Stapler & Komponenten
Materialfluss Round Table: RBG oder Stapler, kostengünstige Lösungen, Modernisierung und Neubau werden von Experten mit Materialfluss diskutiert

Gilt es Waren schnell und kostengünstig ein- und auszulagern, so stehen Stapler oder Regalbediengeräte in hartem Wettbewerb. Vertreter der Branche diskutieren mit Materialfluss, welches System wo seine besonderen Stärken hat. Egal, ob ein Lager modernisiert werden soll oder gar ein kompletter Neubau ansteht, immer steht der Logistiker vor der Frage: Regalbediengerät (RBG) oder Stapler? Und bei genauerer Betrachtung kommen oft noch andere Techniken in Frage.

Zwar haben alle Philosophien spezifische Vorteile, die sie für gewisse Einsatzzwecke prädestinieren, doch sollte man sich nach Meinung von Sebastian Riedmaier von Jungheinrich nicht vorschnell entscheiden: „Wir bieten bei Jungheinrich beide Techniken, RBG und Stapler, an. Aus diesem Grund können wir uns die Umstände des Kunden genauer ansehen, bevor wir das Eine oder das Andere empfehlen. Manchmal ist diese Entscheidung recht einfach gefällt, denn bei Regalhöhen über 15 m kommt eigentlich ein Stapler nicht mehr in Frage, während bei Höhen unter 10 m ein RBG oft nicht mehr wirtschaftlich arbeiten kann. Braucht ein Anwender aber Flexibilität, etwa beim Kommissionieren, und die Hubhöhen liegen zwischen 12 und 13 m, so werden sich Schmalganglager mit Regalstaplern oft nicht lohnen. Um eine Entscheidung sicher treffen zu können, ist es wichtig beide Versionen sauber durchzurechnen und die örtlichen Gegebenheiten immer zu berücksichtigen.“

Dem kann auch Urs Gerber von LTW prinzipiell zustimmen, doch um eine sichere Auswahl treffen zu können, müsse man weiterere Punkte beachten: „Bei der Auswahl spielen aber eine Reihe weiterer Parameter, wie etwa der Automatisierungsgrad, und auch die Lasten eine wichtige Rolle. Meiner Erfahrung nach ist die Wahl der eingesetzten Technik aber oft schon entschieden, wenn wir ins Spiel kommen. So geben Planer bei einem Projekt oft schon Stapler vor, hier kommen dann eben auch nur Stapleranbieter zum Zug. Da sind wir als klassischer RBG-Anbieter außen vor, auch wenn wir hier eine echte Alternative bieten könnten. Anders sieht es aus, wenn wir früh ins Boot geholt werden. Insbesondere, wenn ein neues Lager auf der grünen Wiese entstehen soll und der Kunde uns um eine Planung bittet. Hier prüfen wir immer, ob sich eine RBG-Lösung realisieren lässt. Kommen wir schon zu der Überzeugung, dass diese Lösung für den Kunden nicht optimal wäre, so bieten wir von uns aus gar nicht mehr an. Die entscheidenden Faktoren – Automatisierungsgrad, egal ob mit RBG oder auch automatisierte Stapler und die geforderte Förderleistung – liegen hierbei auf der Hand.“

Die Technik hinterfragen Dies unterstreicht auch Dr. Roland Thumm von Dambach: „Die Ansprüche und Gegebenheiten beim Kunden sind für die Wahl der einzusetzenden Technik immer entscheidend. Wir können als Anbieter von klassischen Schmalgangstaplern, automatischen Staplern und auch RBGs unvoreingenommen an solche Entscheidungen heran gehen und sehen, welche Lösung für den Kunden die meisten Vorteile bietet.“ Seiner Meinung nach ist es aber eminent wichtig, schon bei einer frühen Planungsphase dabei zu sein: „Für eine saubere Entscheidungsfindung müssen wir schon früh mit im Boot sitzen. Leider ist es nicht immer der Fall, denn viele Kunden haben schon eine recht genaue Vorstellung, welche Technik sie einsetzen wollen, und auch Planer konfrontieren uns häufig mit fest gefügten Entscheidungen. Aber auch in diesen Fällen nehmen wir uns immer die Freiheit, die vorgegebene Technik zu hinterfragen und gegebenenfalls eine andere Empfehlung anzubieten.“
Die Faktoren Höhe, Leistung, Arbeitsweise des Kunden, die zu bewegenden Lasten und auch die benötigte Flexibilität sind seiner Meinung immer die Punkte, die zunächst bei der Technikwahl eine Rolle spielen. Insbesondere sollte man immer besonderes Augenmerk auf die Struktur eines Kunden legen: „Entscheidend ist immer die Frage, wie stabil das Portfolio der zu lagernden Waren ist. Lässt sich absehen, dass sich in den nächsten zehn Jahren keine größere Änderung abzeichnet, so spricht in der Regel vieles für ein RBG. Rechnet der Kunde jedoch mit wechselnden Warenarten, so spricht dies für den Staplereinsatz.“ Darüber hinaus sollte man sich immer vor Augen halten, dass eine automatisierte Lösung immer Kapital für einen längeren Zeitraum bindet.

