Rampen/Tore/Ladebrücken

Eine wichtige Schnittstelle der Logistik bilden Hallentore

Vor dem Hintergrund steigender Energiepreise sowie unterbrechungsfreier Kühlketten gewinnen Lösungen an Bedeutung, die Energieverluste an Hallentoren auf ein Minimum begrenzen. Der Torhersteller Novoferm setzt im Rahmen seiner „Grüne Logistik“-Maßnahmen auf die Reduktion von Transmissionswärmeverlusten beim Beladen von Lkw aus einem Gebäude heraus.

Hörmann Schlupftüren
Die lichte Durchgangsbreite der Schlupftüren von Hörmann beträgt unabhängig von derTorbreite künftig 940 mm.

Im Zentrum solcher Energiesparkonzepte stehen unter anderem hochgedämmte Thermo-Sektionaltore. Die 45 mm starken Sandwich-Torpaneele erreichen durch ihre Füllung mit PUR-Hartschaum den U-Wert von 0,5 W/m²K. Solche Sektionen werden nun auch bei der neuen Docking-Station „NovoDock L 730i ISO“ als Isolierung unter der Überladebrücke eingesetzt. Die Abschottung gegen Wärmeverluste behält dabei ihre Wirkung in jeder Position, also auch während der Lkw beladen wird. Unterfahrbare Überladebrücken aus Stahl sind nicht nur stark belastbar. Sie sind auch „gute“ Wärmebrücken und leiten in temperierten Hallen Energie nach außen ab.

Neuigkeiten rund um Tore

Davor schützen bei der Docking-Station Thermo-Paneele, die unterhalb des Verladeplateaus angebracht und auch damit gekoppelt sind. So folgen diese Wärmeschutz-Elemente beim Positionieren der Überladebrücke auf der Lkw-Ladekante jeder Bewegung. Möglich ist dabei ein Vorschub bis zu 1.000 mm. Die maximale Neigung liegt normgerecht gemäß EN 1398 bei 12,5 %. Anders als bei statischen Isolierungen bleibt diese Überladebrücke also auch während des Ladevorgangs thermisch gekapselt. In Verbindung mit der „NovoSeal S 450“, einer neuen Torabdichtung mit ISO-Schaumkern, verbessert sich die Energieeffizienz gerade bei häufig frequentierten Verladeeinheiten.

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Toröffnung komplett nutzen Isolierte und platzsparende Tore bietet auch der Torhersteller Crawford an. Das Sektionaltor 542 beispielsweise ist für Außenwände von Industriegebäuden konzipiert. Beim Öffnen fährt das Tor waagerecht unter die Hallendecke oder senkrecht an der inneren Hallenwand in die Höhe. Die Toröffnung kann so in seiner ganzen Breite und Höhe genutzt werden. Der Antrieb geschieht wahlweise per Hand oder elektrisch. Ein Balanciersystem soll zudem ein gleichmäßiges und verschleißarmes Gleiten des Torblattes garantieren. Die maximale Torgröße beträgt (B x H) 8.000 mm x 6.000 mm. Hohe Dämmwerte und damit verbundenen Energieeinspareffekte werden durch das thermisch getrennte, mit Polyurethan ausgeschäumte, 42 mm dicke Sandwichpaneel erreicht. Ferner durch eine Ober- und Bodenfelddichtung, eine Seitenabschlussdichtung sowie Dichtungen zwischen den einzelnen Sektionen. Ein modernes Mikrorillendesign erfüllt die heute von Architekten und Betreibern immer mehr verlangte äußere Attraktivität bei Industriegebäuden. Vertikalbeschlag, Hebungsbeschlag, Standardbeschlag und ein Niedrigsturzbeschlag für das 542-Tor passen sich daher den örtlichen Gegebenheiten beim Einbau an. Die Torsektionen sind wahlweise geschlossen, mit rechteckigen oder ovalen Fensterausschnitten oder für maximalen Lichteinfall sogar als Alu-Rahmentore komplett verglast erhältlich. Zudem bietet Crawford ein erweitertes Fensterprogramm mit kratzfesten Scheiben sowie 3-fach-Verglasung an. Lieferbar sind ferner Torblätter mit 70 mm Bautiefe, Antriebe mit doppelter Öffnungsgeschwindigkeit (bis zu 0,5 m/sec.) oder auch in das Torblatt integrierte Schlupftüren mit Niedrigschwelle und mitlaufender Lichtleiste.

