Scanner & Drucker

Richtig decodiert in jeder Lage

Im Spanplattenwerk der Rauch-Gruppe in Markt Bibart muss aus Platzgründen eine Codelesung ganz nah am Barcode stattfinden. Außerdem variiert die Position der Etiketten je nachdem wie hoch die Spanplatten gestapelt sind. Damit zurecht kommt ein stationärer Barcodeleser von Leuze electronic.

Rauch Spanplattenwerk  GmbH
Richtig decodiert in jeder Lage

Er hat einen Schwenkspiegel, der den Lesebereich vergrößert. Bei der Rauch Spanplattenwerk GmbH in Markt Bibart werden Holzwerkstoffplaten über vollautomatische Produktionsanlagen hergestellt, die zu den modernsten in Europa zählen. „Insgesamt produziert das Werk pro Jahr über 500.000 Kubikmeter hochwertige Holzwerkstoffplatten, die überwiegend in der eigenen Möbelfertigung der Rauch­Gruppe weiterverarbeitet werden“, erzählt Reiner Maier, Elektromeister im Werk in Markt Bibart. Die Spanplatten werden nach der umweltschonenden Endfertigung als Zuschnitte in Stapeln gepackt und am Ende der Linien mit einem so genannten Stapelzettel etikettiert.

Pro Jahr verlassen über 13.000 mit Stapeln beladene Lkw das Werk. Damit beim Abladen der vielen Spanplattenstapel der Gabelstaplerfahrer die Informationen des Stapelzettels immer sofort und unmittelbar erhält, müssen sie auf beiden Seiten des Stapels aufgebracht sein. Reiner Maier erläutert diese Anforderung: „Beim Abladen konnte es passieren, dass der Stapelzettel aus Sicht des Staplerfahrers auf der Rückseite des Plattenstapels aufgebracht und für ihn somit nicht sichtbar war.“ Deshalb wurde nach einer kostengünstigen Lösung gesucht, um die für den Staplerfahrer relevante Produktnummer zusätzlich auch auf der gegenüberliegenden Stapelseite aufzubringen.

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Scanner plus Drucker – ein eingespieltes Duo

Die Lösung bot ein REA­JET­System der REA Elektronik GmbH in Mühltal in Form eines Großschrift­Tintenstrahldruckers. Das völlig autark arbeitende System wurde am Ende der Förderstrecken installiert, wo die einzelnen Plattenstapel in den Versand, also zu den Lkw, ausgeschleust werden. Die Daten erhält der Drucker über den gegenüberliegend montierten Barcodeleser BCL 500i von Leuze electronic – einem Linienscanner, der aufgrund seines Öffnungswinkels von ± 30 Grad ein großes Lesefeld im Nahbereich aufweist. Der Scanner liest auf der anderen Seite der Stapel die Etiketten und gibt die Informationen weiter an das REA­JET­System. Dieses druckt die Produktnummern groß und deutlich lesbar auf die Spanplattenstapel. Somit ist der Stapel von beiden Seiten etikettiert.

Schwenkspiegel vergrößert Lesefeld

Bei Rauch befindet sich die Förderstrecke sehr nah an einer Gebäudewand. An dieser Wand ist der Barcodeleser BCL 500i angebracht. Aufgrund dieser Nähe ergibt sich ein sehr kleiner Leseabstand und damit – trotz des großen Öffnungswinkels – einen eng begrenzten Gesamtlesebereich. Zudem sind nicht immer alle Plattenstapel gleich hoch und es kann sein, dass sich die Stapelzettel in unterschiedlichen Höhen befinden.

Barcodescanner
Der Barcodescanner verfügt über einen Schwenkspiegelaufsatz zur Vergrößerung des Lesefelds.

Mit einem sogenannten Schwenkspiegelaufsatz kann der BCL 500i aber auch größere Flächen bzw. Raumbereiche nach Barcodes absuchen. Der Schwenkspiegel lenkt die Scanlinie mit einer einstellbaren Frequenz nach oben und unten. Er kommt prinzipiell dann zum Einsatz, wenn die Position des Etiketts variabel ist, wenn die Striche des Barcodes quer zur Förderrichtung gedruckt sind („Gartenzaun­Anordnung“) oder wenn die Barcodes aus ihrer horizontalen Lage gedreht sind. In der Applikation bei Rauch bietet die Schwenkspiegelversion des BCL 500i Scanners trotz des geringen Abstands zu den ortsvariablen Labels ein ausreichend großes Lesefeld.

Auch Fragmente sind lesbar Zusätzliche Lesesicherheit bringt die Code­Fragment­Technologie (CRT) von Leuze electronic. Während in einfachen Lesesystemen die Barcodes mit einer durchgängigen Scanlinie vollständig erfasst werden, ermöglicht die Code­Fragment­Technologie, Codes in einzelnen Fragmenten mehrfach versetzt zu lesen. Diese Fragmente werden vom Gerät wieder zu einem Gesamtergebnis zusammengefügt. Diese Technik trägt dazu bei, dass Etiketten, die nicht ganz exakt gedruckt oder beispielsweise durch Holzstaub schwer zu lesen sind, zuverlässig decodiert werden können.

Vorteilhaft für den Anwender ist zudem auch die Parametrierung der Geräte. Das integrierte Parametrier­Tool „Web­Config“ ermöglicht die Kommunikation mit jedem beliebigen Browser. Damit entfällt eine separate Parametrier­ und Konfigurationssoftware auf einem Service­Laptop. Das Gerät lässt sich somit ganz einfach aus der Ferne einstellen.

Matthias May

Kontakt:

Rauch Spanplattenwerk GmbH D-91477 Markt Bibart Tel.: 0 91 62 / 8 09-0 E-Mail:

Leuze electronic GmbH + Co. KG D-73277 Owen Tel.: 0 70 21 / 5 73-0 E-Mail: info@leuze.de www.leuze.de

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