vertrag mit der Stadt kam kurzfristig zu Stande.

„Die Menschen, die aus der Ukraine zu uns fliehen, brauchen unsere Hilfe. Sie müssen darauf vertrauen können, dass unsere Solidaritätsbekundungen nicht nur Lippenbekenntnisse sind“, sagt Peter Feldmann, Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt. „Deshalb ist das Erstversorgungszentrum, das wir kurzfristig an unserer Messe einrichten, so wichtig. Frankfurt ist eine weltoffene Stadt, die in ihrer Geschichte für viele Geflüchtete zur zweiten Heimat wurde. Zeigen wir den Menschen aus der Ukraine, dass sie bei uns willkommen sind.“ Die Notunterkunft wird zunächst in Halle 1.1 errichtet und kann bei Bedarf auch in die zweite Ebene, Halle 1.2, erweitert werden.

„Ich freue mich, dass das Land meinen Vorschlag, die Verteilung der Menschen in Hessen auch von Frankfurt aus zu steuern, aufgegriffen hat und uns den entsprechenden Einsatzbefehl erteilt hat“, sagt Frankfurts Sozialdezernentin Elke Voitl. „Das erspart den Geflüchteten nach der anstrengenden Flucht weitere Wege. Nach unserer bisherigen Erfahrung kommen die meisten Menschen traumatisiert, sehr erschöpft und oft auch hungrig hier an“, so die Stadträtin. „Etwa die Hälfte der Schutzsuchenden sind Kinder und Jugendliche. Für sie ist es besonders wichtig, schnell wieder einen geschützten und sicheren Ort zum Durchatmen zu haben. Den wollen wir hier in Frankfurt mit der Messe nahe am Hauptbahnhof gemeinsam mit all unseren Kräften schaffen“, sagt Elke Voitl.

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Die Unterkunft wird betrieben vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) und dem Arbeiter-Samariter-Bund (ASB). Die Messe Frankfurt ist für die Errichtung und weitere Services innerhalb der Unterkunft zuständig.

„Wir haben auf unserem Messegelände in Halle 1 schnell und unbürokratisch Notunterkünfte geschaffen, da umgehende Hilfe erforderlich ist“, sagt Uwe Behm, der für das Messegelände zuständige Geschäftsführer der Messe Frankfurt. „Daraus ist eine erste Anlaufstelle bzw. Zwischenstation geworden, um Menschen, die aus der Ukraine flüchten mussten, mit allem Notwendigen zu versorgen, bis sie in längerfristige Unterkünfte vermittelt werden können.“

Messe Frankfurt schließt Aussteller aus Russland und Belarus aus

Darüber hinaus gab die Messe Frankfurt bekannt, dass man sich angesichts der dramatischen Lage in der Ukraine entschlossen habe, bis auf weiteres sowohl russische Aussteller als auch Aussteller aus Belarus nicht auf ihren Messen zuzulassen. Dies gelte für alle Länder der Messe Frankfurt Gruppe, die sich den Sanktionsmaßnahmen angeschlossen haben.

Darüber hinaus stellt die Messe Frankfurt ebenfalls bis auf weiteres alle Besuchermarketingaktivitäten in Russland und Belarus ein. Bereits zuvor hatte die Messe Frankfurt entschieden, ihre Veranstaltungen in Russland bis auf weiteres auszusetzen.

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