Finalisten stehen fest

Marvin Meyke,

IFOY Award 2020: 16 Unternehmen im Finale

Die Finalisten für den diesjährigen IFOY Award stehen fest: Aus dem Bewerberfeld von 32 Unternehmen nominiert die Jury im achten Durchgang der weltweit bekannten Auszeichnung 17 Geräte und Lösungen von 16 Herstellern.

Während der IFOY Test Days durchlaufen alle nominierten Geräte auch den IFOY Innovation Check. Im Vorjahr führten diesen durch (v.l.): Prof. Dr. Thorsten Schmidt, Prof. Dr. Rainer Bruns, Prof. Dr. Johannes Fottner und Guido Follert. © IFOY Award

Längst dreht es sich bei dem Wettbewerb nicht mehr nur um Stapler: Das Spektrum der Nominierten reicht von Warehouse Trucks und Spezialanfertigungen über Roboter, Drohnen und Software bis hin zum Containerstapler. Eine Trophäe gewinnen wollen Bosch Rexroth, Combilift, Crown, Easy Mile, Geek+, Hyster, Jungheinrich, ProGlove, Raymond, Sany Europe, Still und Toyota Material Handling sowie die Start-ups cellumation, doks. innovation, ForkOn und Wiferion.

Alle Finalisten durchlaufen bei den IFOY Test Days vom 6. bis 13. Februar auf dem Messegelände des IFOY Partners Hannover Messe das IFOY Audit. Im IFOY Test messen Experten in einem standardisierten Verfahren die Kennzahlen der Finalisten.

Im IFOY Innovation Check beurteilen Wissenschaftler den Innovationswert der nominierten Produkte und Lösungen. Durchgeführt wird der Innovation Check von Spezialisten des Dortmunder Fraunhofer-Institutes für Materialfluss und Logistik (IML), des Lehrstuhls für Technische Logistik an der Universität Dresden sowie dem Lehrstuhl für Fördertechnik, Materialfluss und Logistik (fml) an der TU München.

Am Ende der IFOY Test Days reisen Juroren aus ganz Europa, Australien, Brasilien und Russland nach Hannover, um die nominierten Geräte in Augenschein zu nehmen und selbst zu testen. Erstmals stimmt auch eine Jurorin aus dem weltweit größten Intralogistikmarkt ab: Aus Peking reist die Fachjournalistin Ying Xu nach Hannover. Bewertet werden unter anderem Innovationswert, Technik, Design, Ergonomie und Handling, Sicherheit, Marktfähigkeit und Kundennutzen sowie Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit. Die Jury besteht aus 27 renommierten Fachjournalisten aus 19 Ländern.

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"Eine goldene Regel der IFOY Testreihen lautet: Die Finalisten werden in ihrer jeweiligen Kategorie nicht untereinander verglichen, sondern mit ihren Wettbewerbsgeräten auf dem Markt. Nur derjenige Nominierte, der seine direkten Wettbewerber in Sachen Innovation abhängt, hat die Chance auf den höchsten Podestplatz", betont Anita Würmser, die Vorsitzende der IFOY Jury. Vergeben werden die Trophäen in sieben Kategorien während der IFOY Award Night am 20. April auf der Hannover Messe2020.

Kategorie "Counter Balanced Truck": Hyster, Still
Im Segment der Gegengewichtsstapler schafft es der Hyster Hybrid Reach Stacker SRSC45H9 mit Lithium-Ionen-Batterie ins Finale. Er wurde von Anfang an so konzipiert, dass er die Form des Energiespeichers nutzt und somit Vorteile wie einen niedrigen Schwerpunkt und mehr Platz in der Kabine bietet. Die zweite Nominierung holt sich das neue Flaggschiff von Still aus der Baureihe RX 60-25/35 für Lasten bis 3,5 Tonnen. Der Hersteller achtete bei der Entwicklung sowohl auf den Einsatz energieeffizienter Technologien als auch auf eine hohe Performance.

Kategorie "Special Vehicle": Combilift, Sany Europe
Bei den Spezialfahrzeugen ist der Combi-CBE4 des irischen Herstellers Combilift nominiert. Der vier Tonnen schwere E-Gabelstapler mit Allradantrieb vereint Multidirektionalität und ein kompaktes Design. Ebenfalls im Finale steht Sany Europe. Ins Rennen geht der Konzern mit dem SRSC45H9A Hybrid Reach Stacker.

Kategorie "Warehouse Truck highlifter": Crown, Jungheinrich
Crown zieht mit dem Schubmaststapler ESR 1000 ins Finale ein. Im Vergleich zum Vorgängermodell verdoppelt die Xpress Lower Technologie die Absenkgeschwindigkeit und das neue Betriebssysteme Gena bietet leistungssteigernde Assistenzsysteme und eine intuitive Bedienung. Die zweite Nominierung in der Kategorie gewinnt Jungheinrich mit dem ERC 216zi. Als erster Jungheinrich Elektro-Hochhubwagen mit vollintegrierter Lithium-Ionen-Batterie sorgt das neue, kompakte Fahrzeugdesign laut dem Hersteller für eine hohe Performance und maximalen Bedienkomfort.