Schlupftüren verbessert

Schnelllauftors Novosprint
Die Öffnungsgeschwindigkeiten des Schnelllauftors Novosprint betragen bis zu 5 m/s und Schließgeschwindigkeiten bis zu 2,5 m/s.

Um Wärmeverluste in Gebäuden zu vermeiden, werden Tore häufig mit einer Schlupftür ausgestattet. Hier hat der Torhersteller Hörmann einige konstruktive Verbesserungen vorgenommen. So verfügen die Industrie-Sectionaltore jetzt über eine Schlupftür ohne Stolperschwelle für den erleichterten Personendurchgang oder einen ThermoFrame-Zargenabschluss für effiziente Wärmedämmung. Die Baureihe 50, Nachfolger der Baureihe 40, besteht jetzt aus größeren Feldern, die einen höheren Lichteinfall bieten. Die lichte Durchgangsbreite der Schlupftüren beträgt unabhängig von der Torbreite künftig 940 mm.

„Die Standarddurchgangsbreite erfüllt sogar die Anforderungen an die Barrierefreiheit und die geforderte Fluchtwegbreite von 875 mm für bis zu 5 Personen“, erläutert Hörmann-Produktmanager Michael Rahe die Vorteile der neuen Standardbreite. Unabhängig von der Position der Schlupftür können alle weiteren Torfelder gleich breit ausgeführt werden. So bleibt die Gesamtansicht des Tores gleichmäßig. Erweitert wurde auch das Programm der Duratec Kunststoffverglasungen. Die laut Aussage des Herstellers nur bei Hörmann erhältliche hoch kratzfeste Verglasung ist ab sofort auch als farblich getönte Doppel- oder Dreifachscheibe erhältlich. Je nach Anforderungsprofil an Sichtschutz und Lichteinfall kann zwischen weißer, brauner und grauer Tönung der Verglasung gewählt werden. So sollen sich die Tore noch harmonischer in die Gebäudefassade integrieren lassen.

Deutlich schneller öffnen und schließen

Eine weitere Möglichkeit, Wärmeverluste zu vermeiden, besteht in der Minimierung der Öffnungs- und Schließdauer eines Industrietores. Ein sehr schnell arbeitendes Tor ist das Schnelllauftor Novosprint von Butzbach. Die Öffnungsgeschwindigkeiten betragen bis zu 5 m/s und Schließgeschwindigkeiten bis zu 2,5 m/s. Durch das seitliche Öffnen steht dem Anwender im Gegensatz zu Vertikalläufern die gesamte Durchgangshöhe zur Verfügung. Dieses Öffnungsprinzip, die hohe Öffnungsgeschwindigkeit sowie ein in die Torflügel integriertes dynamisches Lichtgitter sollen eine Kollision mit dem Tor nahezu unmöglich machen. Zusätzlich vermeiden hochwertige Komponenten und die geringe Crash-Gefahr – durch die sehr schnell horizontal öffnenden Flügel – Reparatur- und Ausfallkosten, die bei einer Kollision mit dem Tor oder bei einem Defekt anfallen können. Butzbach ist von der Qualität des neuen Schnelllauftors so überzeugt, dass eine Garantie von 500.000 Öffnungen auf die Erstausrüstung der Federn gegeben wird. Eine Beispielrechnung verdeutlicht die Einsparpotenziale, die sich durch den Einsatz eines Novosprint-Tores ergeben können: Ausgehend von 250 Arbeitstagen und 30 Toröffnungen pro Stunde spart der Anwender im Zweischichtbetrieb (à 8 Stunden) bei 2 Sekunden kürzerer Wartezeit – bis das Tor durchfahrbereit geöffnet ist – pro Jahr über 66 Stunden pro Tor.

