Inform: Die Nutzung von KI im Jahr 2026

Alexandra Hose,

Fünf zentrale KI-Trends 2026

© stock.adobe.com/Shahnaz

Der Softwareentwickler Inform skizziert fünf zentrale KI-Trends, die im Jahr 2026 die industrielle Praxis prägen werden. Der Einsatz von künstlicher Intelligenz entwickelt sich rasant weiter und wird zum festen Bestandteil von Produktion, Logistik und Supply Chain. Der Fokus liegt dabei auf der Integration in Prozesse, Software und Infrastrukturen.

Inform nennt fünf Schlüsseltrends, die 2026 den praktischen Umgang mit KI bestimmen werden. © INFORM GmbH

„2025 war ein Jahr, in dem sich KI unglaublich schnell verbreitet und spürbar professionalisiert hat“, sagt Konstantin Leitz, Vice President Business Innovation bei Inform, und definiert fünf Trends. 

Trend 1: KI-Agenten übernehmen operative Aufgaben

KI-Agenten werden 2026 verstärkt in operative Abläufe eingebunden. Sie überwachen Prozesse in Echtzeit, erkennen Abweichungen und unterstützen Entscheidungen bei kurzfristigen Veränderungen, etwa in der Logistik oder Materialversorgung. Mehrere spezialisierte Agenten arbeiten dabei parallel zusammen und stimmen sich automatisch über Abteilungsgrenzen hinweg ab.

Trend 2: KI wird zum Kern moderner Softwarearchitekturen

Software wird künftig von Anfang an KI-zentriert entwickelt. Lernen, Datenverarbeitung und Entscheidungslogik sind integrale Bestandteile der Architektur. Auch der Entwicklungsprozess selbst verändert sich: KI-generierter Code, automatisierte Tests und lernfähige Deployment-Pipelines werden Standard. Gleichzeitig gewinnen neue Kompetenzen wie Prompt-Design, Validierung von KI-Ergebnissen und Systemarchitektur an Bedeutung.

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Trend 3: KI-Systeme werden spezialisierter und modular kombiniert

Statt universeller Modelle setzen Unternehmen auf domänenspezifische KI-Systeme, die mit Fach- und Branchendaten trainiert sind. Diese liefern präzisere Ergebnisse und lassen sich modular kombinieren, etwa für Prognosen, Priorisierungen oder die Bewertung von Ressourcensituationen entlang komplexer Prozessketten.

Trend 4: Transparente und regelkonforme KI-Systeme werden Pflicht

Mit wachsender Komplexität steigt der Bedarf an Transparenz. „AI Observability“ – also die Überwachung von Verhalten, Performance und Entscheidungslogik – wird zum zentralen Qualitätsmerkmal. Gleichzeitig müssen Unternehmen neue regulatorische Anforderungen wie den AI Act, NIS-2 oder den Cyber Resilience Act erfüllen und den sicheren, regelkonformen Betrieb ihrer KI-Systeme nachweisen.

Trend 5: Neue Rollen und Kompetenzen prägen den Umgang mit KI

Der Mensch rückt stärker in den Fokus der KI-Nutzung. Neue Rollen entstehen an den Schnittstellen von Fachbereich, Daten und KI. Mitarbeitende wie Planer oder Disponenten arbeiten zunehmend mit KI-gestützten Empfehlungen. Qualifizierung und Change Management werden entscheidend, um KI sicher und effektiv im Arbeitsalltag zu nutzen.

„Für Unternehmen wird 2026 vor allem ein Jahr, in dem der praktische Umgang mit KI deutlich an Reife gewinnt“, fasst Leitz zusammen. „Viele Entwicklungen rücken näher an den operativen Kern heran und zeigen, wo KI einen Unterschied macht.“

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