Kategorie "Warehouse Truck lowlifter": Combilift, Raymond, Toyota Material Handling
Mit dem CombiCS zieht Combilift ins Finale ein. Das Mitgängergerätist für den Palettentransport auf engstem Raum entwickelt worden. Dank einer Spezialdeichsel und einer kompakten Bauweise punktet das nur 1,05 Meter lange Fahrzeug mit sicherer Bedienung und einer guten Sicht für den Bediener. Die amerikanische Raymond Corporation geht mit dem Courier 3030 ins Rennen. Der automatisierte Stapler kann Transporte zwischen Produktion und Lager übernehmen. Die Entwickler integrierten eine Technologie, die die Umgebung 360 Grad um das Gerät erfasst und es notfalls zum Stillstand bringt, falls eine Person oder ein Gegenstand den Weg blockiert. Die dritte Nominierung in dieser Kategorie gewinnt der neue Toyota BT Levio LWI160 Niederhubwagen von Toyota Material Handling. Das Mitgängergerät läutet in den Bereichen Design und Konstruktion eine neue Ära ein: Entwickelt rund um das modular aufgebaute Toyota Batteriesystem mit Lithium-Ionen Technik, ist der LWI160 besonders leicht, platzsparend und energieeffizient.

Nominiert in der Kategorie "AGV/Robot": EasyMile, Geek+
In der Kategorie AGV/Robot holt sich EasyMile aus Frankreich eine Nominierung. Dessen TractEasy ist ein hochautomatisierter Schlepper für Einsätze sowohl in Hallen als auch im Freigelände. Er ermöglicht die Automatisierung von Logistikströmen und ist für eine Zuglast von bis zu 25 Tonnen ausgelegt. Das Fahrzeug ist speziell darauf ausgelegt, mit verschiedenen Umwelt-und Verkehrsbedingungen im Außenbereich zurechtzukommen. Im Rennen um die IFOY Trophäe ist auch der chinesische Hersteller Geek+. Nominiert ist das C200 Roboter-Shuttle-System. Es identifiziert und kommissioniert Behälter in Standardgröße und transportiert sie zum Kommissionieren und Verpacken. Das System bietet den Kunden einen Mehrwert durch selbstlernende, intelligente Routenplanung, präzise Navigation und automatische Beladung.

Kategorie "Intralogistics Software": Bosch Rexroth, ProGlove
In der Softwarekategorie sind ein großes und ein kleines Unternehmen mit ihren Lösungen nominiert. Die Jury gab grünes Licht für die Laser Localization Software von Bosch Rexroth. Sie bietet eine Schlüsseltechnologie für autonome Fahrzeuge im Intralogistik-und Produktionsumfeld, die mit Hilfe eines Lasers automatisch die Umgebung abbildet und die Position sowie Orientierung des Fahrzeugs bestimmt. Münchner Hersteller ProGlove, der auch im Vorjahr am Wettbewerb teilgenommen hat, geht mit The ProGlove Cloud ins Rennen. Die Cloud unterstützt Unternehmen dabei, einen digitalen Zwilling ihrer Prozesse abzubilden, um Geräte besser zu verwalten, Logistikherausforderungen zu identifizieren, nahtlose Lagerprozesse sicherzustellen und intelligente Workflows zu ermöglichen. Mit einer schnellen Plug-and-Play-Software-Integration kann diese Stand-Alone-Lösung zügig in Betrieb genommen werden und ist nicht von ERP-oder WMS-Daten abhängig.

Gleich vier Startups schaffen es 2020 ins Finale: cellumation tritt mit dem celluveyor an. Das ist ein modulares Materialflusssystem, das aus hexagonalen Zellen besteht, die zu einem beliebigen Layout zusammengefügt werden. Auf der Oberfläche können Pakete dank omnidirektionaler Räder flexibel bewegt und positioniert werden.

doks. innovation ist mit inventAIRy X nominiert. Das System ist die Kombination aus einer Drohne, 1D-und 2D-Sensoren, einer 12-Megapixel Kamera und der doks.-Software zur Datenerfassung und -verarbeitung mithilfe von Machine Learning Algorithmen, die in Verbindung mit einem fahrerlosen Transportfahrzeug  autonom Lagerbestände in Palettenregallagern erfasst. Anwender sparen Zeit und Ressourcen und können Mitarbeiter für wertschöpfende Tätigkeiten einsetzen.

Ebenfalls im Rennen in dieser Kategorie ist die ForkOn Flottenmanagement Software des gleichnamigen Start-ups. Es ist laut den Entwicklern die erste herstellerunabhängige Flottenmanagementsoftware für Gabelstapler und andere Flurförderzeuge. Die cloud-basierte, benutzerfreundliche Software-as-Service-Plattform senkt die jährlichen Kosten dem Anbieter zufolg eum 20 Prozent durch die Fokussierung auf die Gesamtbetriebskosten.

Wiferion entwickelt und verkauft unter anderem kabellose Energiesysteme für elektrisch betriebene Flurförderzeuge. Die skalierbaren, modularen Energiesysteme basieren auf dem patentierten, induktiven Ladesystem etaLINK 3000. Die Ladelösung kommt ohne Steck-und Schleifkontakte aus und ermöglicht ein effizientes, schnelles Zwischenladen der Batterien.

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