Auch der Torhersteller Efaflex setzt bei seinen Schnelllauftoren auf hohe Laufgeschwindigkeit und Wärmedämmung. Bei mittlerer Arbeitsschwere sind Arbeitsplatztemperaturen von +17 Grad Celsius vorgeschrieben. Somit ist die hohe Wärmedämmung der Tore sehr wichtig. Zudem kann durch die hohe Öffnungs- und Schließgeschwindigkeit in der kalten Jahreszeit nur wenige Sekunden lang kalte Luft in die Hallen gelangen. Diese Vorteile nutzt unter anderem seit vier Jahren der Flughafen Hannover. Das Abfertigungskonzept des Hannover Airports sieht eine Abfertigung des Gepäcks von nur 45 Minuten pro Flug vor. In dieser kurzen Zeitspanne durchfährt ein Gepäckfahrzeug bis zu fünf Mal die Tore zu den Gepäckumschlagräumen. Insgesamt wurden in den Terminals A, B und C 20 Tore eingebaut. „Ein wichtiger Vorteil der Toranlagen ist die Ergänzung mit Induktionsschleifen und die Ausstattung mit Infrarot-Torlichtgittern“, erläutert Thomas Bergen, Leiter des Airport-Bereichs Maschinentechnische Anlagen. „Die Lichtgitter sichern die Schließebene komplett ab, sie erfassen auch die Deichseln unserer Gepäckfahrzeuge und verhindern, dass die Tore schon schließen, während sich noch eine Deichsel in der Torebene befindet.“

Besser isoliert und stabiler

Hallentore am Airport Hannover
Das häufige Durchfahren der Hallentore am Airport Hannover erfordert hohe Öffnungs- und Schließgeschwindigkeiten.

Der Hersteller PromStahl liefert sowohl ISO-Sektionaltore und Alu-Sektionaltore als auch Rolltore und Schnelllauftore. Die Vorder- und Rückseitenbleche der Sektionaltore sind durch Polyurethanschaum voneinander getrennt und damit wärmeisoliert. Alle Tore, ob manuell oder elektrisch betrieben, sind mit einem Hinderniserkennungssystem ausgestattet. Ein Dauertest im Werk mit 30.000 Öffnungs- und Schließbewegungen simuliert den Praxiseinsatz und soll einen zuverlässigen Alltagsbetrieb garantieren. Zudem verfügen die Tore über eine Federbruchsicherung und eine lastabhängige Fangeinrichtung. Sichere Führungsschienen wirken gegen ein Herausspringen der Laufrollen und ein Eingreifschutz beugt Verletzungen vor. Unterschiedliche Führungsschienen und Beschläge lassen sich an viele Einbausituation anpassen und erleichtern somit die Montage. Der Antrieb geschieht wahlweise manuell per Zugseil und Kettenzug oder mit einem Elektromotor.

Auf Basis der Öffnungsfrequenzen lassen sich verschiedene Steuerungsvarianten auswählen, beispielsweise Totmannsteuerung bei niedriger und Impulssteuerung bei hoher Frequenz. Um die mechanische Belastung der Tore und damit den Verschleiß zu verringern, lässt sich je nach Ausstattungsvariante die Verzögerung beim Anlaufen und Stoppen variabel regeln. Lieferbar sind zudem unterschiedliche Fenstersektionen und Schlupftürausführungen. Mit zusätzlichem Bedienungs- und Verriegelungszubehör sollen neben der ausgereiften Technik auch anspruchsvolle Designvorstellungen realisierbar sein. Bezüglich der Oberfläche entsprechen die Mikroprofilierung und die umfangreiche Farbpalette der Tore einer modernen Industriearchitektur.

Kontakt: Butzbach GmbH Industrietore 89257 Illertissen E-Mail: info@butzbach.com www.butzbach.com

Crawford hafa GmbH 22547 Hamburg E-Mail: service.de.crawford@assaabloy.com www.crawfordsolutions.de

Efaflex Tor- und Sicherheitssysteme GmbH & Co. KG 84079 Bruckberg E-Mail: info@efaflex.com www.efaflex.com

Hörmann KG 33803 Steinhagen E-Mail: pr@hoermann.com www.hoermann.de

Novoferm GmbH 46419 Isselburg E-Mail: marketing@novoferm.de www.novoferm.de

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