Diese Argumenten wollte Jörg Brüning von Still nur teilweise folgen: „Wir als Anbieter von intelligenten Flurförder-Lösungen sehen keine Höhenbegrenzung beim Staplereinsatz. Unsere Geräte können Lasten von 1.000 kg sicher bis auf Höhen von 16 m bewegen. Sicherlich liegt der Einsatzschwerpunkt vieler Schmalgang-Stapler zwischen 8 und 11 m, das sehen wir schon an unseren Produktionszahlen, aber das wichtigste Argument bei der Auswahl sollte immer das benötigte Investitionsvolumen sein.“ Darüber hinaus könne man bei Still klar erkennen, dass sich der Markt seit einiger Zeit stark verändere: „Früher kamen unser Kunden hauptsächlich aus der produzierenden Industrie, während sich dies heute zunehmend zu den Logistik-Dienstleistern verlagert. Diese Kunden haben es in der Regel mit Vertragslaufzeiten der Kontrakte von 3 bis 5 Jahren zu tun. Daher legen diese Kunden besonderen Wert auf Flexibilität. Da können unsere automatischen Schmalgang-Stapler punkten, auch wenn sie bei der Performance gegenüber einem RBG nicht immer mithalten können.“

Bei jedem Projekt steht auch für Dr. Mirko Doerk von TransStore die optimale Lösung für den Kunden im Vordergrund: „Die Zeiten, wo sie einem Kunden Stapler verkaufen konnten, obwohl eine automatisierte RBG-Lösung für ihn mehr Vorteile bieten würde, sind endgültig vorbei! Dies gilt auch anders herum. Und oft erweist sich bei genauerer Betrachtung dann unser TransFaster als die optimale Lösung. Wir verstehen diese Technik als eine dritte Alternative zu klassischen RBGs und Staplern mit ganz spezifischen Vorteilen.“ Dabei will er seine Technik nicht als Allheilmittel aller Lagerprobleme verstehen: „Für uns stehen immer die Ansprüche und Wünsche eines Kunden im Mittelpunkt. Daher bieten wir nur bei solchen Projekten an, wo diese Technik ihre Vorteile ausspielen kann. Stellen wir aber fest, dass andere Techniken im spezifischen Projekt besser geeignet sind, so sagen wir das auch und geben kein Angebot ab. Denn wenn wir bei einem Projekt von den Vorteilen des TransFasters überzeugt sind und ein konkretes Angebot unterbreiten, so überzeugen unsere Argumente auch oft den Kunden und wir bekommen den Zuschlag.“
Spezifische Anfragen Es sei erfreulich meint Gerber, dass es bei manchen Projekten möglich sei, auch vorgefertigte Vorstellungen zur verwendeten Technik noch zu revidieren und Kunden von Alternativen zu überzeugen, doch sei dies oft nicht mehr möglich und die Kunden würden so nicht die optimale Lösung bekommen: „Wir können immer stärker beobachten, dass wir überwiegend Anfragen bekommen, die schon auf die von uns verwendete Technik abgestimmt sind. Der Fall ,grüne Wiese’, bei dem wir früh in die Planungsphase mit eingebunden werden und somit natürlich auch freier von vorgegebenen Randbedingungen anbieten können, sind eher selten. Dabei wird aber immer einiges Optimierungspotenzial verschenkt, denn so eingeengt können wir alle nicht mehr überprüfen, ob die Lösung auch wirklich die Beste ist!“
Diese Problematik sehe man auch bei Still, doch könne man diesem Dilemma laut Brüning mit entsprechender Eigeninitiative entgegentreten: „Wir haben bei und im Haus für Europa etwa 450 Außendienst-Mitarbeiter. Deshalb erfahren wir schon immer relativ früh, wo neue Projekte geplant sind. So können wir uns rechtzeitig in den Planungsprozess einbringen und haben daher eher selten mit vor gefassten Meinungen zur einzusetzenden Technik zu kämpfen.“ Diese proaktive Vorgehensweise zahle sich seiner Erfahrung nicht nur bei Neuprojekten aus: „Möchte jemand sein Lager modernisieren und wir treten frühzeitig mit ihm in Kontakt, so hat schon oft sich bei den ersten Gesprächen herausgestellt, dass die Flurförderfahrzeuge des Kunden kurz vor den Ende der geplanten Nutzungsdauer stehen und sich hier eine ganze oder auch teilweise Automatisierung geradezu anbietet.“
Doch bei allen Unterschieden der Technik ist es nach Meinung aller Gesprächsteilnehmer immer wichtig, mit einer eingehenden Analyse herauszufinden, welche Lagerphilosophie im spezifischen Fall die richtige ist.
Auf eine saubere und umfassende Analyse könne man nach Thumms Überzeugung insbesondere bei Lagermodernisierungen mit dem Kundenwunsch zu Automatisieren nie herum: „Möchte ein Kunde sein bestehendes Lager automatisieren, so ist dies bei vielen klassischen Regallagern ein schwieriges Unterfangen. Insbesondere mit klassischen RBGs ist dies oft nicht realisierbar. Hier können dann aber oft automatisierte Flurförderer in die Bresche springen.“ Den Einwand seiner Kollegen, dass dem ein verschlissener Lagerboden entgegenstehe, lässt er nur begrenzt gelten: „Auch bei unebenen und verworfenen Böden lassen sich solche Geräte durchaus einsetzen, da diese schließlich immer genau vor die betreffenden Fächer positioniert werden.“ Solche nachträglichen Automatisierungen mit Staplern sind seiner Meinung nach aber eher die Ausnahme, und auch bei Neubauten solle man immer genau rechnen, denn hier können die Investitionen für Automatik-Stapler schnell auf das Niveau der RBGs schnellen.
Genau hier bringt Doerk seine Technik ins Spiel: „Mit den TransFaster können Sie bestehende Regallager oft nachträglich automatisieren. Und bei genauerer Betrachtung gilt dies nicht nur für die technische Seite. Auch wirtschaftlich stellt sich dies oft als die beste Lösung dar. Aber grundsätzlich gilt: Wenn Sie sauber rechnen, wird es nur eine beste Lösung geben.“ Genau dies werde auch von den Kunden gefordert. „Heute haben wir es doch alle mit nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten geführten Unternehmen zu tun. Da können wir mit den zweitbesten Lösungen nicht mehr punkten“, resümiert Doerk.
Beim Automatisierungs-Wunsch bestehender Schmalgang-Lager wird nach Meinung von Brüning oft manch wichtiger Aspekt nicht beachtet: „Uns begegnen in jedem Lager immer noch Paletten mit unterschiedlichen Normen, Abmessungen und einer oft nicht für die Automatisierung geeigneten Stabilität. Darüber hinaus haben viele Kunden auch Waren, die durch keine Konturenkontrolle passen. Hier heißt es dann oft, dass dies eine Automatisierung unmöglich machen würde. Dies stimmt aber nur teilweise! Denn wenn Sie hier automatisierte Schmalgang-Stapler verwenden, so kann dieser sowohl im Automatikbetrieb als auch mit Handsteuerung eingesetzt werden. Sie haben dann beispielsweise zehn Gänge, die sich automatisiert bedienen lassen und zwei, die manuell bedient werden. Kommt Ware, die sich nicht automatisiert lagern lässt, so springt einfach ein Fahrer auf den Stapler und erledigt die Tätigkeit. Solche Flexibilität bieten nur Stapler!“
Kombination möglich An Mischlager glaubt auch Gerber. Nur lässt sich eine Kombination durchaus auch mit RBGs realisieren: „Solche Kombinationen gibt es nicht nur mit Staplern, Sie können dies bei IKEA-Logistiklagern sehen. Hier steht in der Regel immer ein etwa 30 m hohes Hochregallager, das mit unseren RBGs arbeitet. Links und rechts davon finden Sie dann das Stapler-Lager. Früher wurden auch die Hochregallager manuell bedient, weil hier auch beispielsweise unförmige Sofas eingelagert wurden. Heute werden hier nur noch alle automatisierungsfähigen Waren gelagert. Alles andere kommt in die Stapler-Lager.“
An diesen Beispielen sieht auch Dr. Thumm die absolute Notwendigkeit von Disziplin des Lagerbetreibers bei einer Automatisierung. Denn wenn er hinsichtlich der Paletten-Qualität und der zu lagernden Güter nicht in der Lage ist, zu standardisieren, so bleibt eigentlich nur der Griff zum bemannten Stapler.
Doch hier wirft sein Kollege Riedmaier in die Runde, dass auch in solchen Fällen oft von Kunden der Wunsch nach einer nachträglichen Automatisierungsmöglichkeit gestellt werde. Bei Projekten sei dies ein wichtiges Argument, um den Zuschlag zu erhalten. „Doch dabei vergessen viele, dass ein nachträgliches Automatisieren sich nicht über ein Wochenende erledigen lässt“, pflichtete Gerber bei und führt weiter aus: „Dann hat sich der Automatisierungswunsch dann schnell wieder erledigt.“
Darauf kontert Brüning: „Bei jeder Lagermodernisierung kommt es immer auf Schnelligkeit an. Wir haben gerade für einen Kunden eine Modernisierung innerhalb von sieben Tagen durchgezogen. Da muss man sich schon sputen. Wir haben das nur geschafft, weil wir rund um die Uhr gearbeitet haben. Allerdings haben wir hier auch gleich noch den gesamten Hallenboden ausgetauscht.“
Gerade dem Boden müsse man bei jeder Modernisierung immer besonders viel Aufmerksamkeit widmen, stimmt Riedmaier zu: „Wenn wir mit einem Kunden über ein Projekt reden, so sprechen wir mit ihm zu 90 % über den Boden und nur etwa 10 % über den Stapler!“ Seiner Meinung nach ist der Boden entscheidend für die zu erzielende Leistung eines Schmalgang-Staplers: „Hier müssen wir oft erhebliche Abstriche machen, weil die Bodenverhältnisse nicht mitspielen.“
Gerade solche wichtigen Randbedingungen seien aber vielen Kunden schwer zu vermitteln, meint darauf Thumm. Sei ein Kunde eher technikorientiert, so lassen sich solche Zusammenhänge noch eher zu vermitteln. „Kommt ein Gesprächspartner eher von der betriebswirtschaftlichen Seite, so wird es schwierig“, weiß er zu berichten. Deshalb habe seine Firma schon manche Automatisierung nicht durchgeführt, obwohl sich solch ein Projekt für den Kunden durchaus gerechnet hätte.
Hier spielt nach Brünings Meinung auch die Vielschichtigkeit der Argumente, die für die jeweilige Technik sprechen, eine immense Rolle. Und dies nicht nur bei Modernisierungen, sondern auch bei Neubauten: „Bei einem unserer Projekte war eine etwa 16 m hohe Halle aus Feuersschutzgründen in mehrere Segmente unterteilt. Diese waren mit Brandschutztüren verbunden. Bei den Planungen waren Kurvengänger und auch Schmalgangstapler im Gespräch. Nach einigen Diskussionen entschied man sich für eine automatisierte Schmalgangstapler-Lösung, weil hier die Brandschutztüren nur 6 m hoch sein mussten. Bei den Kurvengängern hätten sie über die volle Höhe gehen müssen. Da war die Staplerlösung einfach günstiger.“
Flexibilität kontra ROI Dem hält aber Doerk entgegen, dass bei solchen Raumbedingungen durchaus nicht immer der Stapler der Königsweg sei: „Wir hatten ein Projekt, bei dem die Türhöhe nur 4 m betrug. Mit einem Umsetzter konnten wir diese Forderung auch leicht mit unserem TransFaster erfüllen. Man muss, um die beste Lösung zu bekommen immer genau rechnen.“ Seiner Meinung nach muss man hierbei auch immer den Invest und die laufenden Betriebskosten entsprechend berücksichtigen.
Doch hier hält Brüning heftig entgegen: „Nicht alles lässt sich aber in Zahlen berechnen! Wie wollen Sie beispielsweise eine Flexibilität in einer wirtschaftlichen Kennzahl ausdrücken?“ Hinter solcher Kennzahlen-Verwendung verbirgt sich seiner Meinung nach noch ein weiteres Problem: „Heute begegnen wir zunehmend betriebswirtschaftlich kompetenten Gesprächspartnern, diejenigen, die eher von der technischen Seite kommen, werden immer weniger. Zwangsläufig wird bei vielen Projekten dann nach relativ kurzfristigen wirtschaftlichen Gesichtspunkten entschieden. Die längerfristige Flexibilität einer Lösung können Sie schwer in Zahlen ausdrücken, daher geht dieser Aspekt oft unter, obwohl er äußerst wichtig ist.“ Seiner Meinung nach bekommt aber der Flexibilität einer Lagerlösung eine immer größere Bedeutung zu, weil gerade bei den stark wachsenden Logistik-Dienstleistern die Kontinuität der zu lagernden Waren nicht gegeben sei, da dieser nicht wisse, was ihm seine Kunden in zwei Jahren ins Regal legen wollen.
Dies sei bei der produzierenden Industrie in der Regel anders. Genau aus diesem Grund hätte seine Firma auch keine Kunden aus der Kontraktlogistik, pflichtete Gerber seinem Kollegen bei. Sein Geschäft sei das Automatisieren und dies würden vornehmlich produzierende Unternehmen.
Das will aber Doerk so nicht im Raum stehen lassen und verweist auf die großen Dienstleister, wie Schenker oder Fiege. Diese würden Hallen mit 50 bis 60 000 Palettenplätzen bauen, wovon etwa die Hälfte als Breitgang-Regal, weitere 20 000 als Schmalganglager mit jeweils manueller Bedienung realisiert, aber eben doch etwa 10 000 automatisiert seinen.
Auch hier konterte Brüning: „Die Anzahl der mittleren und kleineren Dienstleister ist doch viel größer! Und die können mit Automatisierung nichts anfangen. Die brauchen Breitganglager.“
Bei den Dienstleistern sei schließlich auch der Druck zu automatisieren nicht so hoch, da durch verschiedene Tarifverträge die menschliche Arbeit billiger sei als bei der produzierenden Industrie, merkt Riedmaier an.
- Außerdem gäbe es ja noch eine ganze Reihe weiterer Hemmnisse, die Automatisierungswünschen entgegenstehen würden, war die einhellige Meinung der Runde. Allein schon die verschiedenen Palettenformate und fehlende Standards bei den immer globaler werdenden Warenflüssen würden Automatisierungsbestrebungen zumindest hemmen. Dabei sei es egal, wie die Palette der Zukunft auszusehen habe, Hauptsache sie sei überall einheitlich.
„Mit der Euro-Palette sind wir sicherlich schon ein ganzes Stück auf dem Weg zum Ziel eines Standards gekommen. Aber wenn ich von einem Kunden höre, dass er sein Lager mit CP-Paletten mit automatischen Staplern automatisieren will, so verdrehe ich wegen der mangelnden Stabilität der Warenträger immer noch meine Augen. Das wird den Vertretern aus dem RBG-Lager sicherlich ähnlich gehen“, fasst
Brüning
zusammen.
- Dass die Vereinheitlichung der Paletten-Standards aber kommen wird, darüber waren sich alle Diskussionsteilnehmer einig. Schließlich können anders die immer größer werdenden Warenströme nicht mehr beherrscht werden. Auch der wirtschaftliche und ökonomische Druck würde dafür sorgen, dass man es sich schon bald nicht mehr leisten könne, Schiffe nur mit Leerpaletten beladen auf den Weg zu bringen.
Dambach Lagersysteme GmbH & Co. KG
, E-Mail: [email protected],
Jungheinrich Moosburg GmbH
, E-Mail: [email protected],
LTW Lagertechnik GmbH
, E-Mail: [email protected],
Still GmbH,
E-Mail: [email protected],
TransStore GmbH
, E-Mail: [email protected],










